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23.04.2007
Folge 46

Ein IT -Test in die falsche Richtung

Oftmals muss man sagen, dass für die richtige Verwendung eines Computers eine Art Führerschein vonnöten wäre. Vor allen Dingen stelle ich mir manchmal vor, wie sich Ungeübte im Internet bewegen  und offenbar ohne Blessuren davonkommen. Das ist manchmal wirklich abenteuerlich, mit welcher Unbekümmertheit sich einige User ans Werk gehen.

Deshalb wäre eine Ausbildung am Computer niemals verkehrt, zumal immer häufiger von jungen Leuten profunde Kenntn isse verlangt werden. Daher sollte man eine Initiative unterstützen, die sich mit IT - Fitness vorstellt. Doch sollte man diese Initiative wirklich unterstützen? Wenn man  den Seiten dieser Initiative folgt, dann erfährt man so einiges an Überraschungen. Die erste Überraschung ist, dass Microsoft sich diesen Test der IT - Fitness komplett an Land gezogen hat und die Wissensfragen voll auf MS Produkte abgestimmt sind. Da macht dann u.a. auch so ein Verein wie die Bitcom mit.

Ich machte mir den Spaß und habe alle 42 Fragen zu beantworten versucht. Doch nach ca 24 Fragen musste ich einmal auf Toilette - was ja durchaus im Bereich des Möglichen ist. Als ich dann wiederkam war der Test beendet. Offensichtlich hat meine Sitzung auf der Toilette zu lange gedauert und irgendeiner hat meine Frage beantwortet. Natürlich falsch.

Somit wurde ich mit einer sehr schlechten Note bewertet, obwohl ich sicherlich bis Frage 24 alles richtig beantwortet hatte.



Wenn man das vielleicht noch erkennen kann, so habe ich zwar bestanden; aber mit einem katastrophalen Ergebnis. Jetzt bin ich ein IT - Fitness Neuling. Und das wird mir immerhin vom Microsoft Chef Deutschland, Herrn Achim Berg, per Unterschrift bestätigt.


So sollte es eigentlich nicht passieren. Wer 18 Fragen von 42 nicht beantwortet hat, der sollte gar keine Urkunde bekommen. Also aufgepasst: Hier findet etwas statt, was nur einen Sinn hat: die Fa Microsoft fest in den Sattel zu heben. Und es finden sich immer wieder Leute, die sich von die Idee begeistern lassen. So ist unsere Bundeskanzlerin dabei und viele schlaue Leute.

Die Bundeskanzlerin schaltete heute in Hannover auf der weltgrößten Computermesse am Stand der Initiative IT-Fitness von Microsoft und Partnern (Halle 4, A 26) den neuen Online-Test auf www.it-fitness.de, mit dem ab sofort kostenlos die eigenen Fähigkeiten im Umgang mit PC und Internet überprüft werden können.

http://www.it-fitness.de

Ich war dann froh, dass ich noch einen klardenkenden Mitstreiter im Netz fand:

Hallo zusammen,
Ich wollte heute Morgen an dem Test www.it-fitness.de teilnehmen. Leider ohne Erfolg. Lest aber selber, was ich der Redaktion per Mail geschickt habe:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wollte heute an dem Test "it-fitness" teilnehmen. Es wurden zwar die ersten Fragen angezeigt, aber alle weiteren, in denen der Hinweis "Bitte klicken Sie auf die Grafik" angezeigt wurde, wurden nicht dargestellt.
Ich nutze OpenSuse 10.2 und den Mozilla Firefox 2.0.3. Wenn der Test nur für Nutzer des Microsoft Betreibssystem ist, sollte er nicht eher "Microsoft Fitness" heißen?
Ich denke, unter diesen Voraussetzungen ist der Test nur als Werbung für eines das ohnehin schon weit verbreitete Betriebssystem aus dem Hause Microsoft gedacht.
Kann so ein Test nicht neutral ablaufen? Auf der Schule, in der ich meinen Schulabschluss gemacht hatte, hatten wir nur Rechner von Apple im Einsatz. Die dortigen Schüler werden z.B. an der Frage scheitern "Wie schalte ich meinen PC ohne Maus aus". Unter Linux- und Unixbetriebssystemen ist ein einfacher "shutdown -h now" notwendig.
Dass der Test in Richtung Microsoft zielt war ohnehin klar, wenn man sich anschaut wer diese Initiative ins Leben gerufen hat.
Ich würde mich freuen, wenn Sie die Formulierung "it fitness" auch wörtlich nehmen. Ein ADAC Test läuft ja auch nicht nur mit einem Opel, oder?
Einen schönen Sonntag noch.
Leider war dieser Test für mich nutzlos.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Warnecke
Was haltet ihr von dem Test? Kommen so die Anwender weiter?
Gruß Thomas


Ein Browser ohne M$ Beteiligung - Firefox

Das Internet ist noch nicht alt. Gerade einmal 12/13 Jahre kann man sein Alter angeben, denn ab diesem Jahr begann die Popularisierung des Internets. Dazu beigetragen haben die Medien, die plötzlich alle eine Adresse angaben, wo man weitere Informationen erhält.

Das "www" war das Zauberwort . Microsoft hatte den Einstieg lange verpennt. Damals wurde der Netscape Browser als 'Herrscher' der Internetwelt gefeiert. Ein junger Mann namens Marc Andreesen hatte es geschafft, den Netscape Browser zum Standard zu generieren. Er wurde überall als Genie der neuen Internetwelt gefeiert. Ich konnte ihn kurz in Kalifornien kennenlernen. Doch verstanden habe ich nichts von dem, was er mir erzählte. Er sprach so schnell, dass selbst ein "nativ" amerikanischer Zuhörer Schwierigkeiten mit dem Verständnis hatte.

Doch Microsoft blies plötzlich Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts zur Aufholjagd das Horn. Explorer contra Netscape. Wer wqas auf sich hielt, der blieb bei dem Netscape, der viele Features mehr besaß, schneller war und einfach der führende Browser war.

Doch Microsoft stieß nach.  Sie verkündeten,dass der Explorer immer kostenlos sein wird. Bisher haben sie das Versprechen gehalten. Doch es schadet nichts, wenn man sie auch daran erinnert.

Dann hat sich später daqs Blatt wieder gewendet. Als Firefox als Open Source Projekt die Nachfolge von Netscape antrat, war plötzlich wieder Konkurrenz auf dem Markt. Und was für eine. Bei uns im Internet ist es ganz extrem. Hier hat der Firfox mit 85 Prozent die Herrschaft übernommen.



Das kann Microsoft nicht freuen.  Doch den Kampf um die Browserherrschaft haben sie verloren. Auch der Microsoft Explorer bietet keine Features, die die User umstimmen könnten. Eigentlich eine erfreuliche Entwicklung, die zeigt, dass der User der König ist.


Linux in den Schulen - die zweite

Wir hatten es ja uns auf die Fahnen geschrieben: wir wollten mal sehen, warum in den Schulen immer nur mit Microsoft hantiert wird. Oftmals sagen die Lehrer, dass sie gezwungen sind, auf Word und Exel u.ä. sich zu beziehen, weil die Schüler abnehmende Industrie dieses wünscht und vorschreibt. Das kann aber letztendlich nicht die Aufgabe der Schulen sein, die Ausbildung in eine Richtung zu bringen.

Diesmal sprechen wir mit einem Lehrer aus Leipzig. Uwe Grüneberg - hoffentlich habe ich den Namen richtig geschrieben. Er berichtet davon, dass es immerhin "ein Kabinett" gibt, in dem Linux gelehrt wird.

Für mich war der Begriff "Kabinett" neu. Es stellte sich heraus, dass ein Kabinett eine Klasse mit 16 Schülern ist. Auf dem Wege zur Ermittlung der Linux Aktivitäten in Schulen war auch dies ein gutes Gespräch, das Hoffnung auf Besserung macht.


SKYPE bezieht Daten vom User

Wer sich mit Skype beschäftigt, der muss davon ausgehen, dass einige persönliche Daten eingeholt werden. Das ist nicht normal. Skype soll Daten aus dem BIOS ausgelesen haben, und diese Daten an die Zentrale gemeldet haben,  ohne einen Hinweis zu geben. Wenn man auf das BIOS zugreifen kann, dann kann man auch noch mehr.

Hier kann man nur sagen: Achtung.


Das brauchen wir nicht: Antennen fürs Handy

Immer wieder haben Leute neue Ideen, wie man mit der Dummheit der Menschen Geschäfte machen kann.  Das Neueste ist jetzt eine Antenne, die man auf die Rückseite eines Handys aufkleben kann. Dabei soll ein Gewinn auftreten,der  die dreifache Empfangsleistung besitzt.

Quatsch! Wer darauf reinfällt, ist selbst dran schuld.


Geschützte Daten müssen nicht geschützt sein

Wolfgang Rudolph hat es einmal ernst genommen. So, wie man mit seinen Daten umgegangen ist; das war wahrlich nicht richtig. Er stand plötzlich im Telefonbuch und in der Klick-Tel Version auf CD. Dort hätte er eigentlich nicht drin stehen dürfen, weil er die Weitergabe der Daten untersagt hatte. Doch wer ist jetzt schuld an der Panne?

Die Telekom, die trotz  Verweigerung die Daten weitergegeben hat? Die Fa. Klicktel löschte aufgrund einer Aufforderung die Nummer; zeigte aber nach wie vor den Wohnsitz von W. Rudolph an. Da müssen wir höllisch aufpassen, dass wir nicht über den Tisch gezogen werden.


Hören Sie die Sendung, wie das alles ablief. Dieses zu beschreiben wäre Stückwerk.


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