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14.05.2007
Folge 49

IT - Test für's Klo

Über den Test von Microsoft haben wir uns schon ausgelassen. Der IT - Test hat seine besondere Qualität. Wer ihn erdacht hat, der sollte eigentlich nicht mehr frei herumlaufen dürfen. Wer ihn gemacht hat, der ist zu den Verlierern zu zählen. Denn in diesem hoch angepriesenen Test werden Dinge abgefragt, die nichts mit dem Computerwissen zu tun haben, sondern lediglich Microsoft Produkte berühren. Das ist letztendlich ein derartiger Schrott, dass man sich wundert, dass Angela Merkel sich vor den Karren spannen lässt.

Mein eigener Test verlief ganz seltsam. Ich hatte fast die Hälfte der 42 Fragen ausgefüllt - und wahrscheinlich sogar richtig. Doch dann musste ich mal auf die Toilette und als ich wiederkam, war der Test zu Ende. Irgendwie wurden die fehlenden Fragen alle falsch beantwortet. Damit bekam ich zwar eine Urkunde, unterschrieben vom Microsoft Geschäftsführer, doch war meine Leistung unter aller "Sau". Ich gehörte zu den IT Anfängern und hatte noch ein großes Pensum vor mir.



Ich habe keine Chance, woanders einen Job zu bekommen. Da sind meine Werte viel zu schlecht, auch wenn die Eingabe der falschen Antworten automatisch geschah.


IPTV auf dem Vormarsch?

IPTV oder auch Triple Play ist eine Technik, die die Zukunft bestimmen soll. Triple Play soll das Zauberwort sein. Doch mittlerweile sind die Erwartungen stark gesunken. Die Telekom wollte mit viel Geld die Szenerie verändern. Sie wollte 2006 10 Städte in Deutschland mit VDSL anschließen. 2007 sollten dann 50 weitere Städte hinzukommen. Das wird sich sehr wahrscheinlich stark verändern. Es sieht so aus, als würde die Telekom nach all ihren Problemen VDSL 2+ favorisieren.< Das wäre dann ein DSL, bei dem Kupfer im Spiel ist und hohe Bandbreiten nicht liefern könnte. Aber immerhin wären 25 MBit möglich. Damit ließe sich dann immerhin ein HDTV Angebot, Telefon und Surfen nach Hause holen.

Anders sieht es im Moment bei NetCologne aus. Sie werden weiter auf der Schiene fahren, die sie eingeschlagen haben. Sie wollen die Kölner mit immerhin 100 MBit/s beglücken. Das wäre dann absolute Spitze in der Bundesrepublik.

Doch der neuen Technik werden große Chancen eingeräumt. Wenn man die Analysten hört, dann werden schon bald hunderttausende Deutsche den Dienst abonnieren. Skepsis von mir sei hier angebracht.

2010 werden von einer Studio ca. 1 Million VDSL User prognostiziert. Das wäre eine Zahl, die weit hinter dem europäischen Durchschnitt hinterherhängt.

Im Moment kann man die Dienste (ohne viel Inhalt) bei der Telekom für 80 € buchen.  

Die große Vision ist längst vorbei. Der Kauf der Telekomrechte am Online Bundesligafußball und die Verpflichtung von Franz Beckenbauer als Kommentator  für VDSL kam die Telekom teuer zu stehen. Die Eröffnungsparty lief mit 43 VDSL Kunden. Sie haben immerhin 50 Mio Euro verbraten. Das war pro Anschluss mehr als eine Million. Denn mittlerweile wurden die Rechte mit einem Verlust von 50 Mio Euro weitergegeben. Super Geschäftsleute muss man sagen.



Wir sprechen in der Sendung mit Mathias Birkel, der  als Analyst bei der Fa. Goldmedia sich mit den Zukunftsaussichten von Triple Play auseinandersetzt.


Apple ohne DRM - schon im Mai

Zu diesem Thema gibt es von mir wenig zu sagen. Da ich mich sträube, wenn man unsere Sendung einen Podcast nennt, dann liegt es auch an der Fa. Apple. So wie die ihre User behandelt hat, fand ich persönlich keinen Zugang zu einem iPod. Ich verschenkte auch immer einen MP3 Player, der offen war, was das Abspielen der MP3 Files betraf.

Ich wollte ganz einfach nicht gehänselt werden, was meine Rechte angeht. Wie kann maqn einem Knebelvertrag nur zustimmen, der durch das DRM vorschrieb, wo der Titel laufen darf. Und wenn es dann irgendwann einmal bei dieser total sicheren itunes Software  zum Ausfall kommt, dann ist alles futsch. Nein, das wollte ich nie.

Jetzt hat Steve Jobs die Kurve gekratzt und das ganze DRM  verteufelt. Es ist zwar noch etwas teurer, wenn man einen DRM freien Titel herunterlädt, doch man kann ihn dann wenigstens abspielen, wo man will. Ich glaube, der DRM freie Titel kostet 1.39 gegenüber dem DRM behafteten Titel von 99 Cent. So ricvhtig motivierend ist auch diese Entscheidung nicht.

Meine Gedanken drehen sich ganz woanders. Warum machte Steve Jobs  diese Kehrtwende weg vom DRM?

Wahrscheinlich ist es eine späte Rache an Bill Gates. Denn der forcierte das DRM geradzu manisch. Vista ist um das DRM herum aufgebaut. So richtig versteht keiner diese Hörigkeit von MS, den DRM Schutz für Hollywood und  die Filmindustrie einzubauen.

Ich fühle mich betrogen von Vista Ultimate, für das ich bezahlt habe. Ich weiß, dass das Betriebssystem viel besser sein könnte, wenn nicht dieser DRM Dreck eingebaut wäre.

Jetzt aber verzichtet Steve Jobs auf DRM und Billy sieht ziemlich alt aus. "Alles umsonst, weil DRM keine Rolle mehr spielt?"

Jetzt muss Apple noch den Preis runterdrücken - auf die Ebene mit oder ohne DRM.

Wir sprechen mit Georg Albrecht, dem Pressesprecher von Apple Deutschland.


Wetterdaten per Funk

Das Wetter ist etwas, was wir Gott sei Dank nicht beeinflussen können. Wir können nur hinnehmen, was passiert. Da gibt es aber immer wieder Leute, die versuchen uns zu mitteilen zu wollen, wie das Wetter heute, morgen und übermorgen sein wird. Und dann gibt es noch Scharlatane, die sehr viel weiter vorraus sehen können.
Im Fernsehen und im Radio wird dem Wetter viel zu viel Bedeutung gegeben. Wetter kann man in kurzer Form darstellen.

Da lobe ich mir die neue Art, mir das Wetter mitzuteilen. Ich habe so einiges zu Hause vorzuweisen, was sich mit dem lokalen Wetter vor Ort beschäftigt. Außer den Temperaturen und dem Luftdruck werden noch Luftfeuchtigkeit gemessen. Dasmit kann man eine Menge für die lokale Position anfangen. Vor allem dann, wenn man die Änderungen mitschneidet und daraus auf eine Tendenz schließen kann.

Einfacher geht es aber, wenn man die Riesencomputer des Deutschen Wetterdienstes bemüht, um eine 3 Tage Vorschau zu erhalten. Diese zu generieren ist das eine Problem, diese mir nach Hause zu bringen ist ein anderes Problem.

Im Moment gibt es da zwei konkurrierende  Systeme. Das eine, in der Schweiz beheimatet, nutzt die einzelnen freien Bits des DCF 77 Signals. Da sind nämlich 14 Bits ungenutzt und dennoch geht es nicht ohne Blessuren ab.

Da diese Bits am Anfang des Telegramms nie genutzt waren, haben einige Programmierer diese Tatsache in ihr Programm aufgenommen. "Alle Bits bis zur 14. Sekunde sind 0. Jetzt aber kam Schwung in die ersten Bits. Hier werden die Wetterdaten in einem langsamen Telegramm übertragen.  
Letztendlich ist das Ergebnis eine aktuelle Wettervorhersage. Doch die Endgeräte sind oder waren recht teuer. Sie lagen im Bereich über 200 Euro.

Einen anderen Weg ging unser Gesprächspartner in der Sendung. Er nutzt die Daten des Deutschen Wetterdienstes, um eine Vorhersage für 3 Tage zu liefern. Das ist noch im Bereich des Möglichen. Auf dem Display wird das Wetter für diese drei Tage jeweils morgens, mittags, abends und nachts angezeigt.

Ich habe mir nach dem Gespräch sofort eine solche Anlage im Media Markt geholt und bin mit den Vorhersagungen durchaus zufrieden. Jetzt ist meine Wettervorhersage aus dem lokalen Bereich herausgewachsen.
Auf den alten Frequenzen des Chequers werden die Daten  mehrmals in der Stunde übertragen. Für die Nutzung des Dienstes zahlt man keine monatlichen Gebühren. Zusammen mit der lokalen Vorhersage, den Werten des Wetterdienstes (für eiene Region von 50)  und der eigenen Sinnesorgane kann ich mittlerweile gut abschätzen, was an Wetter auf uns zukommt.
Da können die professionellen Wettervorhersager zu Hause bleiben. Vor allem ärgert mich dieser komische Ben Wettervogel vom ZDF, der gar nicht so heißt. Wahrscheinlich will er durch den falschen Namen auch nicht verantwortlich gemacht werden.



Wir reden mit dem Geschäftsführer der WIS Wetterinfoservice GmbH, Axel Dostmann.

http://www.wetterdirekt.com/
Email: info@wetterdirekt.com


Hacker und Navigation

Das ist eigentlich ein  Thema, das man gar nicht besonders würdigen muss. Doch wenn jemand das Bekannte anwendet, dann wird es für viele Zeitgenossen zur Bedrohung. Natürlich kann man alles manipulieren. Auch die Daten für das Navigationsgerät.

Wenn man andere Signale gegen die Originalsignale in größerer Feldstärke sendet, dann gewinnt man. So war es bei dem Versuch der Wissenschaftler, die Navigationsdaten zu verändern. Natürlich fällt der normale User dann rein.

Es waren kanadische  Wissenschaftler, die es einmal probierten. Sie sendeten falsche Codes an die Autofahrer, die auch prompt darauf hereingefallen sind.

Es war keine tolle Leistung, denn das könnte man jederzeit auch bei uns veranstalten. Doch zeigt es, wie filigran die Dienste in ihrer Sicherheit sind.


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