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21.05.2007
Folge 50

Prof. Pfitzmann zum zweiten

Prof. Andreas Pfitzmann ist für uns kein Unbekannter. Wir hatten ihn mehrmals bereits in unserer Fernsehsendung zu Gast und auch bei CCZwei ist er ein gern gesehener Gesprächspartner.

Bei einer der letzten Folgen hagelte es Kritik, weil wir Herrn Prof. Pfitzmann das Wort abgeschnitten hatten.  Das löst sich jetzt auf. Wir haben mit ihm so lange geredet - und so interessant geredet -, dass wir aus dem Gespräch unbedingt zwei Teile machen wollten. Sicherlich war der Schnitt damals nicht sehr glücklich gewählt - doch es geht ja jetzt weiter.

Die Biometrie ist noch einmal das Thema des zweiten Gesprächs. Hier wird eigentlich klar, wie dumm all die Annahmen der Politiker sind. Was sie mit den personifizierten Daten erreichen können, ist wahrscheinlich genau das Gegenteil. Nur, wer sagt es ihnen?


So ist das RFID Geheimnis längst geknackt und jeder, der sich anstrengt, kann RFID Pässe aus der Entfernung (ca. 30 cm) auslesen. Das ist genau die richtige Entfernung, um Touristen oder Passagiere in fremde Länder an den Kontrollen vorbeizuschieben. Sie verfügen dann über bessere Daten, als das Heimatland selbst.


Nicht nur der Pass wird dann angeschaut, sondern vollautomatisch wird auch die Datenbank des fremden Landes mit biometrischen Daten gefüllt.

Doch damit kann auch noch mehr gefährliches Tun befördert werden. Mittlerweile kann man , wie oben angedeutet, RFID Information aus 30 cm einholen.

Natürlich ist es Spekulation, wenn man von der Möglichkeit speicht, eine Bombe zu zünden, wenn der RFID - Pass der ausgesuchten Person nahe genug ist.



Prof. Andreas Pfitzmann gehörte zur  beratenden Fraktion der Politik. Doch sein Erlebnis war eher negativ. Er ist der Meinung, dass man in manchen Kreisen sehr wenig von dem versteht, was man zu entscheiden hat. So ist sein wissenschaftliches Urteil eher vernichtend.


GRID Computing bleibt hochaktuell

Grid Computing hatten wir schon einmal als Thema im CCZwei. Das war ganz am Anfang mit Prof. Trottenberg. Das Thema wird immer wichtiger, weil man die Zukunft nur noch durch gemeinsames Arbeiten bewältigen kann. Mit unserem Gesprächspartner Dr. Holger Marten können wir das Thema noch einmal von einer anderen Seite aufziehen.

Es geht hier nicht darum, dass ein paar Heimcomputer sich zusammenschalten, um gemeinsam an einem Problem rechnen. Hier spricht man von ganz anderen  Eckpunkten. Terabytes sind schon normal, Exabytes an der Tagesordnung und Petabytes sind auch nicht mehr ganz so weit weg.

Alleine schafft dies keine Organisation mehr. Hier ist Zusammenhalt gefragt. Wenn man alle wissenschaftlichen Ressourcen zusammen wirft, dann kann man Neuland betreten.

Doch wer benötigt diese irren Rechenleistungen? Nicht immer ist es das Paradebeispiel "Wetter", das immer gerne herangezogen wird, wenn es um Supercomputer geht.

Vor allem Simulationen benötigen extrem viel Rechenkraft, die nur im Gleichtakt mit vielen  angeschlossenen Rechnern erledigt werden kann.



Unser Gesprächspartner ist Dr. Holger Marten, der in Karlsruhe an dem GRID Projekt arbeitet.

Für Spezialisten ist dies  eine Superadresse. So beschreibt man die Arbeit selbst.

Informationen über GridKa

Am europäischen Forschungszentrum CERN wird zur Zeit der Large Hadron Collider (LHC) gebaut. Vier riesige unterirdische Detektoren werden dort ab 2007 die Flugbahnen von Elementarteilchen aufzeichnen, die beim Zusammenprall beschleunigter Protonen oder Atomkerne entstehenden. Diese vier LHC-Experimente werden pro Jahr etwa 8.000.000.000.000.000 Byte (8 PetaByte = 8 Millionen GigaByte) an Daten erzeugen. Hinzu kommen jährlich weitere 4 PetaByte an Simulationsdaten.
Selbst bei optimistischen Prognosen über die Entwicklung von Prozessorleistungen und Speichersystemen wird ein einzelnes Rechenzentrum nicht in der Lage sein, für weltweit mehrere tausend Wissenschaftler ausreichend Kapazitäten zur Auswertung dieser Datenflut bereitzustellen. Das LHC-Computing-Modell sieht daher vor, in mehreren Ländern jeweils ein regionales Rechenzentrum aufzubauen und diese über Hochgeschwindigkeitsleitungen zu vernetzen. Grid-Software soll sich um die automatische Daten- und Lastverteilung kümmern und eine transparente und einheitliche Sicht auf die angeschlossenen Ressourcen ermöglichen.
Deutsche Kern- und Elementarteilchenphysiker sind mit mehr als 40 Arbeitsgruppen an der Entwicklung und späteren Auswertung der 4 LHC-Experimente sowie an 4 weiteren, bereits heute existierenden Hochenergiephysik-Experimenten beteiligt, und haben das Forschungszentrum Karlsruhe als Standort für das deutsche Regionalrechenzentrum gewählt. Im Institut für Wissenschaftliches Rechnen (IWR) wird in den nächsten Jahren das

Grid Computing Centre Karlsruhe (GridKa)
aufgebaut und betrieben. Durch Forschungsarbeiten wirkt GridKa am Grid-Computing mit.

Die Anforderungen an GridKa wurden von Physikern aus den 4 LHC-Experimente und den 4 weiteren Hochenergiephysik-Experimenten in einem Papier zusammengestellt.

Anforderungen an ein "Grid Computing Centre Karlsruhe"

Die Antwort des Forschungszentrums hierauf bildet die formale Basis des Rechenzentrums.

Antwort auf die Anforderungen an ein "Grid Computing Centre Karlsruhe"


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