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11.06.2007
Folge 53

DUAL SIM - das Zauberwort für Vieltelefonierer

In den letzten Monaten passierte etwas in punkto Mobiltelefonie, was wohl keiner vor zehn Jahren vorausgesehen hat: die Flatrate fürs Handy kam schneller, als man es erwarten konnte.Zwar sind meistens mit der Flatrate die Festnetznummern abgedeckt; aber immerhin: 5 Stunden quasi für lau im Mobilfunknetz zu telefonieren. Bei 1&1 ist die Flatrate fürs Handy gleich im All inclusive Paket dabei. Bei arcor kann man für 5 Euro im Monat aufstocken. Dieses sind nur zwei Beispiele, die mir gerade einfallen.

Doch einen Haken  hat das Ganze meistens. Die Mobilfunkgespräche in andere Netze sollen das wieder hereinholen, was man im Festnetz verliert. So kostet bei Arcor eine Einheit  in ein Mobilfunknetz 29 Cent. Das kann man billiger haben, wenn man mit einer Prepaidkarte arbeitet. Zum Beispiel bietet ALDI Talk für 14 Cent pro Minute die gleiche Leistung. Erwischt man dann noch einen anderen ALDI Kunden, so sind nur noch 4 Cent/Minute zu berappen.

Immer öfter sieht man heute Leute, die mit zwei Handys herumlaufen. Eins für die Festnetzflat, eins für Gespräche im Mobilfunknetz. Oder manchmal habe ich schon gesehen, dass jemand die SIM ausbaut und eine zweite Karte aus dem Portemonnaie holt und diese einbaut. Da wird offensichtlich das gleiche Sparverhalten praktiziert.



Die Lösung wäre doch, wenn man beide SIM Karten in das Handy einbauen könnte. Doch einen zweiten Schacht für die Karte findet man in kaum einem Handy. Doch man kann es nachträglich durch einen Trick erreichen. Oben sieht man das Wahlmenü; entweder SIM1 oder SIM2.

Ich habe das Ganze auch durchgezogen und bin heute froh, dass ich bequem  die Netze wechseln kann. DUAL SIM ist das Zauberwort. Nachdem ich diesen Wunsch vor Augen hatte, ging ich ins Netz und suchte danach. Es dauerte nicht lange, bis das Dual Sim mit Leben gefüllt wurde.

Auch eBay hatte einiges zu bieten. Es gibt verschiedene Methoden, wie man sein Ziel erreichen kann. Aber Achtung: einige Methoden werden sich später als nicht praktikabel herausstellen. Zumindest habe ich dies in vielen Forumseinträgen gelesen.

Am Anfang gefiel mir die Methode des Kopierens zweier SIM Karten auf eine neu Karte als raffinierte Lösung. Da gibt es jede Menge billiger Angebote, die zum Teil versprechen, dass man 12 Karten auf eine kopieren kann. Doch wenn man etwas tiefer in die Materie einsteigt, dann findet man den Pferdefuß recht schnell. Das Ganze klappt nur, wenn man es mit einer SIM Karte der ersten Generation zu tun hat. Dort gab es noch eine Lücke im System. Heute lassen sich die SIM Karten gar nicht mehr kopieren. Sollten Sie also zwei solch alte Karten haben, quasi eine Karte der ersten Stunde (eine V1 Karte), dann ist dies der preiswerteste Weg, eine Dual Sim aufzubauen.



Für mich stellte sich dies als nicht praktikabel heraus. Meine Karten sind viel neuer und daher beschritt ich einen anderen Weg, der mich 35 € kostete. Eine SIM Karte war in den Anfangszeiten, zumal beim C-Netz ein riesengroßes Plastikteil, eben der Scheckkarte nachgeformt. Dort befand sich ein einsamer Chip auf der Fläche. Schon bald verkleinerte man die SIM, indem man sie aus dem Plastik herausbrechen konnte. Un d selbst bei dieser kleinen SIM ist noch viel unnützes Plastik vorhanden. Der eigentliche Chip ist nur ein klitzekleiner Punkt. Wenn man diese SIM nun so beschneidet, dass die Kontakte noch aktiv bleiben, so kann man zwei geschnittene Karten nebeneinander auf einen Halter stecken, der dann wiederum genau die Maße eines Original SIM Chips hat. Ein bisschen Elektronik befindet sich ebenfalls auf dem Chip, der dann das Management übernimmt.

Es wird im Handy ein zusätzlicher Menüpunkt angelegt, der es ermöglicht zwischen SIM1 und SIM2 zu wählen. Lediglich die PIN muss eingegeben werden. Sinnvoll ist, für beide Karten die gleiche PIN zu wählen.

Doch man muss aufpassen. Ist das Handy geeignet, oder stellt die Software evtl. eine Bremse dar. Ich habe im Moment ein Handy  Nokia 6233. Und genau diese Famile (6230 i und 6233) stehen auf der Problemliste. So war es nicht sicher, ob es überhaupt klappt. Doch der Versuch vor Ort ging positiv aus.

Auf jeden Fall sollte man sich genau informieren, einige Foren aufsuchen, bei eBay blättern. Wenn man dann einen solchen Eintrag bei einem Verkäufer findet, dann sollte man die Finger weglassen. Hier wurde etwas nicht ganz richtig verstanden:

Ich habe diese Karte letzte Woche bestellt und heute erhalten.Leider kann meine O² - Multicard ( Sonderkarte bei O² ) nicht ausgelesen werden; das heißt: es können zwar die SMS und auch das Telefonbuch ausgelesen werden, aber die Registrierung der Karte nicht. Somit kann ich meine O² - Karte nicht auf diese SIM MAX kopieren. Vielleicht ist meine O² eine solche V1 – Karte die nicht funktioniert mit dem Produkt. O² konnte mir hier keine Hilfe geben.
Daher verkaufe ich das Produkt als gebraucht, ohne Zusage, dass diese bei Ihrer SIM  funktioniert, und kann die Angaben des Lieferanten nicht bestätigen. Keine Garantie, keine Rücknahme.
Versand erfolgt im Luftpolsterumschlag.



In der Sendung sprachen wir mit Rene Güttler von der Fa. Hotwire Telekom in Spich / Troisdorf.

Ich habe oben beschrieben, dass ich noch für meine Doppelsimlösung 35 € bezahlen musste. Eben habe ich gesehen, dass mittlerweile diese Lösung für 21.99 € als Sofortkauf angeboten wird. Da muss man leider malk selbst recherchieren. Deshalb gebe ich hier auch keinen Link an. Das kann nur falsch sein, weil es sicherlich irgendwo etwas billiger das Ganze gibt.


Pingos - eine gelungene Aktion

Man könnte fast darauf kommen, was sich unter dem Wort Pingos verstecken könnte. Pinguin wäre nicht intelligent genug gewesen, Tux wäre abgedroschen gewesen. So stellt Pingos natürlich eine Linux Aktion dar. Wir hatten ja vor einigen Wochen einmal angefangen, die Verbreitung von Linux in den Schulen aufzugreifen. Doch wir brauchten bis jetzt, bis wir auf eine richtig praktische Anwendung kamen - obwohl die Aktivitäten schon einige Jahre laufen.

Der Gedanke ist goldrichtig. Wenn sich Lehrer schwer tun mit dem  Betriebssystem Linux, dann kann man nur mit praktischer Hilfe den Zustand verbessern. Es werden also Menschen gesucht, die sich freiwillig und ehrenamtlich dafür zur Verfügung stellen, um Linux zu erklären und die Verbreitung zu erhöhen.

Es sieht gar nicht so schlecht aus mit der Bereitschaft, etwas für die Gemeinschaft zu tun. Immerhin haben sich schon viele regionale Gruppen gebildet, die aktiv in die Schulen gehen und dort Projekte starten.



Wir berichten in der Sendung über Pingos und sprachen mit Dirk Hebestreit, der uns erzählt, dass auch Beamte durchaus in der Lage sind, ehrenamtliche Ziele selbstlos zu verfolgen.

Alles weitere hier unter dem Link: http://www.pingos.org


Spiele werden immer raffinierter - hilft die KI?

Spiele auf dem Computer war eine der ersten Anwendungen in den 80er Jahren. Natürlich war alles noch unheimlich primitiv. Ich kann mich noch entsinnen, wie wir stundenlang ein blödes Tennisspiel betrieben. Mit einer Art Joystick musste man dem Ball Widerstand geben, damit er zurück ins gegnerische Feld flog. Da würde sich heute keiner mehr dafür interessieren, denn mittlerweile sind Computerspiele recht komplex geworden und bilden schon sehr realistisch Welten ab. Doch der letzte Kick fehlt noch. Um Spielsituationen spannender gestalten zu können, will man Künstliche Intelligenz einsetzen.

Dabei soll dann der Spieler analysiert werden und die zu lösenden Aufgaben werden aufgrund der Erkenntnisse gestellt. Ein Vorhaben, das noch sehr viel Forschungsarbeit verlangt.


Dr. Andreas Gerber

Wir sprechen in der Sendung mit Dr. Andreas  Gerber von der Universität Saarbrücken. Er bestätigt, dass heutzutage bei den Computerspielen bereits die Realität recht gut abgebildet wird - doch in punkto Künstlicher Intelligenz hapert es noch. Die Spiele sind mit guten Grafiken ausgestattet und es fehlt nur noch ein kleiner Bereich: die künstliche Intelligenz, die die Computerspiele unerwartet spontan reagierend machen könnten. Wolfgang Rudolph bringt es wieder einmal auf den Punkt. Er sagt in der Sendung: "Die natürliche Intelligenz fehlt, um künstliche einzubauen.".

Die KI - Entwicklung stockte in den letzten Jahren. So richtig wagte sich niemand mehr, den Menschen herauszuforden. Das, was man man mit "starker KI" bezeichnete, versagte recht kläglich.

Doch die  "Schwache KI" hat große Fortschritte gemacht. Dort versucht man, nicht selbst intelligent zu sein, sondern nur die Intelligenz zu simulieren. Das ist ein machbarer Ansatz.

Man will in der Spielentwicklung Charaktere entwickeln, die sich nicht immer gleich, sondern umgebungsbezogen entwickeln. Wir sind nicht weg von den Figuren im Computer, die sich gut, schlecht oder katastrophal schlecht benehmen können.

Vielleicht wird das Spiel irgendwann einmal so realistisch, dass wir die Realität gar nicht mehr brauchen - da sowieso niemand weiß, was Realität ist.


Vista bekommt bald das erste Servicepack

Noch ist Windows Vista nicht breit installiert, da beginnt auch schon die Arbeit an dem ersten Servicepack. Im zweiten Halbjahr 2007 soll es soweit sein. Außer mir werden wahrscheinlich einige sehnsüchtig auf das Servicepack warten. Noch mehr wünschen sich, dass das Servicepack Zwei bald verfügbar sein wird. Denn wenn man Vergleiche zu XP zieht, dann begann mit SP 2 die angenehme XP Zeit.
Alle Partner und Kunden können sich an einem Testprogramm beteiligen, in dessen Rahmen Vorabversionen des Service Packs getestet werden.

Wer an diesem Programm (Technology Adoption Program (TAP)) teilnehmen will, der muss sich bereit erklären, die Vorabversionen des Service Packs 1 für Windows Vista in laufenden Arbeitsbedingungen zu testen. Dazu müssen wichtige Versionen innerhalb von 30 Tagen nach Erscheinen aufgespielt und Testergebnisse an Microsoft gemeldet werden. Zudem müssen Kunden oder Partner ein bis zwei Personen zu Traingszwecken nach Redmond schicken.

Ich überlege mir schon, ob ich da nicht mitmachen soll. Mittlerweile habe ich sogar eine Menge an wirklich schönen Features gefunden. Und wenn dann später alles etwas runder vonstatten geht, dann kann man sich durchaus an Vista gewöhnen. Derzeit habe ich noch Riesenprobleme mit der Verwaltung des Speichers. Wenn ich mehrere Webradios gleichzeitig anknabbere, dann verhaspelt er sich öfter und meldet Memoryprobleme. Nun bin ich nicht mehr in der 386 er Phased, wo man mit 640 KB Hauptspeicher zufrieden sein musste.< Immerhin stehen dem Rechner 4 GB Hauptspeicher zur Verfügung.

Es geht dann so weit, dass sich hinter den minimierten Programmbuttons in der Taskleiste andere Funktionen befinden. Da drückt man auf den Firefox und Visual Basic, das unter einem ganz anderen Button liegt, wird hochgeschoben. Manchmal verstellt er auch die Bildschirmaulösung eigenmächtig. Plötzlich sehe ich alles in  1024 mal 768, obwohl ich 1900 mal 1400 eingestellt habe. Sehr seltsam. Na ja, das kann sich ja nur noch bessern.


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