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18.06.2007
Folge 54

VPN - Zum zweiten Mal

Wir haben schon einmal das Thema VPN drauf gehabt. Dieses Virtuelle Private Netz ist eigentlich für alle zwingend einzusetzen, die Drahtlostechnologien einsetzen und die unbedingt sicher kommunizieren müssen. Dazu zählen eine Menge Leute. Arztpraxen, Rechtsanwaltsbüros, überall dort, wo personenbezogene Daten hin und her flitzen, sollten nicht mit einem einfachen Schutz abgesichert sein. Die VPN Lösungen sind heutzutage gar nicht mehr so kompliziert. Die richtige Hardware und die richtige Software - und schon passt alles zusammen.



Wir sprechen in der Sendung mit einem Praktiker auf diesem Gebiet - Ammar Alkassar war Mitarbeiter an der Universität Saarbrücken und hat heute eine junge Firma zu betreuen, die sich um Sicherheitsaspekte im Internet kümmert. Er schreibt zu dem Thema:

Ich denke, dass das Thema sehr verbrauchernah ist, da es Vereine, Verbände, Arztpraxen oder Rechtsanwaltskanzleien gleichermaßen betrifft. Viele wissen gar nicht, wie unsicher ihr Datenversand ist und gegen welche Datenschutzrichtlinie sie durch ihre unsicheren Netze verstoßen. Da werden halt irgendwelche Mitgliederdaten übers Internet ausgetauscht und man vergisst, darüber nachzudenken, ob vielleicht jemand mithört.


Bei WLAN wir immer noch auf Sicherheit verzichtet

Heute Abend habe ich es wieder brandaktuell erfahren. Ich war in einem kleinen Biergarten und konnte dort mit meinem WLAN Handy eine Verbindung in alle Welt aufnehmen.  Als ich den Betreiber des WLAN darauf ansprach, dass es gefährlich ist, ein WLAN offen zu lassen.

Doch die Reaktion war eindeutig. "Warum soll ich das WLAN verschlüsseln? Ich will ja, dass jeder, der in meinem Biergarten ist, auch eine Flatrate zum Internet hat. " Dagegen kann man zunächst einmal nichts sagen. Als ich dann anfing, Argumente zu nennen, kam ich mir vor, als würde ich in die Wüste predigen. Ich sprach von der "Benutzung des WLAn" für falsche Zwecke. Doch das wurde mit einem Handschlag abgetan. "Wer soll hier schon? etwas Böses wollen?"

Irgendwie fand ich das dann wieder gut, weil man vertrauensvoll auf gute Taten hofft. Meistens ist es ja auch so, dass nichts passiert. Doch wer ausserhalb von Bayern sein WLAN betreibt, der sollte schon darauf achten, dass die Mindeststandards  in punkto Sicherheit gewahrt bleiben.

Wir sprechen mit einem Mitarbeiter der Fa. Netgear, die sich in punkto Sicherheit ins Zeug legen.


WLAN als Georeferenz

Hier hat mein Content Magement System  erstmals mächtig geschlampt. Die Eingaben von vorhin sind einfach weg und nicht reproduzierbar. Es geht bei diesem Thema um die Aufbereitung lokaler Daten für User, die Daten dieser Art benötigen.

Das ist ein bisschen weit ausgeholt.  Beispiel: Sie sind in Heidelberg, sind nicht sehr bewandert mit der Stadt. Zum Zentrum haben Sie es geschafft. Auch Ihr Handy hat tüchtig mitgearbeitet. Aus den vorher geladenen Dateien, kennt das Handy jetzt ungefähr Ihre Position innerhalb von Heidelberg, weil das Handy die entsprechenden MAC Adressen empfängt, die in der Heidelberg Zentrum Musterdatei verzeichnet sind.

Irre Idee könnte man meinen. Endlich hat GPS seinen Konkurrenten gefunden. Das Lokale Netz ist evtl. stärker und genauer, als das GPS System. Doch ich bezweifle dies. Man lebt bei der Identifizierung des "Kunden" von der mitgegebenen Datei, die zur Mustererkennung notwendig ist.

Sieht das Gerät Mac Adresse 1, MAC Adresse 19 und MAC Adresse 23, dann befindet sich der Kunde in etwa da und da. Doch wehe, wenn der WLAN Betreiber seinen Router abgebaut hat. Dann fehlt er zur Identifikation.  OK. einen kann man wahrscheinlich verkraften. Man erzählte uns, dass 17 WLAN's in der Innenstadt gezählt wurden.

Die Begründung, warum man auf WLAN setzt und nicht auf GPS, ist schwammig. Natürlich fallen einige Geräte aus, die keinen GPS Empfänger "an Bord" haben. Aber auch WLAN Geräte sind nicht immer vorhanden. Bleibt noch Bluetooth und Infrarot. Aber darüber macht sich wohl keiner Gedanken.

Nun kann man also per WLAN feststellen, wo der interessierte Kunde ist. Was geschieht jetzt? Das Traumziel ist natürlich, ihm genau die Informationen zu liefern, die er erwartet und die ihn mindestens einen Tag länger in der Stadt verweilen lassen.

Man kann da wahrscheinlich sehr viel tun, um die Leute bei der Stange zu halten. Manch einer wird schon bald erwarten, dass er auf seinem Handy im Hotel einen Stream von der Stadt sich anschauen kann. Das ist ja wahrlich keine Utopie mehr.

Wir reden in der Sendung über diese Heidelberger Aktion.

Heidelberg Mobil www.heidelberg-mobil.de


Matthias Jöst, Geoinformatiker Forschungsbetreuung

Als ich jetzt zur n20 Jahrfeier Audiokomprimierung bei der Fraunhofer Gesellschaft in Erlangen fuhr, hatte ich die Möglichkeit, einige Projekte vorgestellt zu bekommen. Unter anderem war auch ein Projekt dabei, das sich dem oben beschriebenen genau spiegelt. Auch hier will man diese WLAN Daten einer Innenstadt nutzen, um die Örtlichkeit des Users zu ergründen. Auch hierbei ist GPS kein Weg, obwohl er viel einfacher ist,  als die aufgezeigte Lösung.

Wir werden noch lange herumexperimentieren. Die lokale Information wird natürlich immer besser werden.


Wenn CLIPINC leer ist - und was dann?

Einige werden diese Überschrift überhaupt nicht verstehen. Doch man kann auch mal Unwissende aufklären. ClipiNC ist eine Software von Tobit, mit der man Webradios dazu bringen kann, ihre MP3 oder AAC Titel mit Namen und Interpret auf der Festplatte abzulegen. Es gibt weit über 100 Sender, die man dort abonnieren kann. Je nachdem, für welche Qualität man sich entscheidet, gibt es mehr oder weniger Radios, die man anzapfen kannn. So nach und nach füllt sich dann die heimische Festplatte mit Musik. Das ist legal, weil man ja von einem Radio private Kopien ziehen darf.
Doch für Extremripper, wie ich mich einschätze, ist manchmal der Output begrenzt. Denn jedes Radio ist irgendwann einmal am Ende. Dann wiederholen sich die Musikstücke des Senders. Die Datenbank, die man sich selbst aufbaut, merkt natürlich die Doppelung und lehnt den neuen Titel ab.
Wenn es dann dazu kommt, dass man auf der Festplatte vielleicht 2000 Titel gerippt hat und nur 1 Titel als neu in die Datenbank versenken kann, dann ist das Radio relativ leer gefegt für das eigene Projekt. Jetzt heißt es Abschied nehmen von der angenehmen Software, die immerhin beim Update 25 Sender parallel aufzeichnen kann. Wenn die Quelle leer ist, dann kommt auch kaum etwas Neues hinterher.
Doch es wäre schlecht, wenn man jetzt m,it seiner Sammlung aufhören müsste. Vor allem meinem eigenen Anspruch könnte ich nicht entsprechen.
Ich will in der Zukunft über eine digitale Musikdatenbank verfügen können, die 500 Gigabytes MP3 Files der Qualität 192 kbit/s vorhält.
Es könnte sein, dass einige schon einwerfen: "hat der nicht immer von 1 TByte gesprochen?"
Das 1 TB soll auch entstehen; doch diesmal aus besonderen Gründen  werden es 2 * 500 GB = 1TB werden. Die Erfahrungen, auf eine Platte verzichten zu müssen, weil sie crashte, waren so schmerzlich, dass ich ohne Spiegelung nicht mehr auskommen will.

Jetzt sind wir an dem Punkt angelangt, dass wir weitere Webradioripper benötigen, um andere Quellen anknabbern zu können. Nach wie vor ist die Superseite http://www.shoutcast.com  das Eldorado für die Webradios. Mehr als 18.000 Radios waren eben als empfanbar angezeigt. Auch hier muss man wieder wissen, wie man seine Sender findet. Will man auf eine bestimmte Qualität gehen, oder genügt einem das Genre, wie Country in jeder Qualität.

Jedenfalls benötigt man einen neuen Ripper. Und da gibt es jede Menge, die man sich herunterladen kann. Einige sind natürlich nicht kostenlos, andere sind Freeware und können nicht alle Features erfüllen, die man erwartet. Es geht natürlich alles auf die Performance des Rechners. Zuviel gleichzeitige Streams belasten Speicher und Mainboard.

Besonders empfehlenswert ist das kostenlose Plugin für Winamp, zu finden unter Ripper für Winamp.  Ein weiteres Programm ist der SCREAMER - Musikripper. Viel mehr gleichzeitig laufen zu lassen, schafft mein Computer nicht. Er verwurschtelt dann zu schnell seinen Speicher und fängt zu spinnen an. Obwohl ich immerhin 2 GByte Hauptspeicher habe.


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