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SENDUNGSARCHIV

25.06.2007
Folge 55

Schnellere Navigation durch Knotenberechnung

Dr. Holger Bast

Max Planck Institut für Informatik - Schnelleres Navigationssystem

Hundert Mal schneller als der gegenwärtig flinkste Routenplaner ist eine Methode des Max-Planck-Instituts für Informatik. „Wir haben die Zahl der Knotenpunkte reduziert, die eine Navigationshilfe berücksichtigen muss“, erklärt Projektmitarbeiter Stefan Funke den Ansatz. Mit der Uni Karlsruhe haben die Saarbrückener die 20 Millionen Transitknotenpunke des Straßennetzes in Westeuropa auf 11 000 relevante reduziert. Ein Routenplaner schlägt nun in der Tabelle nur noch die Entfernungen zwischen diesen Knoten nach – die gesamte Fahrtwegberechnung erfordert wenige Millionstel Sekunden.

Laut Mitentwickler Holger Bast rechnen manche kommerziellen Navigationshilfen zwar auch schnell, „sie ermitteln aber nicht immer die beste Route“. Der Algorithmus der Max-Planck-Informatiker spart Logistikunternehmen also Geld. Zudem, so Bast, „können auch relativ rechenschwache mobile Navigationssysteme die Route in Sekundenbruchteilen erneut bestimmen – das dauert heute ja bisweilen noch Minuten“.



Wir sprechen in der Sendung mit Holger Bast, der das System anhand eines Beispiels erklärt. Wir fahren in Gedanken von Saarbrücken nach Köln. Dadurch, dass die Hauptstrecke bereits in ihren Knoten berechnet vorliegt, braucht sich das System nur noch um die lokalen Anbindungen zu kümmern.

Noch gibt es kein Gerät, das mit diesem  Algorithmus hantiert. Die Saarbrücker hoffen jedoch, dass sich die Industrie für diese Lösung interessieren wird, zumal dadurch die Prozessorleistung heruntergeschraubt werden kann. Das hilft vor allen Dingen den Handys beim Energiesparen.


Mit RAID zur Datensicherheit

Datensicherheit oder auch Datensicherung ist ein Thema, das man mit mehr Sorgfalt angehen sollte. Unsere Platten in den Computern werden größer und größer. Um so schmerzlich ist der Verlust, wenn eine Platte schlappmacht, was gar nicht so unwahrscheinlich ist.

Die Tipps, die früher noch passten, fangen langsam an nicht mehr praktikabel zu werden. Jemandem heutzutage CD's oder DVD's für komplette Backups zu raten, kann mittlerweile teuer werden. Denn die Riesenplatten in CD Päckchen zu speichern erzeugt einen Wust an Silberlingen.

Vor ca 20 Jahren hat man in Berkley ein System erfunden, das sich heute - zumindest bei den Profis - etabliert: RAID. RAID heisst übersetzt in der damaligen Diktion: Redundantes Array of Inexpensive Disks. Heute hat man es etwas umformuliert:  Redundantes Array of Independent Disks. Es geht dabei um eine intelligente Methode, wie man Dateninhalte schneller transportieren kann und wie man die Daten so sichern kann, dass man immer den Dateninhalt zurückholen kann. Dafür muß man mindestens 2 Platten betreiben. Bei einem richtigen RAID Profisystem sind es mehrere Platten, die eingesetzt werden.

Je nachdem, was man vorhat, gibt es verschiedene RAID - Level.

Ich selbst habe schmerzliche  Erfahrungen gemacht. Vor kurzem gab bei mir eine 200 GB Platte den Geist auf. Der Computer erzählt mir immer wieder, dass die Platte neu formatiert merden muss. Die Daten waren mühsam erarbeitet. Die 200 GB waren eigenhändig gerippte CD's. Eine höllisch langweilige Aufgabe.

Ich habe jetzt meine Konsequenzen gezogen und habe mir zwei identisch SATA Beistellplatten mit 500 GB angeschafft, die nebeneinander stehen und die das einfachste Sicherungskonzept fahren: Was auf A drauf ist, kommt auch auf B drauf.

Aber das ist nicht das vorteilhafte RAID, das man bei verschiedenen Daten hat. Mit RAID Software oder gar RAID Hardware lassen sich geschicktere Aufteilungen machen. Am besten ist man natürlich bedient, wenn man sih für die Hardwarelösung entscheidet - die natürlich auch die teuerste Variante ist.


RAID Hardware


Während bei der Softwarelösung alles der PC machen muß, kann man bei Hardwarelösung die Hauptarbeit einer Karte übergeben, die mit eigenem Prozessor bestückt ist und daher keine Rechnerressourcen benötigt.

Wir sprechen in der Sendung mit Jürgen Frick.

CP vortex Computersysteme GmbH
Konrad-Zuse-Str. 9
D-74172 Neckarsulm
Tel.: +49-(0)7132-9620-800
E-mail: icp_marketing@adaptec.com


Hat HP gelernt und bringt preiswerte Farbpatronen?

Wir haben uns schon öfter in den Sendungen über teure Tinte für Drucker ausgelassen. Es kann eigentlich nicht mit rechten Dingen zugehen, dass Billigtinte, die meistens ja auch funktioniert mit einem derartigen Preisabstand zur Originaltinte angeboten wird. Letztens konnten wir es alle lesen: HP macht die Tinte billiger. Das wäre ja immerhin einmal der richtige Schritt in die richtige Richtung.

Wir vereinbarten mit Ralf Groh von Hewlett Packard ein Telefoninterview, um mehr zu erfahren.


Ralph Groh an einem Verkaufsständer

Letztendlich stellte sich das Ergebnis etwas enttäuschend dar. Die Tinte wird nicht billiger, sie wird nur in verschiedenen Gebinden angeboten. Für uns Hobbyisten gibt jetzt etwas billigere Tinte zu kaufen, bei der allerdings auch weniger in der Patrone ist.


Künftig bietet der Konzern für alle hauseigenen Tintenstrahldrucker die Wahl zwischen einer "Standardpatrone" für Wenigdrucker, einer "Vorteilspatrone" für Vieldrucker sowie für manche Modelle "Spezialpatronen", die hohe Fotoqualität liefern sollen.

Wie Groh betonte, habe HP entgegen manchen Gerüchten alle Modelle mit derselben Tinte ausgestattet - nur das Preis-Leistungs-Verhältnis unterscheide sich. So wird der Hersteller Standardpatronen zum empfohlenen Verkaufspreis von etwa 15 Euro anbieten, wobei die Einzelfarb-Modelle knapp unter 10 Euro kosten sollen. Vor allem Wenigdrucker in privaten Haushalten könnten von dem Modell profitieren: Die Standardmodelle ermöglichen den Ausdruck von 20 bis 30 Seiten pro Monat bei einer gleichzeitigen Haltedauer (bis zum unvermeidlichen Festtrocknen der Tinte) von einem Jahr, die übrigens für alle HP-Patronen gilt.

Die etwa doppelt so teuren "Vorteilspatronen" bieten laut HP ein um über 55 Prozent besseres Preis-Leistungs-Verhältnis pro Seite: Ihre Tinte reicht, je nach eingesetztem Druckermodell, für bis zu 1.000 Seiten.

Die "Spezialpatronen" eignen sich für besondere Anforderungen und unterscheiden sich stark in ihrem Preis. Sie ermöglichen laut Hersteller "zusätzliche Grau- und verbesserte Schwarztöne".

Nicht nur die Auswahl, auch das Erscheindungsbild ändert sich: Alle neuen Packungen, auch die der Vorteilsmodelle, sind nun kleiner, was dem Händler einen Vorteil bringen soll: "Auf der gleichen Fläche lässt sich mehr unterbringen ", so Groh.

Wie der Vertriebschef ankündigte, werde HP alle Patronen, die in den letzten viereinhalb Jahren in den Handel kamen, in den kommenden Wochen "Modell für Modell" auf das neue Konzept umstellen. Die überwiegende Mehrheit der Patronen soll bereits in diesem Sommer in der neuen Verpackung erscheinen, gänzlich abgeschlossen soll der Wandel im Frühjahr 2008 sein.


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