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02.07.2007
Folge 56

CAV heißt Computer Added Verification

Die Abkürzungen CAD oder CAI sind einem ja noch geläufig. Doch was bedeutet jetzt die Abkürzung CAV? Auf jeden Fall beinnt morgen am 3.7. und dauert bis 7.7. ein Kongreß mit diesem Titel in Berlin.

CAV bedeutet Computer Aided Verification. Es ist ein großes Thema geworden, da alle neueren Softwareprodukte immer komplexer werden. Mit CAP versucht man per Rechner die Fehler in den Programmen im Vorfelde zu ermitteln, so dass sie im Produkt selbst nicht mehr zu finden sind. 300 Wissenschaftler kommen in Berlin zusammen, um über neue Entwicklungen zu diskutieren. Wir hatten die Möglichkeit mit Prof. Dr. Holger Hermanns in einem Telefoninterview vorab über diesen Kongress zu berichten.


Prof. Holger Hermanns, Universität Saarbrücken


Spracherkennung vor neuem Comeback?

Das Thema Spracherkennung wurde einmal ganz groß in der Computerszene diskutiert. Die ersten Anfänge konnten wir bereits in der allerersten Computersendung 1983 demonstrieren.

Mehr schlecht als recht erkannte der Apple das eine oder andere gesprochene Wort. Vor allem die Umweltgeräusche bestimmten das Erfolgsergebnis. Die Platine konnte gerade einmal 192 Begriffe oder Vokabeln erkennen. Lag das Wort außerhalb des Wortschatzes, so mußte man die Platine mit neuen Vokabeln austauschen.Kein effizientes Verfahren.

Anfang der 90 er Jahre dann startete man wieder eine Kampagne mit neuen Produkten. Zum einen stellte Dragon eine Spracherkennung vor und mit Viavoice  von IBM  erschien ein Konkurrenzprodukt. Ich kann mich noch gut daran entsinnen, wie ich abends zu Hause saß und stundenlang die Softwareausgaben trainierte.

Nach all den Mühen entschloss ich mich  am Ende doch, die Spracherkennung nicht zu nutzen, da mir die Korrektur per Hand nach dem Diktat zu aufwändig erschien.

Heute machen wir einen neuen Versuch und sprechen mit einem Kollegen, der Redakteur bei der Frankfurter  Allgemeinen Zeitung ist und die Spracherkennung ständig in der Praxis nutzt. Dr.nächsten Zeit in einem größeren Artikel über den CCZwei berichten. Michael Spehr ist für die Frankfurter  Sonntagszeitung tätig und wird dort in der nächsten Zeit in einem größeren Artikel über den CCZwei berichten.



Er ist der Meinung, dass die Spracherkennung vor einem Comeback steht. Das heimliche Einbauen einer recht guten Spracherkennung bei Vista deutet darauf hin, dass Microsoft wohl mehr  damit vorhat. Wahrscheinlich wird in einer der nächsten Softwareausgaben ein professionelles Spracherkennungssystem vorgestellt werden, das die Kinderkrankheiten abgelegt haben wird. Offensichtlich dient die Implemtierung bei Vista der Gewinnung von User Erfahrungsberichten.


Endlich soll die Telefonqualität erhöht werden

Als ich ein kleiner Junge war, da konnte ich mich noch über die Qualität der Büchsentelefonie erfreuen. Zwei Milchdosen wurden über eine Kordel miteinander verbunden. Wenn der eine in die Milchdose sprach, so wurde der Schall weitergeleitet, so dass der Partner das Gesprochene auf 30 und mehr Meter verstehen konnte.

Natürlich war die Qualität der Übertragung nicht besonders gut. Doch manchmal erinnert mich ein Telefonat im Jahre 2007 an jene Zeit des kindlichen Tuns.
Bisher bezogen sich nahezu alle Neuerungen auf die Möglichkeit zu telefonieren. Ob es über das C-Netz war, oder heute das D-Netz, ob es über Vodafon, über T-Com, über Otwo, über Arcor oder ähnliche Dienste geht: alle versprechen ein digitales Signal mit hoher Qualität.
Doch die hohe Qualität ist relativ. Wenn man mit 8 Bit Auflösung sendet, dann kann man kein HiFi Erlebnis auf der anderen Seite erzeugen.
Jetzt haben sich die Entwickler von MP3 der Thematik angenommen. Sie sind der Meinung, dass man aus dieser 8 Bit Digitalübertragung  mehr machen kann.
Letztendlich wollen sie hochwertige Musik über Telefon übertragen - oder anders argumentiert: die Sprache soll ebenso hochqualitativ über die Leitung geschickt werden, so als würde der Gesprächspartner live gegenübersitzen.
Bisher scheiterte die Lösung an der Livesituation. Wenn man über Telefon ein Gespräch führt und der Rechner benötigt nur Bruchteile von Sekunden, um die Digitalisierung vorzunehmen, dann hat man an dem Gespräch keinen Spaß mehr.
Die Lösung der Fraunhofers muss daher äußerst effektiv sein.
Offensichtlich ist dies im Labor gelungen, denn man will schon bald die ersten Telefone mit der hochqualitatven Übertragung bestücken.
Der CCZwei hat ein Exclusivinterview zu dem Thema in Erlangen aufgezeichnet. Dr. Bernhard Grill, der Gesprächspartner, gehört zu den Erfindern von MP3. Er ist links zu sehen. Daneben Professor Brandenburg und Harald Popp.



Auf dem Bild ist er ganz links abgebildet.


Etwas Neues im CC2

Wir nähern uns dem ersten Jahrestag des CCZwei. Am 24.7. 2006  begann es mit der neuen Sendung im Internet. Mittlerweile ist es schon Tradition, dass der Montagabend mit einer neuen Ausgabe gekrönt wird. Immer mer Zuhörer freuen sich auf die Episoden der Sendung. Wir erhalten wunderbare Emails von Zuhörern, die uns weitgehend loben, die uns auch kritisieren - doch alles in allem ist es eine faire Zusammenarbeit. Wir versuchen alles richtig zu machen, doch manchmal klappt es nicht so ganz.

Jetzt ist es soweit, dass wir darüber reden können. Zum einjährigen Jubiläum wollen wir eine Fernsehsendung gestalten, was ja viele Zuhörer immer wieder fordern. Wir wollen das einfach einmal ausprobieren, wie sich das Interesse an einer solchen Techniksendung entwickelt.

Wir haben bei dem neuen Fernsehveranstalter NRW.TV einen Parftner gefunden, der uns eben zutraut, dass wir eine große Fangemeinde aktivieren können. NRW.TV ist natürlich ein regionaler Sender, der sich im Kabelnetz NRW behauptet. Er wird dort im Kabel transportiert.

Erst ab August verfügt der Sender über eine 24 Stunden Lizenz. Das ist der Grund, warum wir auf einem Sendeplatz im Juli von 17:00 bis 18:00 Uhr unsere Geburtstagssendung ausstrahlen müssen. Sollten wir später noch einmal eine Fernsehsendung gestalten, so wird es der Sendeplatz von 22:00 Uhr - 23:00 Uhr sein.

Für alle, die außerhalb von NRW sind,  besteht kein Hang zur Panik. Die Sendung wird im Internet gestreamt und liegt auch als Downloadversion jederzeit im Archiv bereit.

Für die Sendung haben wir uns ein brandaktuelles Thema ausgesucht, das natürlich von den Klassischen Medien noch lange nicht entdeckt werden wird. Das Zauberwort steckt in einer neuen Abkürzung: NGN. Ausgeschrieben heißt dies Next Generation Networks.

Darunter fällt alles, was sich an die normale Kommunikation anschließt. Triple Play war einmal ein Schlagwort, das gerne für die Zukunftsentwicklung genutzt wurde. Aber Triple Play ist mittlerweile schon wieder zu wenig. Die neuen Netze sollen in der Tat alles transportieren, was wir für unseren Alltag benötigen. Die klassischen Dienste wie Fernsehen, Hörfunk, Telefonie (Triple Play) sollen ergänzt werden durch alle neuen Datenwege. Hierüber kann  man sich Kommunikation alter Menschen mit einer Zentrale vorstellen, hierüber kann man sich Netzwerke junger Menschen untereinander vorstellen.

Eigentlich ist es nicht zu fassen, mit welcher Selbstverständlichkeit wir die neuen Dienste nutzen. Oftmals fragt man nicht mehr danach, wie die Dienste zustande kommen und  wie die Zusammenhänge sind.

Wir werden die neuen Schlagwörter mit Leben erfüllen. Und da wir gerade dabei sind, die Welt neu zu verteilen, so werden wir auch nachfragen, ob dieses NGN heute nicht bereits zum Auslaufmodell gehört.

Was ist, wenn alles drahtlos wird? Wenn nur noch Mobilfunkgeräte die Bedürfnisse erfüllen. Könnte sein, dass die Frequenzen langsam mknapp werden. Aber nach oben hin in den Terabytebereich ist voch viel Luft.

Wir werden Pro und Kontra abwägen - wir werden zu allen Punkten etwas zum Zeigen haben. Und ich merke gerade, dass ich von dem Konzept so angetan bin, dass ich mir die Sendung auf jeden Fall anschauen würde.

24.07.2007 17 Uhr bis 18 Uhr NRW.TV oder über die alte Adresse CCZwei.de

Ich bin auf die Reaktionen gespannt.


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