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09.07.2007
Folge 57

Das Internet verändert Handelsbeziehungen

Der Titel ist eigentlich ganz banal Klar: durch das Internet und seine Möglichkeiten werden heute schon viele Handelsusancen verändert. Wenn man bedenkt, wie gemächlich es noch vor wenigen Jahren vor sich ging, so ist das heutige Tempo geradezu sensationell.

Die Strukturen waren festgezurrt: im Herbst gab es eben die Winterkollektion, im Frühjahr entsprechend die Sommerkollektion. Die  Zeiten sind lange vorbei. Dadurch, dass man über das Netz anders kommunizieren kann - vor allem auch multimedial - werden auch andere Zyklen vorgegeben. Immer schneller verändert sich die Welt und die Tatsache, dass ein Frühlingstag hier - ein Herbsttag auf der aneren Erhalbkugel ist, wird von immern mehr Menschen realisiert.

Und so hat das Internet bereits völlig neue Strukturen geschaffen, die mit den traditionellen Strukturen brechen. Handelsbeziehungen unterliegen völlig neuen Mechanismen. Vorkasse ist das Bezahlsystem. Früher gab es noch Zahlungstermine in wochenlanger Höhe, auf die sowohl der Käufer wie der Verkäufer vertrauen konnte. Heute musß man viel umsichtiger vorgehen.

Aus dem Vertrauen zum Partner wird ein klares Mißtrauen. Vorbei sind die Zeiten, in denen ein Handschlag Gesetz war.  Schade eigentlich, dass Vertrauen leichtsinnig über Bord geworfen wird. Jeder muß davon ausgehen, dass der Partner ihn aufs Kreuz legen will.

Somit hat uns die neue Kultur nicht nur Positives verschafft. Alte gewachsene Strukturen werden über Bord geworfen, um anonyme Beziehungen zu bedienen.

Wie sich das Internet als Handelsplattform verändert versuchte man im Schl0ß Dagstuhl in Saarbrücken zu erörtern. Wir hatten den Tagungsleiter der mehrtägigen Veranstaltung am Telefon. Prof. Müller ist normalerweise an der Universität in Maastricht tätig.


Telefonieren - damals und heute

Als Wolfgang Rudolph und ich diese Sendung planten, hörte ich von WR, dass wir einmal die Tradition durchbrechen sollten, dass nach einem Interview wieder ein Interview kommt. Er meinte, dass wir selbst so viel Originäres zu erzählen haben, dass wir diesen Trumpf einmal ausspielen sollten.
Ich war völlig einverstanden, wei sich   junge Leute nicht vorstellen können, wie man damals unsere Kommunikation gegängelt hat.  

Es gab eine Zeit in Deutschland, in der man per Funk von A nach B telefonieren konnte, was nur wenigen Menschen in Deutschland genehmigt wurde und was sich auch nur wenige leisten konnten. Das Autotelefon kostete schnell mal 30.000 Mark. Man musste nachweisen, dass man unbedingt mobil erreichbar sein musste.

Somit wurde ein Autotelefon im B-Netz zum Statussymbol. Für den Provider, der damals ausnahmslos Deutsche Bundespost hieß, war es ein lukratives Geschäft: der Anrufer musste bezahlen, der Angerufene musste ebenfalls bezahlen. Und es ging dabei wahrlich nicht um Centbeträge.

Mit 27.000 Geräten im B-Netz waren die Frequenzen hoffnungslos belegt. Man muss sich vorstellen, dass der Telefonierer in seinem Auto ein wirklich dicken Sener haben musste. Es gab nämlich nur 3 Relaissenderin Deutschland: Nord, Mitte, Süd.

Mit ca. 50 Watt !!! ging man auf die Antenne und musste sogar noch wissen, wo sich der Angerufene befindet. Ist er im Norden, in der Mitte  oder gar im Süden der Republik? Ich weiß noch aus Erfahrung, dass nicht jeder Anruf zum Erfolg führte.

1985 wurde auf der IFA in Berlin das neue zelluläre C - Netz vorgestellt. Es sollte aud der Frequenzfalle herausführen. Man hatte zunächst  200.000 User im Visier. Viele glaubten damals nicht an der Erfolg. Wer soll denn da was kommunzieren?

Doch der Erfolg stellte sich sofort ein. Es gab die Nutzer, die sich massenweise anmeldeten. Schon bald waren die 200.000 User erreicht. Man musste dann zweimal das C-Netz aufbohren - durch Reduzierung der Bandbreite - , um  dem Ansturm gerecht zu werden.
Die Hochzeit erlebte das C-Netz in der Zeit der Wiedervereinigung. Da sich im alten DDR Gebiet kein Telefon anschließen lassen konnte, war man auf das Funknetz angewiesen.
Und so waren auch bald die mehrmals aufgebohrten Frequenzen knapp geworden. Man wartete auf die Einführung des neuen digitalen D-Netzes. Damit  sollte allen geholfen werden, die bis dato leer ausgingen.


Vorbereitungen für den Urlaub

Zu den Sommerthemen gehören die Urlaubsklassiker: "Was muss ich an meinem Auto beachten", was muss ich "an Versicherungen abschließen?", welche "Devisen muss ich besorgen", "wer bewacht mein Haus", "wer leert den Briefkasten?" usw.usw.

Mittlerweile muss man aber weiter denken. Auch Handy und Computer gehören dazu. Auch bei diesen Themen muss man sich Gedanken machen. Es ist zwar toll, dass man Internetcafes am Urlaubsort besuchen kann. Doch aufgepasst: die meisten Computer in diesen Cafes sind schutzlos ans Netz angeschlossen. Warum sollte der Betreiber einen Virenschutz oder eine Firewall installieren, die vielleicht zusätzliches Geld kostet?

So kann es natürlich sein, dass man sich auf dem Stick, auf dem Programme und Bilder gespeichert sind, raffinierte Viren, Würmer oder Malware ablagern können. ZuHause dann kommt das richtige Chaos, weil man sich einen Virus einschleppt.

Vorsicht gehört überall dazu - das darf man nie vergessen. Selbst wenn man sorglos Emails verschickt, so kann es passieren, dass man schlimme Schädlinge mitverschickt.



Wir sprachen im Studio mit Thorsten Urbansky von der Fa. GData Virenschutz.Mit dieser Firma verbindet uns ja eine lange Gemeinsamkeit. Auf der CeBit durften wir unsere Sendungen dort produzieren.
Oftmals werden die alten CeBit - Sendungen aufgerufen, weil dort absolut aktuelle Themen - auch heute noch - gespeichert sind.

Zu den Urlaubswarnungen gehört natürlich auch, dass man sein Handy richtig einsetzt. Viele Urlauber mussten schon richtig schön blechen, wenn sie nach Hause kamen. Zum Glück ist es in diesem Sommer das erste Mal, dass die EU den Providern auf die Finger geklopft hat.

Sie müssen ihre Roaminggebühren herunterschrauben auf 0.58 Euro pro Min. Das ist immer noch viel Geld, wenn man in Deutschland vielleicht sogar von einer Flatrate profitieren kann. Doch einige Provider wollen die EU Richtlinie herauszögern, so dass sie den Sommer noch mitnehmen können. O2 z.B. will erst Ende August so weit sein, dass die Preise der Vorschrift entsprechen. Arcor hat mir heute mit einer SMS mitgeteilt, dass die neuen, günstigen Auslandskonditionen ab dem 1.8. gelten.


Hier sollte man vielleicht einmal Druck machen.


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