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23.04.2016
Biometrischer Ausweis-Automat (Heinz Schmitz)

Die Speed Capture Station bietet die Möglichkeit, biometrischen Daten für Ausweispapiere in Melde- und Ausländerbehörden selbstständig zu erfassen. Das Selbstbedienungs-Terminal verbessert den Service bei der Beantragung von Ausweisen, Pässen, Führerscheinen, Aufenthaltstiteln und weiteren Dokumenten. Gleichzeitig sparen Bürger und Behörden sowohl Zeit als auch Kosten.

Jedes Jahr zur Urlaubs- und Ferienzeit stellen viele Bürger erst relativ kurz vor Reiseantritt fest, dass ihre Personaldokumente abgelaufen sind oder für Kinder noch keine Pässe ausgestellt wurden. Im Bürgerbüro wünschen sie sich nun, dass die Beantragung von Identitätsdokumenten möglichst schnell und effizient geht. Die Speed Biometries GmbH aus Ratingen hat hierfür mit der Speed Capture Station eine innovative Lösung für Bürger und Behörden entwickelt. Mit Hilfe des Ausweis-Automaten können alle notwendigen Schritte zur Beantragung hoheitlicher Identitätsdokumente direkt vor Ort in der Behörde erledigt werden. Der Bürger erfasst seine biometrischen Daten - Gesichtsbild, Unterschrift und Fingerabdrücke - selbst an einer Speed Capture Station. Die Vorlage eines Passfotos entfällt. Dies gilt für den Personalausweis (nPA), den elektronischen Reisepass (ePass) und den EU-Führerschein und im Bereich der Ausländerbehörden für elektronische Aufent­ haltstitel, Reiseausweise, Duldungen sowie Gestattungen.

Inzwischen setzen 40 Kommunen in den zehn Bundesländern Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen über 50 Speed Capture Stations erfolgreich ein. Im März 2016 hat sich die Stadt Neu-Ulm als fünfte Kommune in Bayern für den Kauf des Ausweis­ Automaten entschieden. Die Inbetriebnahme erfolgte noch im selben Monat.

Nach der Implementierung des Datenabrufs in das neue Einwohnerverfahren emeld21 setzen die hessischen Städte Rodgau und Offenbach am Main seit Dezember 2015 bzw. Februar 2016 die Selbstbedienungsterminals ein. Rodgau hat sich für das Setreibermodell entschieden, in Offenbach am Main wurden zwei Stationen gekauft. "Erste Erfahrungen zeigen, dass die selbstständige Bedienung tat­ sächlich kinderleicht ist", erklärt Fachbereichsleiter Holger Neu. "Unsere Erfahrungen sind bisher durchweg positiv", führt auch Martina Merkenich vom Bürgerservice aus.

Die Stadt Göttingen in Niedersachsen nutzt als bundesweite Vorreiterin bereits seit Februar 2012 das Selbstbedienungsterminal: "Die Beantragung geht heute wesentlich schneller. Ein echter Gewinn für Bürger und Behörde", sagt Christian Hampe, Koordinator im Fachdienst Einwohnerangelegenheiten der Stadt Göttingen. ln Göttingen erfassen weit mehr als 50 % aller Antragsteller ihre biometrischen Daten selbst. Aufgrund der positiven Erfahrungen kam im November 2015 eine zweite Speed Capture Station auch für die Ausländerbehörde hinzu.

Die Ausländerbehörde des Oberbergischen Kreises nutzt seit November 2015 eine Speed Capture Station. ln Zusammenarbeit mit dem Kreisordnungsamt Gummersbach wird die Sprachauswahl der Speed Capture Station- insbesondere für Ausländerbehörden- um die Sprachen Albanisch, Arabisch, Farsi und Kurmandschi (Kurdisch) erweitert. Die Benutzerführung ist bereits in den sechs Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch und Türkisch verfügbar. Bei Bedarf können weitere Sprachen folgen.

Mit der Realisierung des Datenabrufs aus KM-Ewo können nun alle wichtigen Einwohnerverfahren mit der Speed Capture Station arbeiten. "Die Anbindungen an MESO bzw. VOIS und OK.EWO werden bereits seit Jahren erfolgreich genutzt", erläutert Stefan Pahmeier, Geschäftsführer der Speed Biomet­ ries GmbH. Der Datenabruf von der Station wird ebenso von diversen Fachverfahren der Fahrerlaubnis­ und Ausländerbehörden unterstützt.

Für den Produkteinsatz bietet die Speed Biometries GmbH unterschiedliche Geschäftsmodelle. So können Kommunen den Ausweis-Automaten entweder kaufen, leasen oder im Rahmen eines Setreibervertrags nutzen. "Unser Setreibermodell ist sehr beliebt", erklärt Geschäftsführer Stefan Pahmeier. "Die Kommune überlässt uns Standfläche und Stromanschluss. Wir betreiben die Speed Capture Station ohne Kosten und Risiko für die Kommune und bieten den Bürgern die Nutzung gegen Zahlung eines günstigen Entgelts an." Ein Mehrfachabruf, z.B. für Personalausweis und Reisepass, ist möglich und in dem nur einmal zu zahlenden Entgelt enthalten. Der Einzug erfolgt erst nach Datenabruf und -übernahme zusammen mit den zu entrichtenden Gebühren durch den jeweiligen Sachbearbeiter.

Siehe auch:
http://www.speed-biometrics.com/referenzen.html
http://www.speed-biometrics.com/speed-capture/einsatzgebiete/fachverfahren.html
http://www.heinz-schmitz.org/index.php/nachrichten-34.html



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