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15.07.2016
Industrie setzt auf 3D Druck (Heinz Schmitz)

Was vor einigen Jahren noch wie Science Fiction klang, ist mit innovativen 3D-Druckverfahren heute schon möglich. Industrieunternehmen sehen ein großes Potenzial für 3D-Druck. Er ermöglicht eine maßgeschneiderte Produktion.

Ein selbst entworfenes Smartphone, Ersatzteile für Flugzeugtriebwerke oder sogar menschliche Organe auf Knopfdruck: Was vor einigen Jahren noch wie Science Fiction klang, ist mit innovativen 3D-Druckverfahren heute schon möglich – und bietet riesige Chancen für die Fertigung und Logistik. Das zeigt eine repräsentative Befragung von 559 Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern, die der Digitalverband Bitkom beauftragt hat. Insgesamt versprechen sich 9 von 10 (89 Prozent) Industrieunternehmen vom 3D-Druck Vorteile für sich. Dabei sehen die Unternehmen den größten Vorteil des 3D-Drucks in der Möglichkeit, „individualisierte Produkte“ herzustellen, zwei Drittel (66 Prozent) nennen diesen Punkt. Fast ebenso viele (63 Prozent) erwarten vom 3D-Druck vor allem eine insgesamt „größere Flexibilität in der Produktion“. Beim 3D-Druck wird das Prinzip der Herstellung von Gütern umgekehrt: Bislang werden Gegenstände vor allem durch das Abtragen von Material geformt, etwa indem ein Stück Metall oder Holz von Maschinen oder Menschen gefräst, geschliffen oder gedrechselt wird. Beim 3D-Druck entstehen dagegen Produkte auf der Grundlage digitaler Baupläne, indem Material schichtweise aufgetragen wird. Bei diesem additiven Verfahren können Gegenstände auch in kleinen Stückzahlen kosteneffizient und schnell hergestellt werden.

Weitere Vorteile dieser Methode sind aus Sicht der Unternehmen die Freiheit im Design (23 Prozent), weniger Vorratslagerung (9 Prozent) und eine Gewichtsreduktion (4 Prozent). „Der 3D-Druck wird die industrielle Produktion von Grund auf revolutionieren, weg von der Herstellung von Massenware, hin zur individuellen Einzelfertigung. Produkte können künftig exakt nach Kundenwunsch hergestellt werden, ob es nun das Bauteil für den Automotor ist, das Architekturmodell oder die medizinische Beinprothese“, sagt Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer. „Die Möglichkeit, prinzipiell an jedem Ort sofort ein Produkt herzustellen, wird zudem Kosten und Aufwand für Lagerung und Logistik deutlich reduzieren, wovon zahlreiche Branchen profitieren.“ So müssten beispielsweise Airlines nicht mehr Ersatzteile permanent an allen angeflogenen Flughäfen bereithalten oder aufwändig beschaffen, sondern könnten diese bei Bedarf einfach ausdrucken.

Schon heute nutzen viele Unternehmen 3D-Drucker in der Prototyp-Entwicklung und vermehrt auch in der Produktion. Aber auch das Potenzial für Privathaushalte ist nach Einschätzung des Bitkom groß. So könnte es in einigen Jahren üblich sein, sich beispielsweise Ersatzteile für Haushaltsgeräte oder sogar Lebensmittel auf der Grundlage eines digitalen Bauplans aus dem Internet auszudrucken.

Siehe auch
https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Flugzeuge-werden-in-Zukunft-gedruckt-zumindest-teilweise.html
https://de.wikipedia.org/wiki/3D-Druck
http://www.heinz-schmitz.org



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