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13.10.2016
Rechtsinformatik für IoT (Heinz Schmitz)

Wenn Stromzähler oder Rollladen im Haus der Zukunft Daten über die Bewohner sammeln: Welche Technologie verhindert, dass Unbefugte mitlauschen? Wie ist die Rechtslage, wenn der Kühlschrank seinen Inhalt selbst einkauft? Solche Fragen erforschen die Wissenschaftler am Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes.

Soll das selbstfahrende Auto seine Insassen oder die Familie am Stau-Ende retten? Mit solchen Fragen, die sich bei intelligenten Geräten und Maschinen, so genannten autonomen Systemen stellen, befasst sich Professor Georg Borges, geschäftsführender Direktor des Instituts für Rechtsinformatik, in seiner Forschung. Die neuen Technologien werfen immer neue Sicherheits- und Rechtsfragen auf: Was ist erlaubt, was nicht? Wie können Daten geschützt werden? Wie Probleme rechtlich und technisch gelöst werden?

Professor Christoph Sorge, IT-Sicherheitsexperte und Inhaber der juris- Stiftungsprofessur für Rechtsinformatik der Saar-Uni, wird seine Forschung zum Datenschutz bei intelligenten Stromzählern vorstellen. Sorge arbeitet an einem Projekt über Stromzähler, die Verbrauchswerte an den Energieversorger übermitteln. Das Verbrauchsverhalten des Kunden wird so transparent, wodurch der Kunde Energie sparen, der Versorger den Bedarf besser vorhersagen kann. Hier forscht Sorge an Schutztechnologien, die verhindern, dass etwa Einbrecher diese Daten nutzen, um auszuspionieren, wann jemand zu Hause ist oder nicht. Das Forschungsprojekt bearbeitet Sorge im Rahmen des „Designetzes – Baukasten Energiewende - Von Einzellösungen zum effizienten System der Zukunft“, eines Zusammenschlusses von Partnern aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen unter Federführung von RWE Deutschland.

Der Chef der saarländischen Staatskanzlei, Staatssekretär Jürgen Lennartz, wird über ein Projekt zur elektronischen Personalakte informieren:
Gemeinsam mit der Staatskanzlei haben die Arbeitsgruppen von Professor Borges und Professor Sorge Lösungen für die Rechtsfragen der digitalen Personalakte erforscht und entwickelt. Die saarländische Staatssekretärin für Justiz, Dr. Anke Morsch, wird über den „Juristen in der digitalen Gesellschaft“ sprechen. Professor Philippe Cossalter wird neue Wege zur Veröffentlichung juristischer Fachliteratur aufzeigen.

Auch Aktuelles aus der Lehre wird vorgestellt: So fällt bei der Jahrestagung der offizielle Startschuss zum Zertifikats-Studium IT-Recht und Rechtsinformatik. Das Studium ist auf zwei Semester angelegt, modular aufgebaut, und wendet sich an Studenten, Referendare und Absolventen der Rechtswissenschaft, aber auch anderer Fachrichtungen. Es richtet sich als berufs- und ausbildungsbegleitende Fortbildung und Spezialisierung auch an die Praxis. „Rechtsfragen im IT-Recht – von Datenschutz, Electronic Banking, elektronischem Rechtsverkehr bis hin zum Urheberrecht – treten mit der gleichen Geschwindigkeit auf, mit der sich die neuen Technologien weiterentwickeln. Entsprechend gesucht sind Experten hierfür“, erklärt Borges. Bereits im Jura-Studium selbst können Saarbrücker Studenten einen Schwerpunkt in IT-Recht und Rechtsinformatik setzen und sich früh hierauf spezialisieren. „Mit den Schwerpunkten IT-Recht, Sicherheit, Datenschutz und Rechtsinformatik deckt das Institut für Rechtsinformatik ein weites Feld an der Schnittstelle von Informationstechnologie und Recht ab, aus rechtlicher, technischer wie auch internationaler Perspektive“, erklärt Georg Borges.

Siehe auch:
http://rechtsinformatik.saarland/
http://www.heinz-schmitz.org



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