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10.01.2017
Parkplatzmangel nervt Stadtbewohner am meisten (Heinz Schmitz)

Verkehr, Lärm, Hektik und eine überforderte Verwaltung sind Stressfaktoren in den Städten. Die große Mehrheit der Bewohner wünscht sich digitale Anwendungen zur Erleiterung des Stadtlebens.

Lange Wartezeiten auf dem Amt und beim Arzt, Staus und fehlende Parkplätze, überfüllte Busse und Bahnen, Lärm und Abgase: Das erleben Stadtbewohner jeden Tag. Eine repräsentative Umfrage unter Einwohnern von Städten im Auftrag des Digitalverbands Bitkom hat ergeben, dass drei von vier Befragten (76 Prozent) den Parkplatzmangel als größten Stressfaktor in ihrer Stadt empfinden. Zwei von drei Städtern (66 Prozent) sehen eine „überforderte Verwaltung“ als großen oder sehr großen Stressfaktor an. 61 Prozent ärgern sich über schlechte Straßen und 55 Prozent über die hohe Luftverschmutzung. 55 Prozent beklagen überfüllte öffentliche Verkehrsmittel oder leiden unter Verkehrslärm (54 Prozent). Jeweils 43 Prozent empfinden Müll und Schmutz sowie die „allgemeine Hektik“ in der Stadt als Stressfaktoren. „Viele Großstädte wachsen seit Jahren und müssen bei knappen Kassen die Verkehrsinfrastruktur, Schulen, die öffentliche Verwaltung oder die medizinische Versorgung modernisieren“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Mit digitalen Technologien lassen sich die Herausforderungen der Städte am besten bewältigen und gleichzeitig die Lebensqualität der Bewohner verbessern.“ Eine breite Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland befürwortet die digitale Stadtentwicklung. 71 Prozent aller Bundesbürger sind der Meinung, dass digitale Technologien eine höhere Lebensqualität in Städten ermöglichen.

Nach den Ergebnissen der Umfrage wünschen sich 91 Prozent der Bundesbürger Parkplatzleitsysteme, die freie Stellplätze individuell auf dem Smartphone zuweisen, 79 Prozent den flächendecken Ausbau kostenfreier WLAN-Netze in Städten und ebenfalls 79 Prozent befürworten ein zentrales Anmeldeportal für Kitas und Schulen, um die Plätze effizienter und gerechter verteilen zu können. 83 Prozent wollen Behördengänge komplett online erledigen und 70 Prozent wünschen sich Online-Systeme, um schneller einen Termin beim Facharzt zu bekommen. „Technisch ist vieles längst umsetzbar, findet aber in deutschen Städten nur vereinzelt und in Form von Insellösungen statt“, sagte Rohleder. Der Bitkom hat deshalb in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) den Wettbewerb „Digitale Stadt“ gestartet. Ziel ist es, eine Stadt in Deutschland mit den neuesten digitalen Anwendungen auszustatten und damit die Herausforderungen vor Ort praktisch anzugehen. Die digitale Modellstadt soll zudem den Verantwortlichen in anderen Städten Entscheidungshilfe bei eigenen Digitalisierungsprojekten geben.

An der Realisierung des Projekts sind neben dem Bitkom und dem DStGB zahlreiche Unternehmen der Digitalwirtschaft beteiligt, die bisher Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe in Aussicht gestellt haben. Bewerben können sich Städte mit rund 100.000 bis 150.000 Einwohnern. Bewerbungsschluss ist der 15. März 2017. Die Gewinnerstadt wird im Juni 2017 beim Nationalen Digitalgipfel bekanntgegeben. Die ersten Anwendungen sollen dann im Jahr 2018 in Betrieb gehen. Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie die Bewerbungsunterlagen sind im Internet bei digitalestadt.org abrufbar.

Siehe auch:
http://www.digitalestadt.org/bitkom/org/Digitale-Stadt/index-2.html
http://www.heinz-schmitz.org




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