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27.01.2017
Optimale Interaktion zwischen Mensch und Auto (Heinz Schmitz)

Autonomes Fahren bietet Potenziale für die Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr – vorausgesetzt Fahrzeug und Fahrer interagieren reibungslos. Forscher wollen dazu adaptive kooperative Assistenzsysteme für automatisierte Fahrzeuge entwickeln und umsetzen.

Autonomes Fahren bietet Potenziale für die Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr – vorausgesetzt Fahrzeug und Fahrer interagieren reibungslos. Unter Koordination des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) will der interdisziplinäre Forschungsverbund „Personalisierte, adaptive kooperative Systeme für automatisierte Fahrzeuge“ (PAKoS) ein Assistenzsystem entwickeln und umsetzen, welches dies sicherstellt. „Wir wollen unsere starke Forschungsexpertise an der Schnittstelle zwischen Informationstechnologie, Mobilität und Mensch in den Projektverbund einbringen“, erklärt Sören Hohmann, Leiter des Instituts für Regelungs- und Steuerungssysteme am KIT. Ziel von PAKoS ist es, erstmals eine individualisierte und personalisierte Kooperation zwischen Auto und Nutzer zu realisieren. Das neue System soll die Fähigkeiten und den aktuellen Zustand des Fahrers erfassen, sich automatisiert daran anpassen und die Fahrzeugkontrolle auf dieser Basis sicher an ihn übergeben und später wieder übernehmen, beispielsweise bei Anwendungsszenarien wie dem Verlassen der Autobahn oder das Fahren in Baustellenbereichen.

Das Assistenzsystem soll zur Beurteilung der Lage zum einen auf Bildaufnahmen aus dem Innenraum des Fahrzeugs zurückgreifen können und die Informationen in Echtzeit zum aktuellen Zustand des Fahrers geben. So kann das System unter anderem erkennen, ob er müde oder aufmerksam ist sowie ob er die Hände am Lenkrad hat. Zum anderen soll ein im Optimalfall portables Profil der Fahrer zur Verfügung stehen, das Aufschluss gibt über das typische Fahrverhalten des Nutzers. In beiden Fällen bleibt die Datenhoheit beim Nutzer.

Eine weitere Herausforderung ist die Entwicklung von Interaktionsschnittstellen für eine zuverlässige multimodale Kommunikation zwischen Fahrzeug und Nutzer über Visualisierung, Haptik und Audiosysteme. „Mit unseren interdisziplinären Forschungen bilden wir eine Brücke zwischen autonomem und manuellem Fahren und sorgen für eine sichere und zwischen Mensch und Maschine geteilte Fahrzeugkontrolle“, betont Dr. Michael Flad, Wissenschaftler am KIT und Koordinator von PAKoS. Die in den einzelnen Teilprojekten entwickelten Komponenten sollen in einen Prototyp integriert werden, der dann im Rahmen einer Nutzerstudie evaluiert werden soll.

Siehe auch:
http://www.mobilitaetssysteme.kit.edu
http://www.heinz-schmitz.org



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