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26.02.2017
Wiederverwendung von IT schont Klima (Heinz Schmitz)

Forscher haben im Rahmen einer Studie die Aufarbeitung von PCs und Notebooks untersucht. Mit positivem Ergebnis: Primärressourcen werden eingespart und der Ausstoß schädlicher Klimagase vermindert.

Die Nutzungsdauer von IT- und Kommunikationsgeräten wie PCs oder Notebooks ist insbesondere im Arbeitsalltag, z. B. durch bestehende Leasingverträge, begrenzt. Nach dem Austausch durch neue Geräte sind die alten Geräte in den meisten Fällen jedoch keineswegs unbrauchbar. Im Gegenteil: Für eine Vielzahl von Aufgaben ist ihre Leistung mehr als ausreichend. Der Umweltdienstleister INTERSOROH kauft gebrauchte Geräte und organisiert sämtliche Schritte auf dem Weg zur Wiederverwendung – von der Abholung über die sichere und zertifizierte Datenlöschung und/oder Datenträgerzerstörung bis zur Endabnahme.

387 Kilogramm Primärressourcen eingespart je wiederverwendetem PC
Forscher von Fraunhofer UMSICHT haben die Aufarbeitung von PCs und Notebooks durch INTERSOROH detailliert untersucht. In einer Studie bestätigen sie den messbaren Beitrag zum Klimaschutz und zur Bewahrung natürlicher Ressourcen. Als Bezugsgröße wurde die Nutzung eines Notebooks bzw. PCs über 7 Jahre gewählt. Es wird angenommen, dass die Altgeräte nach 3,5 Jahren ausgetauscht werden. Die Aufarbeitung der Geräte verlängert die Nutzung um weitere 3,5 Jahre.

Danach spart die einmalige Wiederverwendung eines gängigen Business Notebooks allein 181 Kilogramm Primärressourcen ein. Hierbei berücksichtigt wird auch das tote Gestein, das bei der Gewinnung von Erzen für Metalle oder bei der Erdölförderung als Rohstoff für Kunststoffe anfällt. Zugleich vermindert sich durch die längere Lebensdauer der Ausstoß von schädlichen Klimagasen um 154 Kilogramm. Das entspricht rund 1100 gefahrenen Kilometern eines durchschnittlichen PKWs – einmal die Strecke Berlin-München und zurück. Noch ressourcenschonender ist die Aufbereitung eines PCs. Hier werden durch die verlängerte Lebensdauer 387 Kilogramm Primärressourcen und 229 Kilogramm klimaschädliche Gase eingespart.

»Im Sinne der circular economy ist die Wiederverwendung von Produkten die aus Ressourcensicht beste Möglichkeit, da hier der größtmögliche Wert des Produkts erhalten bleibt. Nach der Wiederverwendung des Geräts kann die zusätzliche Nutzung von Ersatzteilen folgen und dann das Recycling der enthaltenen Wertstoffe«, so Dr. Markus Hiebel aus der Abteilung Nachhaltigkeits- und Ressourcenmanagement bei Fraunhofer UMSICHT. Jan Höschel, Leiter Business Center ReUse INTERSEROH Dienstleistungs GmbH, fügt hinzu: »Durch die längere Lebensdauer der Geräte tragen wir entscheidend dazu bei, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit und Abfallvermeidung auch in der Informationstechnologie Einzug findet.«

Siehe auch:
https://www.umsicht.fraunhofer.de/de/forschung/bereiche/produkte/nachhaltigkeits-ressourcenmanagement.html
http://www.heinz-schmitz.org


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