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SCHLAGZEILEN

11.03.2017
State-of-the-Internet im vierten Quartal 2016 (Heinz Schmitz)

Die weltweite durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit steigt im Vergleich zum vierten Quartal 2015 um 26%. Im vierten Quartal 2016 konnte Deutschland die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit um 13% gegenüber dem Vorjahresquartal auf nunmehr 14,6 Mbit/s steigern. Bei der durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit verbesserte sich Deutschland im weltweiten Vergleich von Platz 26 im dritten Quartal 2016 auf Platz 25 im vierten Quartal

Akamai Technologies, Anbieter von Content-Delivery-Network (CDN)-Services, stellt seinen State-of-the-Internet-Bericht für das vierte Quartal 2016 vor. Über die Akamai Intelligent Platform werden Daten gesammelt, die Einblick in relevante Statistiken zur weltweiten Internetnutzung geben. Der Bericht enthält unter anderem Informationen zu Verbindungsgeschwindigkeiten, Breitbandverbindungen, schwerwiegenden Internetstörungen, zum Status von IPv4-Verbindungen und der Einführung von IPv6. "Die Geschwindigkeit von Internetverbindungen weltweit befindet sich weiterhin im Aufwärtstrend, wobei insbesondere alle Metriken zu den Breitbandverbindungen einen starken jährlichen Zuwachs verzeichnen", erklärt David Belson, Herausgeber des State-of-the-Internet-Berichts. "Als Akamai den Bericht im Jahr 2008 erstmals veröffentlichte, definierten wir,hohe Bandbreiten’ mit ,5 Mbit/s und mehr’ und konnten in diesem Bereich eine Verbreitungsrate von nur 16% ermitteln. Heute liegt die Verbreitungsrate von Breitbandverbindungen mit 15 Mbit/s weltweit bei 25%. Der Aufwärtstrend ist ermutigend, da Unternehmen immer umfangreichere Erlebnisse für ein wachsendes Publikum über das Internet bereitstellen. Dies unterstreicht jedoch die Anforderung an Unternehmen, diese Erlebnisse für die Vielzahl verschiedener Geräte zu optimieren, die ihre Kunden nutzen."

Die wichtigsten Fakten für Europa
Durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeiten: Der Wachstumstrend in den europäischen Ländern hält an.

* Im Vergleich zum vierten Quartal 2015 haben sich die durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeiten in allen untersuchten europäischen Ländern erhöht; lediglich in Russland gab es keine Veränderung zum Vorjahresquartal. In Litauen gab es mit 1,9% den geringsten Zuwachs, während Dänemark mit 29% den größten Anstieg verzeichnete.

* Mit einem starken Zuwachs im Quartalsvergleich von 18% bei der durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit auf 23,6 Mbit/s konnte Norwegen seine Spitzenposition unter den im vierten Quartal 2016 untersuchten europäischen Ländern halten.

* 27 der 31 untersuchten Länder verfügten im vierten Quartal über durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeiten von 10 Mbit/s, im Vergleich zu 26 im vorherigen Quartal.


Einführung von Breitbandverbindungen mit mindestens 25 Mbit/s: Norwegen ist erneut Spitzenreiter

* In den weltweiten Top Ten bei der Verbreitung von Breitbandverbindungen mit mindestens 25 Mbit/s waren sechs europäische Länder vertreten: Norwegen (Platz 2), Schweden (Platz 3), Dänemark (Platz 5), die Schweiz (Platz 6), Finnland (Platz 8) und Lettland (Platz 10). Dänemark (79%), die Schweiz (75%) und Norwegen (62%) konnten im Jahresvergleich einen beeindruckenden Zuwachs verzeichnen.

* Norwegen hielt unter den europäischen Ländern mit 54% die Führungsposition bei der Verbreitung von Breitbandverbindungen mit 15 Mbit/s. Zweitplatzierter wurde die Schweiz. In sieben anderen Ländern (Schweden, Dänemark, Niederlande, Finnland, Rumänien, Lettland und Belgien) erreichten mindestens 40% der eindeutigen IPv4-Adressen durchschnittliche Geschwindigkeiten von mehr als 15 Mbit/s.

* Mit einer Verbreitung von 73% konnte die Schweiz ihre Spitzenposition unter den untersuchten europäischen Ländern bei der Einführung von 10-Mbit/s-Verbindungen zurückgewinnen und übertraf dabei den Spitzenreiter des letzten Quartals: die Niederlande. Alle 31 untersuchten europäischen Länder verzeichneten im vierten Quartal Zuwächse, wobei Kroatien die Verbreitungsrate für 10-Mbit/s-Verbindungen im Jahresvergleich mehr als verdoppeln konnte (146%).

IPv4 und IPv6:
Belgien belegt weiterhin Platz eins bei der IPv6-Einführung.

* Im vierten Quartal 2016 waren fast 807 Millionen eindeutige IPv4-Adressen mit der Akamai Intelligent Platform verbunden, was einen Rückgang von 0,4% im Vergleich zum vierten Quartal 2015 bedeutet.

* Mit 6,4 Millionen zugeordneten Adressen im Gegensatz zu 16 Millionen im dritten Quartal fanden im vierten Quartal deutlich weniger IPv4-Zuordnungen statt.

* Belgien konnte seine deutliche weltweite Führungsposition bei der IPv6-Einführung mit einem Anstieg von 20% gegenüber dem dritten Quartal 2016 halten. 47% seiner Dual-Stack-Inhaltsanfragen an Akamai erfolgten über IPv6.

* Festnetz- und Mobilfunkanbieter waren nach wie vor für den Großteil der IPv6-Anfragen verantwortlich. In Europa lagen TELENET (Belgien), Kabel Deutschland und Sky Broadband (Großbritannien) vorne, da 65%, 53% und 50% ihrer Dual-Stack-Inhaltsanfragen in den jeweiligen Ländern über IPv6 erfolgten.

Mobile Verbindungen:
Großbritannien verzeichnet weltweit höchste Durchschnittsgeschwindigkeit bei Mobilfunkverbindungen.

* Im vierten Quartal 2016 wies Großbritannien mit 26,8 Mbit/s erneut die schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit bei Mobilfunkverbindungen auf.

* Von den untersuchten Ländern und Regionen in Europa verfügten 19 bei Mobilfunkverbindungen über eine Verbindungsgeschwindigkeit von 10 Mbit/s oder mehr – im Vergleich zu 16 im dritten Quartal 2016.


Ankündigungen im vierten Quartal 2016 lassen auf einen weiterhin positiven Trend bei Breitbandeinführung und -geschwindigkeit schließen

* Die Europäische Kommission hat einen Europäischen Breitbandfonds (Connecting Europe Broadband Fund, CEBF) über 500 Millionen Euro angekündigt, mit dem die EU das Ziel erreichen will, bis 2025 allen Privathaushalten 100 Mbit/s und allen Unternehmen 1 Gbit/s bieten zu können.

* Schweden hat seine Ziele bezüglich Breitbandgeschwindigkeit dahingehend erhöht, dass 98% der Bevölkerung bis 2025 mit Gigabit-Leitungen ausgestattet werden sollen.

* Die deutsche Regierung kündigte einen Vier-Phasen-Plan an, nach dem bis 2025 eine Gigabit-Infrastruktur aufgebaut werden soll. Phase 1 sieht eine generelle Abdeckung von 50 Mbit/s bis 2018 vor.

* Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom legte einen Vorschlag vor, mit dem die Universaldienstverpflichtung der Regierung erreicht werden soll, 10-Mbit/s-Verbindungen bis 2020 zu ermöglichen.


Die Highlights aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
* Im vierten Quartal 2016 erreichte Deutschland eine durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit von 14,6 Mbit/s; das entspricht einer Steigerung von 13% gegenüber dem Vorjahresquartal. Im weltweiten Vergleich konnte die Bundesrepublik leicht auf Platz 25 zulegen; im dritten Quartal 2016 belegte man noch Platz 26. Auch innerhalb von Europa kletterte Deutschland von Platz 17 im dritten Quartal 2016 auf Platz 15.

* Mit einer durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit von 21,2 Mbit/s und einem Jahresplus von 27% belegte die Schweiz auch im vierten Quartal 2016 unter den Ländern der DACH-Region wieder den ersten Platz. In Europa bedeutete das Rang drei, weltweit Rang fünf. Österreich kam im vierten Quartal 2016 auf eine durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit von 13,9 Mbit/s, was einer jährlichen Zunahme von 13% entspricht. In der DACH-Region lag Österreich damit auf Platz drei, in Europa auf Platz 19 und im weltweiten Ranking auf Platz 30.

* Der Anteil der Breitbandverbindungen mit mehr als 10 Mbit/s machte in Deutschland im vierten Quartal 2016 genau 50% aller Internetverbindungen aus; im Vergleich zum Vorjahr legte er damit um 16% zu. Weltweit lag die Bundesrepublik mit diesem Wert auf Rang 30 und in Europa auf Platz 18. Die Schweiz brachte es im vierten Quartal 2016 auf eine Rate von 73%; das bedeutet einen Anstieg um 18% gegenüber dem Vorjahresquartal. Weltweit belegte die Eidgenossenschaft damit den zweiten und in Europa den ersten Platz. In Österreich lag der Anteil der Breitbandverbindungen mit mehr als 10 Mbit/s bei 45% und damit um 19% höher als noch im Vorjahr. Das entsprach Platz 35 im weltweiten und Platz 21 im Europa-Ranking.

* Bei den Breitbandverbindungen mit mehr als 15 Mbit/s brachte es die Schweiz auf einen Anteil von 54% bei einer Steigerung um 43% gegenüber dem Vorjahresquartal. Weltweit bedeutete das Platz drei und in Europa Platz zwei nach Norwegen. Deutschland erzielte einen Anteil von 30% – eine Steigerung um 34% gegenüber dem Vorjahresquartal. Auch Österreich konnte sich im vierten Quartal 2016 verbessern. Dort stieg der Anteil der Breitbandverbindungen mit über 15 Mbit/s im Vergleich zum Vorjahr um 33% und lag damit bei 25%.

Siehe auch:
https://www.akamai.com/de
https://www.akamai.com/de/de/solutions/why-akamai/choosing-the-right-content-delivery-network.jsp
https://content.akamai.com/pg8235-q4-2016-soti-connectivity-report-pr.html

https://www.akamai.com/de/de/solutions/intelligent-platform/index.jsp
https://www.akamai.com/us/en/our-thinking/state-of-the-internet-report/global-state-of-the-internet-connectivity-reports.jsp
https://itunes.apple.com/de/app/akamais-state-of-the-internet/id800491468?mt=8
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.akamai.soti
https://community.akamai.com/community/state-of-the-internet
http://akamai.me/sotimetrics
https://www.akamai.com/de/de/solutions/intelligent-platform/
http://www.heinz-schmitz.org


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