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21.11.2017
Hacker killen belgische Regierungswebsites (Heinz Schmitz)

Pro-türkische Hacktivisten legen belgische Regierungswebsites lahm. Experten gehen mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die Gruppe ANT, auch bekannt für frühere Cyber-Attacken in den Niederlanden und Dänemark, dafür verantwortlich ist.

Der Anbieter von Cybersicherheitslösungen FireEye veröffentlicht neue Informationen zu zwei belgischen Regierungswebsites, die von pro-türkischen Hacktivisten lahmgelegt wurden. Die Experten gehen mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die Gruppe Aslan Neferler Tim (ANT), auch bekannt für frühere Cyber-Attacken in den Niederlanden und Dänemark, dafür verantwortlich ist. Am 28. Oktober wurden Distributed Denial-of-Service (DDoS)-Attacken gegen die Website des belgischen Verteidigungsministeriums (mil.be) und am 31. Oktober gegen die Website der Stadt Antwerpen (antwerpen.be) gestartet. Beide Websites waren nach den Angriffen für mehrere Stunden nicht erreichbar.

Die Analysten gehen davon aus, dass der Angriff vermutlich eine Reaktion auf die jüngsten Unruhen vom 27. bis 29. Oktober in Antwerpen war. Diese waren ausgebrochen, nachdem ein Bus von Unterstützern der Kurdischen Arbeiterpartei PKK, der Berichten zufolge von der Antwerpener Polizei begleitet wurde, durch ein überwiegend türkisch geprägtes Stadtviertel fuhr und Unruhen unter den Bewohnern auslöste – aufgrund der Spannungen und dem anhaltenden bewaffneten Konflikt zwischen der Türkei und der PKK. ANT hatte nach den Unruhen über Facebook die Verantwortung für die DDoS-Attacken für sich reklamiert und der belgischen Regierung vorgeworfen, die PKK zu unterstützen.

John Hultquist, Director of Cyber Intelligence Analysis bei FireEye, fügt hinzu: „Dieser Angriff entspricht dem Verhaltensmuster von ANT, das wir in der Vergangenheit bereits beobachten konnten, sowohl was die Techniken als auch die Zielauswahl anbelangt. Es scheint der erste Angriff der Gruppe auf Belgien gewesen zu sein. Angesichts der Art und Weise, wie andere europäische Behörden ins Visier genommen wurden, nachdem sie sich mutmaßlich einen Affront gegen den türkischen Nationalismus geleistet haben, ist das nicht verwunderlich. DDoS-Angriffe wie diese können leicht als Bagatelle abgetan werden, aber sie gehen oft komplexeren Aktionen voraus wie beispielsweise gezieltem Datendiebstahl oder destruktiven Angriffen.“

Siehe auch:
http://www.fireeye.de/
http://uk.reuters.com/article/uk-cyber-turkey/twitter-accounts-hijacked-with-nazi-hashtags-in-turkish-idUKKBN16M11L
http://cphpost.dk/news/turkish-hackers-want-apology-for-stojbergs-mohammed-cartoon-post.html
http://www.heinz-schmitz.org



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