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19.01.2018
Wissenschaftsliteratur per App für Zwischendurch (Heinz Schmitz)

Das Projekt DREAM für einen Einfachen, kostenfreien Zugang zu Wissenschaftspublikationen per App. Ein Teaser erleichtert Zusammenstellen von persönlichen Publikationsfeeds.

Wer sich, ob aus beruflichen Gründen oder privatem Interesse, über aktuelle Forschung auf dem Laufenden halten will, hat es nicht leicht. In einer Zeit, in der Open-Source-Anwendungen in vielen Bereichen bereits Alltag sind, lassen sich wissenschaftliche Veröffentlichungen oder Abschlussberichte von Forschungsprojekten oftmals gar nicht oder nur über kostenpflichtige Portale abrufen. Daran will das FZI Forschungszentrum Informatik gemeinsam mit dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) etwas ändern: In dem Projekt Digital REseArch Mining (DREAM) arbeiten Wissenschaftler der beiden Einrichtungen an der Entwicklung einer Open-Access-Plattform, über die wissenschaftliche Texte kostenfrei abgerufen werden können.

Im Fokus der Projektarbeit steht die Entwicklung eines Prototypen als Webplattform und App, auf der Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse kostenfrei bewerben und zur Verfügung stellen können. Kurze, von den Autoren verfasste Teaser sollen einen Vorgeschmack auf die jeweilige Veröffentlichung geben und zum Weiterlesen einladen. Nutzer der Anwendung werden die Möglichkeit haben, Interessenschwerpunkte festzulegen. „Dadurch können wir die Abonnenten mit thematisch passenden Inhalten versorgen.“, so Projektleiterin Judith Junker von der Berliner Außenstelle des FZI. Nach einem „Wisch-Prinzip“, bekannt aus verschiedenen Apps, kann der Nutzer interessante und uninteressante Inhalte kategorisieren. Gelesene Texte soll der Anwender in einem Bewertungssystem beurteilen und kommentieren können.

Während das HIIG für die sozio-ökonomische Betrachtung von Open-Access- Publikationen zuständig ist und als Schnittstelle zu den Autoren fungiert, verantwortet das FZI die technische Entwicklung. „Neben der Entwicklung der Plattform an sich steht beim FZI die Benutzerfreundlichkeit des Angebots im Fokus“, erklärt Junkers. Diese soll in einer nutzerzentrierten Evaluierung analysiert und optimiert werden. Um von bisherigen Erfahrungen mit Open-Access-Angeboten lernen zu können, richten die Projektpartner mehrere Workshops aus. In diesen definieren sie gemeinsam mit einem Expertengremium, dem Vertreter wissenschaftlicher Verlage angehören werden, die Ansprüche an eine einfach zugängliche Plattform für Wissenschaftsliteratur.

Siehe auch:
http://www.fzi.de/
http://www.hiig.de/
http://www.heinz-schmitz.org



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