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TV-SENDUNGEN

18.10.2012
Folge 93

App-Entwicklung mit PhoneGap

In der Sendung hatten wir Andre Jay Meissner von der Firma Adobe zu Gast, der einen viel zu kurzen Einblick in die Entwicklung von Apps für Smartphones und Tablets gewährte. Bedenkt man, dass alleine auf Facebook täglich von 7000 verschiedenen Typen mobiler Geräte zugegriffen wird, wird klar, wie komplex die Entwicklung der Programme werden kann, will man auf mehr als nur einer Plattform vertreten sein. Immerhin sind bereits sieben unterschiedliche mobile Betriebssysteme mit wesentlichem Marktanteil im Einsatz. Dann noch die unterschiedlichen Versionen, Bedienungen, abweichende Auflösungen und Gerätefunktionen etc.

Um Apps für diesen Gerätewildwuchs zu entwickeln gibt es drei grundsätzliche Methoden. Zum einen die native Entwicklung, die mit den Software Developer Kits der unterschiedlichen Hersteller für jedes mobile Betriebssystem neu erstellt werden muss. Hier ist sicherlich das volle Potential des Smartphones oder Tablets nutzbar, dennoch müssen die Programme für jeden Gerätetyp angepasst werden. Dann die Entwicklung als Webseite die im Browser des mobilen Geräts angezeigt wird. Die Entwicklung kann mit normalen Webtools, wie Dreamweaver erfolgen. Allerdings sind der Interaktion mit Gerätefeatures wie Vibration oder Adressbuch die Sandbox-Schranken des mobilen Browsers gesetzt.


Umgeben von „mobiler Intelligenz“: Andre Jay Meissner an seinem Arbeitsplatz

Die Dritte Möglichkeit sind Hybrid-Apps, die Andre Jay Meissner am Beispiel von  „GeeksNearby“ zeigte. Der Programmcode hierzu steht im Internet bereit: https://github.com/pwalczyszyn/GeeksNearby-www. Auch hier erfolgt die Entwicklung auf Basis von Webstandards wie HTML, CSS und JavaScript, allerdings sind in dem HTML-Gerüst Scripte des PhoneGap Baukastens eingebunden (http://phonegap.com/), die für die Interaktion mit den nativen Gerätefeatures sorgen. Hat man die SDK’s für die mobilen Betriebssysteme, die man mit der App bedienen will, kann man nun die manuelle Erstellung der App lokal auf seinem Rechner durchführen. Oder man nutzt PhoneGap Build (http://build.phonegap.com), ein Dienst von Adobe der in der Cloud den Programmcode in Apps für die unterschiedlichen mobilen Betriebssysteme (http://phonegap.com/about/feature) übersetzt.

Das zentrale Entwicklungstool Dreamweaver CS6 ist als Einzelprodukt verfügbar oder in der Creative Suite 6 Design & Web Premium enthalten. Alternativ sind die Programme auch zur Miete über die Creative Cloud erhältlich.


Andre Jay Meissner hat uns eine Liste der wichtigen Links zusammengestellt:
• Das Angebot von Adobe aus dem Web & Mobile-Bereich:
http://html.adobe.com/
• PhoneGap:
http://phonegap.com/
• Unterstützte Plattformen und Gerätefeatures:  
http://phonegap.com/about/feature
• Service zum "bauen" der Apps in der Cloud, integriert in Dreamweaver CS6 aber auch eigenständig nutzbar:
http://build.phonegap.com
• Quellen der verwendeten Beispielapp "GeeksNearby": https://github.com/pwalczyszyn/GeeksNearby-www
• Ein Artikel zu den verschieden Möglichkeiten Apps zu entwickeln - Native- vs. Hybrid- vs. Web-App:
http://blog.fonda.at/2012/03/nativ-hybrid-web-app-oder-darf-es-eine-mobile-website-sein/
Andre Jay Meissner's Blog:
http://klick-ass.com


Software für Schlagzeuger

Von Heinz Schmitz

Ganz ohne Musik geht es nicht. In dieser Folge habe ich etwas für Schlagzeuger gefunden. Drummer haben ja den Nachteil, dass Sie immer einen Band zur Begleitung benötigen. Bei normalen Musikstücken, ist das Schlagzeug ja schon mit im Arrangement. Schöner wäre es doch, wenn man seine eigenen Vorstellungen verwirklichen könnte und sogar analysiert bekäme, wie Einfallsreich und genau man ist. Hierfür hat Roland einen kostenlosen Service im Netz, der genau das bietet. V-Drums (http://www.roland.com/FriendJam/V-Drums/). Es ist ein interaktives Tool für elektronische Schlagzeuge.

Über Midi wird das (Roland-)Schlagzeug mit dem PC oder Mac verbunden. Über die Webseite lädt man kostenlos eine Software. Nach deren Installation koppelt das Schlagzeug und Rechner. Man wählt im ersten Schritt sein Schlagzeug aus. Im Studio hatten wir das appartementtaugliche Roland HD-1 angeschlossen. Aus eine Bibliothek, die über das Internet zur Verfügung gestellt wird, selektiert man aus den verschiedensten Musikrichtungen das Stück, das man über will. Bedient wird das Programm dabei direkt über das Schlagzeug.


Während des Trommelns wird auf dem Bildschirm angezeigt, wie stark man welches Pad anschlägt. (Foto: Roland)

Während des Musikstücks analysier das Programm die Fähigkeit des Drummers und nach Abschluss zeigt ein Diagramm wie gut man sich geschlagen hat. Man erhält Punkt und zu guter Letzt kommt eine Hitliste aller Teilnehmer weltweit. Über seinen Twitter-Account kann man, wenn man will sich in der Datenbank eintragen und immer wieder auf seine Ergebnisse und Rankings in der Vergangenheit zurückgreifen. Andernfalls ist man einfach Gast.

Das Programm ist eigentlich für Roland V.-Drums entwickelt worden. Aber ich war Neugierig und so habe ich auch meine „Kiste“ angeschlossen. Diese „Kiste“ ist ein rollbarer 19“ Schrank in dem die Technik für die Auftritte mit der Kölsch-Band (http://www.koelsch-band.de/) untergebracht ist. Bei dieser Musik stellt sich ein Problem: der Auf- und Abbau. In einem laufenden Programm, wie zum Beispiel einer Karnevalssitzung, muss die komplette Band in zwei Minuten fertig aufgebaut sein. Dazu kommt, dass wir die unterschiedlichsten Musikrichtungen in Mundart präsentieren. Dabei spiele ich dann Schlagzeug, Mandoline Gitarre und habe noch ein Mikrofon. Die Mandoline wird über ein Kontaktmikro abgenommen und hängt an dem Rollcontainer. Am Mikrofonständer hängt die Line 6 JTV-59 Gitarre. Eingebaut als Schlagzeug ist, auf einem Auszug, das flexible und kompakte Yamaha DTX-Mult12 (http://de.yamaha.com/de/products/music-production/tone-generators/dtx-multi12/). Es hat 12 Schlagflächen und  passt trotzdem in den 19“ Schrank.


Das kompakte Yamaha DTX 12 Multi passt trotz 12 Pads in den 19“ Container. (Foto: Yamaha)

Im Container ist zu dem ein Yamaha MW8CX-Mischpult (http://de.yamaha.com/de/products/music-production/interfaces/mw/mw8cx/) eingebaut. An das 8-Kanal-Pult mit Effekten und USB-Anschluss sind Mikrofon, Mandoline, Gitarre und natürlich Schlagzeug angeschlossen. Zum zentralen Mischer geht dann nur noch ein Kabel. Sobald die „Kiste“ auf der Bühne steht, wird sie auf Position gerollt, Strom und Kabel zum zentralen Mischpult und der Auftritt kann starten.


An das Yamaha MW8CX Mischpult werden alle Instrumente angeschlossen, die ich für Auftritte benötige. (Foto: Yamaha)

Das Yamaha Schlagzeug hat  selbstverständlich einen MIDI Ausgang den habe ich an den Rechner angeschlossen und einige der gespeicherten Drum Kits waren sofort kompatibel mit der Roland V-Drum Jam Fried Software. Bei anderen Kits muss man gegebenenfalls die Midi-Noten so anpassen, dass die Software sie versteht. So sollte es, zumindest mit etwas MIDI-Erfahrung, möglich sein mit allen elektronischen Schlagzeugen mit Midi-Ausgang, die V-Drum Jam Friend Software als Übungspartner zu nutzen.


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