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16.05.2013
Folge 108

Raspberry PI – ein erster Eindruck

Heinz Schmitz

Die Raspberry Foundation hat dem Raspberry PI (http://www.raspiprojekt.de/) einen kleinen Rechner auf den Markt geworfen, der wegen seines Preises ungeheuer attraktiv ist. Für unter 50 Euro bekommt man den großen Bruder, dem Modell B, einen vollständigen Rechner. Das kleinere Modell A, mit nur einem USB-Port und weniger Speicher ist schon für unter 40 Euro zu haben. Die kleinen Rechner sind zwar nicht sehr leistungsstark, aber haben alles, was man zum Experimentieren oder einfache Steuerungen benötigt. Zum Beispiel hat der Internetgigant Google 15.000 Raspberrys an Schulen im Groß Britannien verschenkt um Schülern die Ausbildung an Rechnern zu ermöglichen.


Kaum größer als eine Scheckkarte, der Raspberry PI Modell B (Foto: Raspberry Pi Projekte)

Herzstück ist ein  Broadcom BCM2835 System on a Chip Prozessor mit ARM-Architektur. Der Single-Core Prozessor  wird mit 700 MHz getaktet. Das Model A hat 256 Mbyte Speicher und das Model B 512 Mbyte. Neben der Schnittstelle für SD-Karten hat das Model A einen USB-Port. Das Model B hat 2 USB-Ports und eine Ethernet-Schnittstelle. (http://de.wikipedia.org/wiki/Raspberry_Pi). Der Monitor wird über FBAs oder, wie in unserem Fall HDMI angeschlossen.

Um den Rechner in Betrieb zu nehmen kann man aus dem Raspberry Center (http://raspberrycenter.de/) Wheezy, eine Version des Debian Linux herunterladen, das Image auf eine SD-Karte schreiben und schon bootet der Raspberry. Das Image kann man in der Linux-Welt mit dd und in der Windows-Welt zum Beispiel mit dem  USB Image Tool von Alexander Beug (http://raspberrycenter.de/handbuch/images-aufspielen-sichern-usb-image-tool)  oder dem Win32DiskManager (http://sourceforge.net/projects/win32diskimager/) auf die SD-Karte spielen.

Ich habe dann noch ein USB-Hub für Tastatur und Maus und einen einfachen WLAN-Stick eingesteckt. So konnten wir im Studio den Rechner problemlos mit unseren CC2-Netz WLAN verbinden und hatten Zugriff aufs Internet. Auf der RaspberryCenter-Seite neben dem Betriebssystem auch Handbuch und Schaltung kostenfrei zu laden. Auch eine Liste von laufenden Projekten und FAQs sind hier zu finden. Auch auf der englischen Seite der Foundation (http://www.raspberrypi.org/) werden Raspberry Projekte vorgestellt.

Thomas Hagen, ein Kollege von mir, setzt den Raspberry als Zentrale seiner Haussteuerung und Hausüberwachung ein. Dazu hat der 433 MHz Sende- und Empfangsmodule (http://www.raspiprojekt.de/21-blog/43-433-mhz-empfaenger.html) angeschlossen und über die Open Source Software Domoticz (http://www.domoticz.com/) liest er seine Sensoren aus, steuert das Licht, überwacht Temperaturen an verschiedenen Stellen im Haus und zeichnet Wind, Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf. Die Sensoren und Aktoren sind über das Funkmodul zu erreichen und liefern die Informationen an die Steuersoftware Domotivcz.

Der Raspberry PI wird uns wahrscheinlich in Zukunft noch öfter begegnen. Obwohl er nicht sehr schnell ist, ist es ein interessantes Projekt und um den kleinen Rechenzwerg bildet sich gerade eine eigenen Community, die Lösungen entwickelt und alles in Netz stellt.


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