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TV-SENDUNGEN

18.09.2008
Folge 23

Das Internet der Dinge - eine Riesenherausforderung

Heute sprachen wir in der Sendung ein großes Zukunftsthema: Logistik. Mit dem Internet der Dinge will man ein Abbild des normalen Internets schaffen - jedoch für logistische Zwecke. Die "Dinge" können zum Beispiel Pakete sein. Der sichere, schnell und ökonomische Transport der Waren ist eine technische Herausforderung. In den letzten Jahren wuchs das Transportaufkommen pro Jahr um ca. 100 Millionen Pakete, die durch eShop, Ebay und andere Internetaktionen aufgebracht wurden. Das bedeutet auch ganz neu Strukturen zu entwickeln, um die Flut zu bewältigen.


Internet der Dinge, eine Lesestation für Pakete mit RFID

Die Idee, die hinter dem neuen Logistikansatz steht, ist analog zur Email beim normalen Internet zu sehen. So wie der Versand einer Email durchaus mehrere Wege gehen kann, um hin terher wieder zusammengefügt zu werden, so kann man sich vorstellen, dass auch Pakte recht chaotisch ihren Weg zum Empfänger nehmen können. Stellen wir uns vor: 2000 Pakete mit dem Inhalt "Kaffee" gehen an einen Empfänger. Es kann nun durchaus sein, dass 200 Pakete von Hamburg über Köln nach München geschickt werden, 400 über Nürnberg zum selben Ziel, je nach Vorhandensein der Transportkapazitäten. All dies kann nur noch ein oder besser: mehrere Computer bewältigen.


Prof. Michael ten Hompel, IML Dortmund

Das Fraunhofer Institut IML, Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund, wird von unserem Studiogast Prof. Michael ten Hompel geleitet. Es ist in Deutschland oder besser: europaweit tonangebend in der Logistik. Als neueste Forschungsidee wird ein Logistikcluster Ruhr entstehen. Diesem Cluster sind jetzt schon 100e Firmen des Ruhrgebiets beigetreten. Hier soll in einem übergreifenden Projekt die Zukunft geprobt werden.
Vor allem hat man auch ein Ziel vor Augen: Untersuchungen ergaben, das 1/3 aller LKW's auf der Autobahn ohne Fracht, also "leer" fahren. Sie löschen ihre Ladung am Ziel und kommen ohne neue Fracht zurück zum Heimatstandort. Das ist natürlich eiene Vergeudung von wertvollen Ressourcen. Hier muss in Zukunft im Verbund die Ladungen ausgewogener verteilt werden. Ein neuer Begriff kommt ins Spiel: das Internet der Dienste.

Für alle jungen Leute öffnet sich mit der Logistik ein neues Riesenbetätigungsfeld.


AT-Mega Projekt : Mit der Infrarotkamera den Hotspots auf der Spur

Dieses ist die Rudolph'sche Abteilung. Da kann ich wenig zu beitragen. Ich habe schon in unserem AT-Mega Bereich nachgesehen; doch dort gehen die Beschreibungen nur bis zum August. Eine Sempterausgabe wird EWolfgang wahrscheinlich bald einstellen.


Die Wii Remote als Bauteillieferant

Ich konnte mir heute, zusammen mit unserem Studiogast Prof. ten Hompel, das AT-Mega Projekt anschauen. Es war schon sehr frappierend, wie man heutzutage neue Elektronik einsetzen kann. Dass gerade in einem Spielzeuggerät die subtilste Elektronik eingebaut ist, verwundert schon. In der Wii Remote gibt es eine Infratkamera, die auf Wärmepunkte, Hotspots, reagiert. Wer eine solche Fernbedienung "schlachtet", der kann mit dem Sensor eine Menge anfangen. Er kann Gegenstände mit verschiedener Temperatur verfolgen. Eine Elektronik auf der Suche nach "Hotspots".
Prof. ten Hompel erinnerte an eine Installation für die CeBit, die vor wenigen Jahren von seinem Institut gezeigt wurde. Mit 128 IR Kameras, die an der Decke aufgehängt waren, wollte man Bewegungsabläufe demonstrieren. Mit den neuen Chips wäre wahrscheinlich aus dem Millionenprojekt ein "einige tausend Euro" teures Projekt geworden.


Back packt aus: diesmal einen Taschenbeamer

Die Abbildung im Conrad Katalog elektrisierte mich. Ein Beamer für die Hosentasche mit Akkubetrieb. Ich dachte, da hätte jemand die Welt auf den Kopf gestellt. Ein normaler Beamer zeichnet sich ja gerade durch eine äußerst lichthelle Glühlampe aus, die sich oft im 1000 Watt Bereich befindet. 1000 Watt mit Akku erzeugen zu wollen, erschien mir illusorisch: "Einschalten, ausschalten, Akku leer!"
Klar, anstatt der traditionellen Glühlampe dient jetzt eine Hochleistungs LED als Lichtausbeute. Die neuartigen LED's, die ja mittlerweile sogar als Fahrlicht im Auto eingesetzt werden, haben fantastische Eigenschaften. Doch sollte die Lichtausbeute wirklich reichen, um eine Beamershow mit entsprechender Helligkeit zu ermöglichen?
Ehrlich gesagt: ich war sehr skeptisch und eine Zahl in den Technischen Daten gab mir Recht: 10 Lumen bringt der Beamer auf die Beine. Ich erinnere mich an die normalen Beamer, die so ab 1000 Lumen aufwärts angeboten werden. 10 Lumen dürfte also recht "spärlich in der Lichtausbeute" ausfallen.
Dennoch: der Spieltrieb in mir wurde geweckt. Wie fühlt sich so ein Beamer an, welche Möglichkeiten eröffnen sich mit so einem mobilen Teil?
Ich bestellte ein Presseexemplar bei Conrad. Später entdeckte ich auch bei Pearl auf der Titelseite einen
Taschenbeamer, der über 100 Euro billiger zu haben war. Statt 299.- Euro bei Conrad "nur" 169 Euro bei Pearl. Also: auch bestellen.
Schon am nächsten Morgen wurde ich von Pearl angerufen, dass man den Beamer im nächsten Katalog nicht mehr führen wird. Grund gab es keinen, aber für eine TV Sendung schied das Teil dann aus.
Als das Conrad Paket ankam, ging das Auspacken recht fix. Den Rest sehen Sie ja in der Sendung.


Gibt sich als professionelles Gerät, der Taschenbeamer von Aiptek

Ich hätte mir gerne eine Anwendung gewünscht, um den Beamer einmal einzusetzen. Die Dame in dem Bild scheint von der Deckenprojektion begeistert zu sein. Wenn man mit dem Taschenbeamer die Frauen einfach um den Finger wickeln könnte, wäre es eine ideale Anwendung. Die Anmache könnte lauten: "Komm mit mir nach Hause, ich zeige Dir meinen AIPTEC".



Doch leider wird die Dame, bei der gebotenen Qualität, schnell die Diashow verlassen.


http://www.conrad.de


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