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TV-SENDUNGEN

18.12.2008
Folge 26

OpenSource für 3-D und Animation

Viele Open Source Programme haben eine Qualität erreicht, die den Vergleich mit kommerziellen Programmen nicht scheuen muss. Durch die enorm gestiegenen Rechnerleistung brauchen auch Einsteiger sich nicht vor dreidimensionalen Projekten zu fürchten. Einige Beispiele aus der Open Source Szene zur Erstellung eines Models des menschlichen Körpers, zum einbinden von 3-D Modellen in Bilder und zur Erstellung von Animationen sind mit kostenfreien Open Source Programmen möglich.

MakeHuman 0.9.1 RC1
Erstellt 3D-Modelle eines menschlichen Körpers
(http://makehuman.softonic.de/)

MakeHuman erhebt den Anwender in den Stand eines Künstlers. Nur ein paar Mausklicks und es entsteht ein 3D-Modell eines menschlichen Körpers. Über die Menüleiste gelangt man zu den Einstellungen. Durch die Änderung der  "Character Settings" Gewicht, Muskeln, Alter, Größe wird die Erscheinungsweise des Models festgelegt. In den "Body details" werden die Maße und unter Poses die Position bestimmter Körperpartien wie Rumpf, Schulter, Finger etc. angepasst. Mit dem Mausrad zoomen wird das Objekt gezoomt, mit der linken Maustaste wird es gedreht und mit der rechten verschoben.

Die Schöpfung kann als TIF-Bild gerendert oder als Wavefront OBJ-Format bzw. als Collada DAE-Datei exportiert werden. Letzteres ist ein XML basiertes Format, das 3D-Programmen den einfachen und verlustfreien Austausch digitaler Inhalte ermöglicht.

Für das Rendern zu einem TIF-Bild muss der ebenfalls freie 3D-Renderer Aqsis 1.2 (http://aqsis.org/) installiert werden. Die gerenderten TIF-Bilder werden im Ordner \Eigene Dateien\makehuman\rendering abgelegt. Das Programm ist in Englisch verfügbar und läuft leider nur unter Windows. Es handelt sich allerdings noch nicht um die finale Version sondern um eine Vorabversion.

Gimp 2.6.2
Bearbeiten und manipulieren von Bildern
(http://www.gimp.org/)

DER Photoshop-Klon. Gimp wurde von Linux nach Windows portiert und ist ein Bildbearbeitungsprogramm mit unzähligen Funktionen! Hier nur eine kleine Auswahl dessen, was Gimp zu bieten hat: Ebenenverwaltung, Funktionen für Retusche, Kontrastkorrektur, Gradationskurve, Histogramm-Korrektur, Farbton-Verschiebung, effektvolle Filter, eine Screenshotfunktion u.v.m. Die Menü-Bedienung mag anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sein. Im Bearbeitungsfenster haben Sie über das Kontextmenü (rechte Maustaste) schnellen Zugriff auf die Gimp-Funktionen.

Gimp läuft sowohl unter Windows wie auch unter Linux

Blender3D 2.48a
Modellieren, rendern und animieren von 3D-Körper
(http://www.blender.org/)

Blender ist ein 3D-Modellierungsprogramm, mit dem dreidimensionale Körper modelliert, gerendert und animiert werden können. Außerdem lassen sich mit der integrierten Game Engine interaktive 3D-Spiele entwickeln. Eine kleine Auswahl der unzähligen Funktionen: Partikelsystem zur Erzeugung von Feuer, Rauch, Explosionen, Fell, Pflanzen oder Fischschwärmen. Modellierung mit Polygonnetzen, Kurven, NURBS-Flächen, 3D-Texten, Metaballs. Animation mit Keyframes, Pfaden (Pfadobjekt, Kurven), Morphing, Vertexkeys, IK-System, Skelettsystem, Lattices.
Plug-in-Schnittstelle für Postproduktion und Textur-Plug-ins, freies Entwicklungskit zum Programmieren von eigenen Plug-ins. Skriptsprache (Python) zur Erweiterung der Funktionalität. Sequenzeditor für die Nachbearbeitung von Animationen.
Rotoscoping, Erstellen von Objekten und Animationen mit Hilfe von Bildern oder Filmen. Dateimanager inklusive Vorschaubilder zum Verwalten aller Dateien des Systems.

Weitere Informationen, Beispiele und Lehrmaterial ist über die Homepage der Blender Foundation  oder über Wikibooks (http://de.wikibooks.org/wiki/Blender_3D) zu erhalten. Blender läuft unter Windows und unter Linux.

Der Kurzfilm Big Buck Bunny ist ein beeindruckendes Beispiel für eine Animation, die mit Blender erstellt wurde: (http://www.bigbuckbunny.org/)


PosteRazor 1.5.2
Druckt Bilder in nicht limitierter Größe aus
(http://posterazor.sourceforge.net/)

PosteRazor druckt mit einem normalen Drucker Bilder oder Dokumente in nicht limitierter Größe aus. Einzelne Bildausschnitte werden dabei bspw. auf DIN-A4 Blätter verteilt, ausgedruckt und anschließend von zu einem Ganzen zusammengeklebt. In fünf Schritten führt PosteRazor von der Bildauswahl zu dem entsprechenden Ausdruck. Zunächst muss man das Bildmotiv laden. PosteRazor unterstützt dafür Formate wie z.B. BMP, GIF, ICO, JPEG, Kodak PhotoCD, PCX, PNG, PSD und TIFF. In der anschließenden Papierauswahl muss man sich für die Papiergröße entscheiden. Im dritten Schritt wird einen Rand, der später als Klebefläche dient definiert. Nach der Abfrage der eigentliche Größe des Bildes wird ein Poster in Form eines mehrseitigen PDF-Dokuments erstellt.

Die Software läuft unter Windows



Scribus 1.3.3.12 (nicht vorgestellt)
DTP-Software für das Kombinieren von Text und Grafik(http://www.scribus.net/)

Mit der Desktop-Publishing-Software (DTP) kombiniert man Texte und Grafiken (JPG, TIFF, PSD, JPG, PNG). Dadurch eignet sie sich bspw. zum Erstellen eines CD-Covers, einer Grußkarte oder Broschüre sowie eines Posters. Der Vorteil eines DTP-Programms gegenüber einer herkömmlichen Textverarbeitung ist die Möglichkeit, Texte und Bilder wesentlich exakter setzen und ausgeben zu können. Die Ausstattung von Scribus entspricht professionellen Programmen: CMYK-Vorschau, Farbseparation, ICC-Farbmanagement, Vektor-Zeichenfunktionen, Vorlagenverwaltung, der Import von OpenOffice.org Draw Zeichnungen sowie der Import und Export von SVG- und EPS-Dateien. Interaktiver PDF-Dateien mit Bookmarks, Notizen, Hyperlinks, Textfeldern, Schaltflächen, Kontrollkästchen usw. können ebenfalls angelegt werden

Ein  deutschsprachiges Handbuch steht als PDF-Datei zum Download bereit (http://www.bomots.de/scribus/). Gewisse Funktionen von Scribus erfordern ein installiertes Ghostscript 8.63 (http://www.ghostscript.com/), einem kostenfreien Generator für .Dateien im Postscript- Format.

Scribus läuft sowohl unter Linux wie auch unter Windows.


Alle hier aufgeführten Programme sind auf der OpenSource-DVD (http://www.opensource-dvd.de/) enthalten, die als ISO Datei kostenlos aus dem Internet geladen werden kann. Alternativ kann die DVD in verschiedenen Versionen bestellt werden. Auf der Sammlung sind insgesamt 410 freie Programme enthalten.



Back packt aus - eine Spracherkennung namens Naturally Speaking

Mir steckte es schon sehr lange in der Nase, eine Möglichkeit zu finden, mit der man gesprochene Texte in ASCII Texte umwandeln kann. Zum einen war es ein Wunsch, die Sendung CCZwei einem Automaten zu übergeben, der aus den gesprochenen Worten einen erkannten Text macht.
Dadurch, dass wir mit linq einen Partner fanden, der genau dieses macht, hat das Projekt etwas nach hinten geschoben.
Dragon Spracherkennung ist mir absolut kein neuer Begriff. Ich kenne noch die Zeit, als Spracherkennung der Ersatz für ein lustiges Kabarettprogramm darstellte. "Sei gespannt, wenn ich jetzt etwas diktiere, was dabei herauskommt!". Lange Zeit war das in der Tat ein Vabanque Spiel. Bei der Demonstration der Leistungsfähigkeit konnte man sich eigentlich nur "Spott" einhandeln. Natürlich wussten die meisten Menschen überhaupt nicht, wie schwer die Spracherkennung ist. Sie verwechselten oft die Erkennung mit "Babywissen". Oftmals war es auch wirklich grauenhaft, was erkannt wurde.
Doch jetzt kam die sehnsüchtig erwartete Version 10 auf den Markt. Alle, die mit Dragon 9 oder 9.5 vertraut waren, hatten ihre speziellen Wünsche an die neue Version.
Ich hatte auf unserer Homepage so nebenbei die Worte Spracherkennung und Dragon 10 fallen lassen. Ich bekam eine Menge Informationen, die mir wirklich halfen, meine Tests durchzuführen.

Dass Dragon sich zur Erkennungssoftware für Profis hochgearbeitet hat, ist vielleicht bekannt. Wer die Spezialvokabularien Medizin oder Justiz kauft, der ist gut bedient, wenn er per Mikrofon Befunde erstellen will. Beide Berufsgruppen sind wahrscheinlich hellauf begeistert bei der Erkennungsrate der professionellen Software.
Bei der normalen Version preferred sieht das schon ganz anders aus. In diesem Userkreis befinden sich eben Leute, die zwar einen speziellen Wortschatz haben, der aber nicht als eigener Wortschatz existiert. Forscher, die sich um Fledermäuse kümmern, haben bestimmt ein anderes Vokabular, als Menschen, die in der Ostsee nach Wracks tauchen.

Wie kann  man diese Leute alle unter einen Hut bekommen?
Möglichkeit 1: alle User nutzen ein Vokabular. Sagen wir einmal das Medizinvokabular. Dann wird man Thorax und Insuffizienz genau verstehen. Für den Benutzerkreis ist das genau richtig.
Ein Anwalt wird sich wohlfühlen, wenn man von Laufzeiten und Verjährungsfristen spricht. Dann kann  die Software genau zugreifen und erkennt die diktierten Begriffe.
Ist der User aber ein Allrounder mit einem Wortschatz, der nicht richtig einzuordnen ist, dann wird es für die Erkennungssoftware eng. Was hat der jetzt gerade diktiert:" ein,mein, sein, klein, fein, Bein, Hein, Schwein". Das wird schwer in der Erkennung. Die Worte mit ihrem Fingerprint liegen zu nah beieinander.
In der Demo in unserem Film war es überzeugend, wie die Erkennung eine fremde Pressemitteilung erkannt hat. Wort für Wort. Ich muss dazu sagen, dass wir da nicht gemogelt haben. Dieser Text wurde nicht mehrmals trainiert.

Manchmal ist es ätzend, wenn man die Erkennung eingeschaltet hat und man will jemand anderes irgendetwas erzählen, dann versucht natürlich die Software alles zu verstehen und mischt sich ständig ein. Es ist ein besonderes Erlebnis, dass man auch Quasselstrippen abschalten muss, damit sie nicht alles totreden. So ist es eine wichtige Funktion in der Spracherkennung, dass man das Mikrofon ausschalten  kann.

Für mich war auch der zweite Teil sehr interessant. Ich wollte überprüfen, ob ich einen Text in ein Aufnahmegerät sprechen kann, der dann vom Erkenner in ASCII Texte umgesetzt wird. Für meine Versuche nahm ich (das nicht aufgeführte Modell) EDIROL, das hochwertige WAV - Aufnahmen machen kann. Ich hatte dort das Loreleylied von Heinrich Heine eingesprochen und wollte die Erkennung testen. Ging eigentlich ganz gut; doch die Fehler entstanden, weil Heinrich Heine kein moderner Dichter ist, der evtl. auch noch die neue Rechtschreibung benutzen würde. Er ist 1832+++ gestorben. Ein unfährer Test?
So ein bisschen ja, denn wer hat schon mit so alten Liedtexten zu tun. Die Gegenwart wurde gut gelöst. Die Pressemitteilung der FhG wurde perfekt erkannt.

Für mich war es ein spannendes Kaitel. Sprachererkennung war schon seit Jahrzehnten unser Interesse. Wir haben viel Zeit vergeudet für unsinnige Erkennergebnisse. Da waren Knaller dabei, die zu lautem Lachen führten. Ich sprach schon des öfteren von einer neuen Literaturgattung: "erkannte Werke - mit dem Munde gesprochen"



Die Playstation 3 als Allround Computer

Die Playstation 3 kann sehr universell als Wohnzimmerzentralcomputer ausgebaut werden. Für 399.- € erhält man eine ordentliche Hardware. Wer Klavierlack liebt, der bekommt auch ein schickes technisches Möbelstück.
Die PS3 ist auf Großbildschirme spezialisiert. Leider konnten wir Ihnen in der Sendung nicht die volle Auflösung vorführen, da wir nur das normale PAL Signal zu Ihnen nach Hause schicken können.


Wolfram Koch

Dass die Spielekonsolen wie XBOX oder PS3 heute schon überdurchschnittliche Grafikfähigkeiten zeigen, liegt vor allem bei der PS3 an dem kraftvollen Prozessor, der eigentlich aus dem Hauptprozessor und 7 Satellitenprozessoren besteht. Aber Achtung: die Kraft kommt nicht von ungefähr.380 Watt will die PS3 haben. Das ist natürlich für einen 24 Stunden Computer eine Menge Leistung.



Neben CD's, DVD's und Blueray DVD's kann die Station wohl alles abspielen, was sich an modernenen Datenträger gibt. Leider sind nur 2 USB Ports vorgesehen, die natürlich ruckzuck vergeben sind.

Zusätzlich lässt sich die PS3 auch als vollständiger Computer einrichten. Wir zeigten in der Sendung, wie man eine Linux Distribution installieren kann, die dann von der Couch aus mit drahtloser Tastatur und Maus bedient werden kann.
Wieder ein Wermutstropfen: da SONY seine Grafik nicht dokumentiert, muss die Linuxgrafik emuliert werden. Damit verliert natürlich die Geschwindigkeit. Doch es ist immer noch sehr gut zumutbar. Zur Installation der Linux Distribution benötigt man eine Software namens Bootloader, die man kostenlos aus dem Internet laden kann.


AT Mega - Projekt:: Mit Funk steuern und regeln

Meistens bleibt die Beschreibung der AT Projekte aus. Ich habe heute W. R. darauf angesprochen. Er sagte mir darauf hin, dass alle Projekte in unserem Bereich ATM18 auf der Homepage beschrieben sind.
Deshalb weise ich hier auf den Downloadbereich hin.
http://www.cczwei.de/index.php?id=atm18_download
Wenigstens den Studiotisch kann ich hier mal zeigen.





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