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27.09.2007
Folge 3

Ein digitales Wasserzeichen ersetzt DRM

Für DRM konnte sich bisher noch keiner richtig erwärmen. Es wurde geboren, um den User zu gängeln und ihn als Geldspucker darzustellen. DRM wollte überall seine Rechte einklagen. DRM wollte bestimmen, wer wann und wo etwas zu hören oder zu sehen bekommt. Und DRM wollte, dass bei zweimaligen Ansehen die Sache wieder bezahlt werden muss.
Im Audiobereich ist vieles gebröckelt. Die großen Musikverlage haben DRM in die Ecke gestellt, weil es ganz einfach nicht handhabbar war. Die ehrlichen User fühlten sich gegängelt; die leicht kriminellen User lachten sowieso über diesen Schutz, da er längst geknackt ist. In der richtigen Szene ist es ein Insider Spruch: "Gib mal die Kopien rüber, ich mach Dir den DRM Scheiß weg."

Doch Hollywood saetzt immer noch auf diesen Kopierschutz. Schon längst ist es nur noch eine Farce. Doch ganz arm ist Microsoft dran, die viel zu lange an DRM geglaubt haben und ihr neues Betriebssystem VISTA unter der DRM Spezifikation entwickelten. Nun ist das DRM in den Brunnen gefallen und Microsoft muss gute Miene zum bösen Spiel machen. Doch ganz so fröhlich können sie auch nicht mehr sein, nachdem sie nun Firmen erlaubten, wieder XP statt VISTA aufzuspielen. Die Meldung ist eigentlich Gold wert.

Nach Recherchen des Nachrichtenportals CNET erlaubt es Microsoft seit Juni PC-Herstellern für Rechner, die mit Windows Vista ausgeliefert wurden, ein Downgrade auf Windows XP anzubieten. Bislang soll sich die Erlaubnis nur auf die Vista-Business- und Ultimate-Versionen beschränken. So soll etwa Fujitsu in Amerika bereits im August ihren Laptops und Tablet-PCs eine XP-Disk mit in den Karton gelegt haben. Auch Hewlett-Packard Amerika startete im August eine Aktion, bei der die Kunden sich ihre neuen Desktop-PCs, Workstations und Business-Notebooks ohne oder gegen einen geringen Aufpreis inklusive XP Pro Restore-Disk konfigurieren können. Lenovo veröffentlicht auf seiner IBM-ThinkPad-Website Informationen über ihr Downgrade-Programm. Auch Dell soll laut Sprecherin Anne Camden einigen Kunden die Möglichkeit angeboten haben, Systeme wahlweise mit XP, Vista oder Vista mit XP-Downgrade zu bestellen.


Jetzt wird der Run losgehen. Da ich mit meinem Ultimate OS zu dem Kreis der Auserwählten gehöre, werde ich auch bei Toshiba die Upgrade Möglichkeit auf ein Downgrade einfordern. Eigentlich ist dies die größte Blamage, die sich ein Softwareanbieter leisten kann. Alle Beschimpfungen stellen sich als wahr heraus und das Unternehmen muss die Segel streichen. Darf ja nicht wahr sein.

Die nächste Strategie wird sein: Microsoft verabschiedet sich von DRM lässt aber den Vista Kernel weiterhin mit DRM Abfragen unter den Möglichkeiten arbeiten. Ressourcen werden von unnötigen Abfragen gefressen. Neues Betriebssystem erst .... in Sicht. Alle Vista Umsteiger haben das Nachsehen.

Dass ein Wildwuchs in punkte Rechte auch zu keinem guten Erfolg führen kann, das zeigten bisher alle historischen Erfahrungen. Die Urhebergesetze müssen gewahrt werden, das Empfinden, was legal und illegal ist, muss gestärkt werden.
All dies kann das digitale Wasserzeichen. Dieses ist eine Entwicklung, die das Fraunhofer Institut in Darmstadt schon seit Jahren betreibt.
In einen Mediafile, Audio oder Video lässt sich sehr robust ein Wasserzeichen einbringen, das die Qualität des Mediafiles absolut nicht beeinträchtigt, das aber wiedererkennbar und auslesbar ist.
Beispiel: Ein abc.wav wird mit einem Wasserzeichen versehen. Diesem Wasserzeichen könnte ich mitgeben: dieser File gehört Wolfgang Back und sonst keinem.



Der nächste würde jetzt den File durch eine MP3 Quetsche schicken und daraus einen neuen abc.mp3 machen. "Wetten, dass die alten Infos eines Wasserzeichens jetzt weg sind?" Die Wette gilt als verloren, weil das Wasserzeiuchen bis zu 6 verschiedene Umwandlungen aushält. Aus .wav nach mp3 und dann zurück nach .wav und dann ein mpg4 sound und dann noch nach mpeg2 oder so. Das alles soll das Wasserzeichen mitmachen.
Insofern ist dieses Wasserzeichen die bessere Schutzmethode. Damit wird ein Recht auf Urheberschaft eingeklagt, doch die Rechte an einem erworbenen Produkt werden nicht eingeschränkt. Ich nehme an, dass alle Menschen diese Behandlung gegenüber der DRM Misstrauenspolik besser mögen können.


Bei Anruf Musik

Ob eigene Platten- und CD-Sammlung oder Downloads aus dem Internet - beim Übergang in die digitale Welt verlieren Songs oft wichtige Begleitinformationen, wie Titel oder Interpret. Ein falscher Klick - und die Musikstücke sind nicht mehr zu identifizieren. Forscher der Fraunhofer-Institute für Integrierte Schaltungen und Digitale Medientechnologie bringen wieder Ordnung in die heimische Musiksammlung.



AudioID heißt die Software. Auf Knopfdruck bringt sie die Metainformationen zurück, sortiert und beschriftet die einzelnen Titel. Unter dem Namen „Super-Tagging“ ist AudioID bereits heute in die Software der Firma Musicmatch integriert. Doch AudioID kann mehr. Zu Titel und Interpret können beliebig viele Informationen gespeichert und angeboten werden - etwa Tourpläne, Fanartikel oder Videos zum Download. Auf der Grundlage von AudioID bereitet die Musikindustrie völlig neue Angebote vor.

Sein ganzes Können zeigt AudioID wenn große Musikdatenbanken professionell gemanagt werden. Mit einem Knopfdruck prüft die Software selbst bei Tausenden von Musikstücken ob die Begleitinformationen korrekt und vollständig sind.
Damit das System nun online und anwenderfreundlich ist, hatte das Forscherteam um Jürgen Herre, Eric Allamanche und Markus Cremer „alle Ohren voll zu tun“.



Jürgen Herre:
„Wir wollten eine nächste Generation von Technologie entwickeln. Und dazu war das große Ziel, Maschinen zu lehren mehr von Musik zu verstehen. Mehr Musik in ähnlicher Weise zu verstehen zu können wie es Menschen tun. Und dazu hat es sich angeboten zunächst einmal ein scheinbar einfaches Problem anzugehen. Nämlich das: Kann eine Maschine ähnlich wie wir Menschen Musik wieder zu erkennen.“

Voraussetzung für die schnelle Identifikation: das Musikstück ist in der AudioID-Datenbank gespeichert. Dafür wurden mittlerweile 250 Tausend Musiktitel erfasst. Genauer gesagt: Von jedem dieser Stücke hat die Software die Frequenzen analysiert - nicht die Melodie. - und daraus eine Audio-Identifikation, kurz Audio-ID erstellt - und das alle 30 Millisekunden. Diese ID ist so unverwechselbar wie ein Fingerabdruck. Das macht AudioID schneller und robuster als jede andere Musikerkennungs-Software. Um nun ein Stück zu identifizieren, werden seine IDs erstellt und mit denen in der Datenbank gespeicherten IDs verglichen. Bei Übereinstimmung ist das Musikstück erkannt – ähnlich wie die Internetsuchmaschine Google Texte erkennt.



Die Frequenzen sind bei keiner Aufnahme ganz identisch. So kann AudioID erkennen, ob die Berliner oder die Londoner Philharmoniker ein klassisches Konzert einspielen. Eine winzige Frequenzänderung – und für AudioID ist es ein ganz neues Stück.
Ein AudioID ist zwischen 4 und 120 Kilobyte groß – je nach Anwendung und Länge des Musikstücks. Auch auf älteren Computern können abertausende von IDs problemlos gespeichert werden.

Mit AudioID-Broadcasting können Radio- und Fernsehprogramme direkt gescannt und protokolliert werden. Einige Radiostationen erstellen schon heute mit diesem System sekundengenaue GEMA-Abrechnungen in Echtzeit.

Marcus Cremer:
„Die großen Vorteile von AudioID für den Endbenutzter liegen zum einen in dem automatischen Aufräumen der heimischen Datenbank. Sprich, die entsprechenden Metadaten bzw. Zusatzdaten oder können automatisch ergänzt werden. Und - wo auch immer der Benutzer sich befindet, kann er mittels des Mobiltelefons beispielsweise schnell herausfinden welche Musik er gerade hört und sie evtl. dann auch gleich kaufen.“


Kontakte säubern bei elektronischen Steckern

Man mag Kritik anbringen bei dem Beitrag, den Wolfgang Rudolph zeigte:
Kontakte säubern bei SIM Karten? Das ist doch Killefit!

Ich selbst hatte auch schon des öfteren das Problem, dass meine SIM Karte nicht vom Handy erkannt wurde. Dann hiess es SIM raus, SIM rein, ein bisschen wackeln und Handy zuklappen. Wenn es dann funktionierte war man froh, doch manchmal hielt die ganze Sache nur wenige Stunden.

Die Tipps, die er in der Sendung gibt, sind goldrichtig. Wenn man die Meldung öfter auf das Handy bekommt, dann wäre es meistens fatal, wenn man mit Schmirgelpapier an die Sache rangehen würde. Der empfindliche Belag wäre schnell weggeschmirgelt und dann heisst es: Auf Wiedersehen SIM Karte. Ein Radiergummi ist of eine gute Maßnahme. Ein Stift mit Glasfasern ist etwas brutaler in der Entfernung von Schmutz. Doch die gängige Methode bei Profis: Isopropylalkohol und Wattestäbchen.

Damit kann man übrigens viele elektronische Verbindungen und Kontakte reinigen. Das geht manchmal so weit, dass der Klinkenstecker in der Kopfhörerbuchse nicht mehr richtig sitzt. Nach einer Reinigung kann alles behoben sein.

Am meisten hat mir jedoch die Fingerkamera imponiert, die das Bild auf den danebenstehenden LC Monitor lieferte. Meine Augen sind nicht mehr so scharf wie mit 30 Jahren. Damals konnte ich wirklich alle Details sehen. Doch damals gab es noch keine SMD Technik. Heute gibt es fast nur noch SMD Technik und es wird immer schwieriger für mich, die Anschlüsse mit Brille zu erkennen. Eine Lupe ist meistens fürchterlich sperrig und benötigt eine Hand
Ein Arbeitsplatz mit geeigneter Kamera, guter Ausleuchtung und einem geeigneten Display dürfte hier helfend eingesetzt werden. Wenn dann die Hände noch ruhig sind, dann dürfte man wieder Spaß am Löten bekommen. Mal sehen, ob wir da nicht einen schönen Basteltip machen können. Denn ich weiss, dass ich nicht der Einzige bin, der mit SMD und dem, was damit zusammenhängt, so seine Probleme hat.
 


Ein Handy und zwei Provider

Das, was wir im CCZwei Audio bereits einmal als Beitrag eingespielt hatten, haben wir jetzt noch einmal für das Fernsehen aufbereitet. Das Thema Dual SIM ist nach wie vor sehr aktuell. Vor Jahren noch gab es eigentlich nur einen Grund, ein Handy mit zwei verschiedenen Providern auszustatten.
Viele mussten oder wollten das private Handygespräch und das dienstliche Gespräch fein säuberlich trennen. Das ging entweder durch die Mitnahme von zwei Handys oder durch die Dual SIM Lösung.
Heute sind weitere Gründe dazu gekommen. Ich selbst habe mir bei arcor eine Handyflatrate für 5 Euro pro Monat für das Deutsche Festnetz besorgt. Doch das, was ich dabei sparen kann, will der Provider wieder zurückholen, wenn ich mit einem anderen Handy telefoniere.
Dann schlägt man mit 27 Cent pro Minute zu. Zu diesem Zwecke nutze ich derzeit Aldi Talk. Damit geht es fast mit der Hälfte des arcor Preises, nämlich 14 Cent. Wenn man umsteigt auf fonic von LIDL, dann sind es im Moment sogar nur 9,9 Cent.
Für diesen Zweck und natürlich bei entsprechend hohem Telefonkonsum lohnt sich der Umstieg auf eine Dual SIM Card.


Dual SIM

Aber nicht alle Handys lassen das mit sich machen. Man muss sich da im Vorfeld genau informieren. Ich hatte vor ein paar Monaten noch das NOKIA 6233 in Betrieb. Dieses galt als Problemfall. Doch es stellte sich heraus, dass es durchaus bei mir funktionierte. Bei dem nächsten 6233 muss es aber nicht unbedingt funktionieren. Je nach Revision der Firmware.
Später stellte ich dann auf mein altes Handy um. Ein SDA, also ein Windows basiertes Handy, bei dem ich so allerlei Schnickschnack selbst programmiert habe. Doch siehe da: der Umbau der Dual SIM setzt sich nur auf einen Provider. Ich kann nicht auf den zweiten Provider umschalten.
Es wurde auch kein Menüpunkt Dual SIM angezeigt.
Also schleppte ich wieder zwei Handys mit mir herum. Beides SDA Handys. Das eine mit Aldi, das andere mit arcor. Um sie auseinanderhalten zu können, klebte ich auf das eine Handy einen blauen Streifen, auf das andere einen roten Streifen jeweils auf die Rückseite.
Nicht sehre geschickt, immer zwei Geräte in der Tasche mitzuschleifen. Mittlerweile habe ich jedoch dazugelernt. Ich benötige einen anderen Adapter. Und zwar einen analogen. Vorher hatte ich einen digitalen.

Ich will versuchen, zu erklären wie das zusammenhängt. Beim digitalen Adapter, der etwas eleganteren Methode, wird ein zusätzlicher Menüpunkt installiert, bei dem man wählen kann: SIM1 oder SIM2. Nach der Eingabe der PIN Nummer schaltet das Gerät auf den gewählten Provider.

Bei der analogen Methode ist es etwas umständlicher. Entweder man schaltet das Gerät komplett aus und dann wieder ein. Der Adapter switcht dann von der vorher eingestellten SIM auf die andere. Oder etwas eleganter: wenn das Handy einen Flugmodus besitzt, dann  Flugmodus ein, Flugmodus aus und PIN eingeben.



Im Fernsehstudio war René Güttler, mit dem ich auch damals das Interview führte. Er zeigt alle Handgriffe und erklärt das Prinzip.

Wer nun die Möglichkeiten nutzen will, der sollte sich vorab sehr genau informieren. Es gibt Listen, in denen die meisten Handys aufgeführt sind. Dahinter steht dann jeweils geht/geht nicht. Und dann sollte man noch entscheiden, ob das eigene handwerkliche Geschick ausreicht, um die SIM Karten zu zerschnippeln.  Bei den Adaptern beigelegt findet man Aufkleber von der SIM Größe mit vorgezeichneten Linien. Die muss man mit der Schere treffen und vielleicht mit einem scharfen Messer nacharbeiten.
Ansonsten sollte man die Möglichkeit des Stanzens nutzen. Das dauert zwar etwas länger, da die Karten hin und her geschickt werden müssen - dafür ist die Stanzarbeit natürlich genauer.

Übrigens, wer bei Ebay unter dem Suchwort "Dual SIM" nachschaut, der findet ganz billige Adapter. Doch da muss mqan aufpassen. Irgendwo ganz klein liest man wqahrscheinlich, dass diese nur mit den SIM Karten Typ 1 zu verwenden sind. Und diesen Typen dürfte wohl keiner mehr benutzen, der in den letzten 5 Jahren sein Handy bekam. Diese Karten sind aus der Anfangszeit der GSM Telefonie. Sie hatten eine Schwachstelle, die später zugemacht wurde. Man konnte diese SIM's umprogrammieren.

Die ersten Informationsschritte können Sie hier bei unseren Studiogästen  unternehmen.
http://www.hot-wire-telekom.de/index.php?aktion=dual-sim-berater


Back packt aus: Diesmal einen Plattenspieler mit USB und eine Phono Box

Es mag sich ja mittlerweile in unserer CCZwei Community herumgesprochen haben, dass ich einem seltsamen Hobby verfallen bin: ich sammle MP3 Musik, wenn sie den Qualitätsanspruch 192 kbit/s entspricht. Da gibt es bereits eine Menge; doch das Endziel 1 Terabyte ist noch weit weg. Zwar kann ich die 1TB leicht mit Musik mit 128 kbit/s vollmachen. Aber nein - ich will eben nur 192 kbit/s. Und da sind die Aussichten gar nicht so rosig. Nachdem alle erreichbaren CD Sammlungen schon eingerippt wurden, kommt über das Netz gar nicht mehr so viel auf die Platte. Alle Sender von Clipinc mit 192 kbit/s habe ich seit Monaten abonniert. Am Anfang machte das richtig Spaß. Da kam jeden Morgen -wenn ich die Musik melkte- ein Gigabyte und mehr heraus. Doch das wird immer weniger. Wenn ich den Scan einmal auflaufen lasse auf 6000 Titel und es werden gerade 3 Titel "neu" eingepflegt, dann ist das schon frustrierend. Es geht nicht weiter.
Deshalb kam mir meine alte Plattensammlung, die seit Jahren im Keller ausharrt, in den Sinn. Vielleicht gibt es da ja neue Ware. Doch was mir bevorstand, konnte ich noch nicht abschätzen.

Jedenfalls fiel mir beim Durchblättern des Pearl Katalogs ein neuer Plattenspieler mit eingebauter USB Schnittstelle  ins Auge. Ich bestellte das Teil für Experimente. Wenige Tage später sah ich den selben Apparat auch im neuen Conrad Katalog. Muß ja wohl was sein.

Mittlerweile habe ich eine Seite einer Langspielplatte eingerippt. Eigentlich geht die Aufnahme recht einfach. Man startet den Recordbetrieb und man senkt die Nadel auf die Platte. Vollautomatiwsch wird die Platte jetzt als ein File aufgenommen. Danach beginnt die Arbeit. Bei der Open Source Software Audacity, die im Netz hochgelobt wird, sieht man Anfang und Ende der Titel. Man markiert einen Titel, schneidet ihn aus und kopiert ihn auf eine andere Stereospur. Jetzt folgt die Fleißarbeit. Bevor man das kopierte Stück abspeichern kann, werden die Eingaben für den ID3 Tag abgefragt. Interpret? Titelname? Album? Jahr?, Track?  usw.
Dafür muss man schon das Cover der Platte verfügbar haben.

Ich war etwas enttäuscht, als ich die zehn Titel der Platte "Italo Pop" sorgsam gerippt und beschriftet hatte und sie dann meiner Einspielsoftware übergab. Diese untersucht die einzelnen Files nach bestimmten Kriterien.

  • ist der File größer als 1,3 MByte - kleinere lasse ich nicht zu.
  • ist die Samplerate 192 kbit/s oder höher? andere lasse ich nicht zu.
  • ist der File moduliert oder ist es eine hohle MP3 Hülse?
  • ist der File nicht größer als 50 MByte? andere lasse ich nicht zu.
Auf jeden Fall kam die Software mit dem ernüchternden Ergebnis zurück: kopierte Files: 0

All die Mühe und dann alles umsonst. Ob ich da je noch weitermachen werde, steht in den Sternen. Ich kann mir vorstellen, dass die zuküntigen Ergebnisse ähnlich frustrierend verlaufen. Na ja, vielleicht ist die eine oder andere Platte doch dabei, die vergessen wurde.


Dann werde ich jedoch das Rippen mit der kleinen Box von Terratec machen. Zum einen ist mein Plattenspieler im Keller mir sehr vertraut und er hat mir schöne Stunden beschert. Die Software, die Terratec dem kleinen Vorverstärkerkästchen beilegt ist schon professioneller als die Open Source Audiacity, die man auch im Netz laden kann.
Wer auf seinen Platten Rauschen und Knacksen hat, der ist mit diesem Werkzeug gut bedient. Die Software wurde speziell für diesen Fall entwickelt.
Alte Platten rauschen gerne, wenn sie zudem auch noch nass abgespielt wurden. Das Knacksen kommt gerne von der unsachgemäßen Benutzung. Doch wer hat als junger Mensch am Ende der Party die Platte aus dem Inlet vorsichtig herausgeholt und sie nach dem Abspielen wieder in das selbe Inlet verpackt. Meistens wurden morgens die Platten eingesammelt - irgendwo.
Das Terratec Kästchen hat natürlich auch den Vorteil, dass man es einsetzen kann, um die umfangreiche alte Cassettensammlung zu digitalisieren. Auch alte 8 mm Filme lassen sich damit einlesen und im Ton korrigieren.


Wer sich nun an die Digitalsierung seiner Platten oder gar seiner großen Casseten Sammlung machen möchte, dem helfen diese Links.

bei PEARL: http://www.pearl.de/pearl.jsp?screenX=1920&screenY=1200
der Link bei Conrad ist unkontrollierbar lang. Suchen Sie daher unter:
USB10 USB-PLATTENSPIELER

bei Terratec : http://entertainde.terratec.net/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=261

Kernfusion - das wär's doch


Die Sonne gewinnt ihre lebensspendende Kraft aus der Kernfusion – die Kerne der Wasserstoffatome verschmelzen miteinander und setzen dabei Energie frei, die als Licht auch die Erde erreicht. Und dies schon seit ein paar Milliarden Jahre.

Stets kopierte der Mensch die Natur. Und jetzt ist die Sonne dran.An der „National Ignition Facility“, kurz NIF in den USA soll 2011 die erste sich selbst erhaltende Kernfusion gezündet werden. Ein bedeutender Schritt auf dem Weg zum Fusionsreaktor, der einmal billigen Strom liefern könnte.

Um das kosmische Feuer zu zünden, bedarf es eines gewaltigen Energieblitzes der sich auf eine zwei Millimeter kleine Kugel konzentriert. In ihrem Inneren: Wasserstoff – genauer: die Wasserstoffisotope Deuterium und Tritium.

Die Atomkerne verschmelzen und setzen dabei enorme Energiemengen frei. Übrig bleibt nur unschädliches Helium. Die ganze riesige Fusionsanlage ist nur so gut wie diese winzige Kugel. Sie muss in Form und Struktur perfekt sein, damit die massiven Kräfte wie berechnet die Fusionsbedingungen erreichen.

Intensiv testeten die Amerikaner Materialien für die Minikugel.Auf der Suche nach dem optimalen Material wurden weltweit unterschiedliche Forschungseinrichtungen kontaktiert. Diamant wäre der ideale Werkstoff. Doch wer kann schon winzige Hohlkugeln aus Diamant herstellen?



Am Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik, kurz IAF in Freiburg beschäftigen sich Dr. Eckhard Wörner, Dr. Christoph Wild und Dietmar Brink bereits seit 1989 mit der Herstellung von synthetischen Diamantscheiben. Seine vielfältigen Eigenschaften machen Diamant für viele Anwendungen interessant.
Die Sonne gewinnt ihre Lebensspendende Kraft aus der Kernfusion – die Kerne der Wasserstoffatome verschmelzen miteinander und setzen dabei Energie frei, die als Licht auch die Erde erreicht.

Stets versuchte der Mensch die Natur zu kopieren. Jetzt ist die Sonne dran. An der „National Ignition Facility“, kurz NIF in den USA soll 2011 die erste sich selbst erhaltende Kernfusion gezündet werden. Ein bedeutender Schritt auf dem Weg zum Fusionsreaktor, der einmal billigen Strom liefern könnte.

Dr. Christoph Wild, Frauhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik, IAF, Freiburg:
„Es hat schon einen besonderen Reiz mit diesem Werkstoff zu arbeiten. Der Diamant hat ganz extreme Eigenschaften wie sie kein anderes Material bietet. Also extrem hart, die Härte ist sprichwörtlich. Darüber hinaus ist er auch sehr gut wärmeleitend. Er besitzt die höchste Wärmeleitfähigkeit von allen Materialien. Ist sehr breitbandig transparent. Also sowohl im sichtbaren wie auch im infraroten Bereich. Und diese Kombination von Eigenschaften macht ihn schon irgendwo einzigartig.“

Am Fraunhofer IAF gelang es dem Forscherteam bereits 1999 in einem selbst entwickelten Plasmareaktor Diamantscheiben von bis zu 15 cm Durchmesser herzustellen.
Herausforderungen ändern sich wie Weltbilder: aus der Scheibe muss nun eine Kugel werden. In Freiburg fängt jede Kugel als Würfel an. Siliziumwafer werden zerschnitten und zu Kugeln poliert. Schon hier sind exakte Rundungen gefragt, denn die Oberfläche des Siliziums bildet die Innenseite der späteren Hohlkugel.

Die Rohlinge kommen in den Plasmareaktor. Eine Rotationsvorrichtung garantiert die gleichmäßige Diamantabscheidung auf den Kugeln. Auf der Oberfläche wachsen winzige Diamantkristalle. Nach etwa 50 Stunden ist die gewünschte Schichtdicke erreicht; jetzt müssen die Kugeln noch zum polieren.

Mit selbst entwickelten hoch exakten Maschinen schleifen die Freiburger ihre Kugeln auch außen bis auf den Bruchteil eines Mikrometers rund und geben ihnen genau die richtige Dicke – 10 bis 100 Mikrometer, ganz nach Kundenwunsch. Mit einem Laser bohren die Wissenschaftler anschließend ein wenige Mikrometer kleines Loch in die Kugel. Durch dieses wird später die Fusionsladung eingefüllt.
Doch erstmal muss der Siliziumkern heraus. Dies geschieht mit Flußsäure, Ultraschall und - viel Zeit.
Dann ist die Kugel fertig. Ihre Technologie von Scheiben auf Kugeln zu übertragen war ein hartes Stück Arbeit für die Forscher.

Dr. Eckhard Wörner, Frauhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik, IAF, Freiburg :
„ Zunächst hatten wir die Technologie flache Scheiben zu beschichten, die statisch im Reaktor liegen. Nun war die Anforderung eine Kugel ringsherum zu beschichten. Das heißt: wir konnten die Kugel nicht einfach in den Reaktor legen, sondern die Kugel musste sich während der Abscheidung bewegen. Wir hatten zunächst Probleme mit der Politur. Die Anforderungen an die Politur sind extrem hoch. Die Oberflächenrauhigkeit muss kleiner als 5 Nanometer sein. Wir dachten, dass das unter Umständen ein Punkt sein könnte an dem wir nicht weiter kommen. Aber – auch diese Klippe haben wir also erfolgreich umschifft.“

In nur 16 Monaten entstand in Freiburg das, was die Wissenschaftler am NIF dringend benötigen: Die perfekte Hohlkugel aus Diamant.
Die Fraunhofer-Forscher haben damit einen entscheidenden Beitrag zur Energiegewinnung der Zukunft geleistet.
Mit der „Freiburger Kugel“ kommen die amerikanischen Wissenschaftler dem Fusionsreaktor einen Schritt näher.

Fragen? Rufen Sie uns an. HOTLINE: +49(0)611/89038-10



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