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20.08.2009
Folge 34

ISPRA seit 1958 ein europäisches Forschungszentrum

Ich wusste es auch nicht besser, als ich vor wenigen Wochen darauf aufmerksam gemacht wurde, dass sich in Italien in direkter Nähe zum Lago Maggiore eine Riesenforschungsanstalt etabliert hat. In ISPRA findet man ein Gelände, das völlig der Forschung gewidmet ist. Als ich dort ankam, kamen mir Gedanken zur ehemaligen GMD hoch. Auch die hatten ein wunderbares Schlossgelände und forschten an vielen technisch und mathematisch geprägten Problemen. Das JRC http://ec.europa.eu/dgs/jrc/index.cfm beherbergt 1700 Wissenschaftler, die nur für die Belange der EU forschen und entwickeln. Von den 7 Instituten besuchten wir eines der wichtigsten: das IPSC. Es forscht im Dienste für den Schutz des Verbrauchers. Hirunter sind eine Menge Aufgaben zu erfüllen. Mit 37 Millionen Euro aus dem EU Topf wird 85 Prozent der Forschung unterstützt, 15 Prozent müssen noch von den einzelnen EU Direktionen als Auftragsarbeit vergeben werden.
Insgesamt haben wir uns 6 Themen herausgesucht, die wir nach und nach abarbeiten wollen. Diesmal stand am Anfang ein Gespräch mit dem Direktor des Instituts, Stephan Lechner.



Er kommt aus der Industrie und war vor seiner Tätigkeit in Italien bei Fujitsu Siemens in Deutschland tätig. In dem Interview zeigen wir einige Entwicklungen auf, die in den vergangenen Jahren aus diesem Institut in unseren Alltag eingeflossen sind. Zukünftige Forschungen haben wir angesprochen.


Softwareradio klingt erst einmal harmlos


AT Mega Projekt: Bluetooth


Back packt aus: ein portables Internet

Wenn mir jemand vor 10 Jahren erzählt hätte, dass ich heute vor einem Internetanschluss sitze, der locker mit 20 MBit/s die Daten herbei schaufelt, dann hätte ich diesen Menschen wahrscheinlich für bekloppt erklärt. Hätte er noch weiter prognostiziert und vorhergesehen, dass ich auch noch ein zweites Internet parat habe, das ich auch noch mobil benutzen kann, dann hätte ich wahrscheinlich den Kontakt zu diesem Menschen abgebrochen und ihn als Spinner“ in eine Ecke gestellt. Doch genauso ist es gekommen. Und ich bin froh, dass ich über diese Technik verfügen kann. Heute Abend musste ich noch eine wichtige Überweisung tätigen und stellte fest, dass neue Internet über Kabel nicht funktionierte. Was da los ist, muss ich noch eruieren.
Da die Überweisung ab weg musste, habe ich nicht lange gefackelt und habe das mobile Internet angeworfen und problemlos die Banküberweisung auf den Weg gebracht.

Diese Anwendung für ein mobiles Internet ist wahrscheinlich nicht typisch. Mir hat sie jedoch sehr geholfen. Doch für viele Menschen ist die mobile Kommunikation von hohem Interesse. Emails in der Straßenbahn bearbeiten, Emails während der Zugfahrt schreiben oder beantworten überbrückt lange Totzeiten. Früher konnte man nur aus dem Zugfenster schauen und die vorbeirauschende Landschaft betrachten. Doch wenn man zum 200ten Male diese Strecke befährt, dann sinkt das Interesse.
Schön ist es auch, Wartezeiten mit einem Internetanschluss und einem  kleinen Computer zu überbrücken. Für viele Anwendungen, die noch vor wenigen Jahren als Traumanwendungen galten, lässt das mobile Internet nutzen.

Als wir aus den 80er Jahren in die 90er Jahre wuchsen, hatten wir noch Btx als Kommunikationsmedium. Auch hier konnte man elektronische Mitteilungen verschicken. Immerhin lange bevor das Wort Email aufkam. Doch kaum jemand nutzte diese Möglichkeit, da es erstens viel zu wenig User gab, die man über Btx erreichen konnte, zum anderen kostete auch jede Mail Geld. Ich glaube, dass es 10 Pfennige waren; ich kann mich aber auch täuschen. Diese Methode wäre heute das probate Mittel, um SPAM zu verhindern. Es ist  abzusehen, dass auf einen Schlag alle Spammer ihr Handwerk niederlegen müssten, wenn sie für jede Meldung 10 Pfennige oder heute 5 Cent bezahlen müssten. Vielleicht ist dies ja ein probates Mittel für die Zukunft.

Doch kommen wir zurück zu dem mobilen Internet. Es liegt auf der Hand, dass man dafür drahtlose Geräte einsetzt. Die Antennen, die für die Handys eingerichtet wurden, können heute mehr, als nur Telefonate zu übertragen. Sie eignen sich mehr oder weniger auch für den Datenverkehr.

Eine normale GSM Verbindung von Handy zu Handy ist ein bescheidener Datenträger. Gerade einmal 64 kbit/s kann man darüber übertragen. Alle Versuche, diese (teure) Datenrate schmackhaft zu machen, sind gescheitert. Da hat auch WAP nichts geholfen, das zeitweise als tolles Internetportal gepriesen wurde.

Die Provider wussten, dass sie mit solchen Angeboten nicht erfolgreich auf dem Markt agieren können. Es kam dann die große UMTS Euphorie ins Spiel. Die Idee, ein Netz aufzubauen, das viel kleinere Zellen benutzt, aber in der Datenkapazität mehr durchschieben kann, wurde voller Ehrfurcht aufgenommen. Doch der Weg zur Realisation sollte sehr steinig sein. Wer an eine Lizenz  für das neue Netz kommen wollte, der musste sehr tief in die Taschen greifen. Damals war der Abschluss der Frequenzversteigerungen unglaublich ausgegangen. 100 Milliarden DM standen im Raum. Diese Milliarden flössten damals noch Ehrfurcht ein; heute ist es ja gang und gäbe, dass man in Milliarden rechnet.

Die Firmen, die so hoch pokerten, hatte lange Zeit ihre Luft verschossen. Der UMTS Ausbau ging sehr schleppend vonstatten. Man hatte auch keine so genannte „Killerapplikation“  wie zum Beispiel SMS parat, so dass man lange Zeit nicht wusste, warum man jemandem einen UMTS Anschluß empfehlen sollte.
Heute hat sich das ein wenig geändert, denn ohne UMTS gäbe es keinen Downloadbeschleuniger namens HSDPA, der theoretisch 7,2 MBit / s Daten schaufeln kann. Der Bruder vom HSDPA heißt HSUPA und bewirkt natürlich das Gegenteil. Hier lassen sich (wiederum theoretisch) 2 MBit/s im Uploadstream transportieren.

Plötzlich sind diese Werte akzeptabel und in historischer Sicht sogar unglaublich. Alle Provider, die auf Festnetzanschlüsse setzen, geraten ins Hintertreffen. Jeder Neuzugang zum DSL belegt die alten Kupferleitungen und wer Pech hat, der bekommt eine völlig untauglich Leitung. Mir ging es da so. Als ich unter 500 Kbit/s fiel, war meine Schmerzgrenze erreicht.

Doch jetzt kommt das Damoklesschwert für die Euphorie. Nur ein kleiner Prozentsatz der deutschen Bevölkerung hat im Moment etwas von der schnellen  Datenkommunikation.
Ich entschied mich für einen Vertrag mit der Telekom, da mir das Netzt für UMTS und damit auch für HSDPA am besten ausgebaut erschien. Vodafone dürfte da nicht weit entfernt sein. Doch alle anderen Anbieter, die das schnelle mobile Internet anbieten, muss man vor Vertragsabschluss unter die Lupe nehmen.

Für viele Bundesbürger, die nicht unbedingt jeden Tag von Ballungsgebiet A nach Ballungsgebiet B unterwegs sind, ist die UMTS oder  HSDPA Flatrate völlig unsinnig. Sie werden nicht von den schnellen Antennen bedient. Klarheit verschafft dieser Link http://www.t-mobile.de/funkversorgung/inland/0,12418,15400-_,00.html


Auch hier bekommt man einen Überblick über die Preise:
http://www.laptopkarten.de/Lexikon/Fair-Flat-UMTS-Flatrate-BASE.html


ThinApps - Programme für Unterwegs


von Heinz Schmitz

Oft wird eine Software „nur mal eben“ benötigt. Ein Systemadministrator würde gerne seine Lieblingsprogramme mitnehmen und auch an einen fremden Rechner auf seine Utilities zugreifen. Seinen eigenen Editor, sein Defragmentierungsprogramm, seine Entwicklungsumgebung. Ein Anwender möchte aber nicht, dass sein System mit weiterer Software, von der er nicht weiß, welche Nebeneffekte sich auftun, verlangsamt wird.

Mit der zunehmenden Komplexität eines Unternehmens nimmt auch die Notwendigkeit an verschiedenen Anwendungen zu, die trotz ihrer Unterschiedlichkeit perfekt miteinander harmonisieren müssen. Daraus folgt, dass Softwareverteilung in bestimmten Fällen sich als zu aufwendig erweist.

ThinApp (http://de.wikipedia.org/wiki/VMWare_ThinApp) ist hier eine Lösung. Dabei wird eine Anwendung in eine ausführbare Exe Datei gepackt und kann zum Beispiel vom USB-Stick ausgeführt werden. Mit dieser Technologie werden Anwendungen ohne vorherige Installation betreiben. Die virtuellen EXE Dateien starten wahlweise von einem zentralen LAN Server oder auch einfach von einem USB- Stick. Die Anwendungen werden in eine isolierte Umgebung, genannt Sandbox, kompiliert. Diese Umgebung ist vom eigentlichen Betriebssystem abgekapselt. Dadurch werden Konflikte mit installierten Programmen vermieden.

Das Verfahren wurde unter dem Namen Thinstall von der US-Amerikanischen Privatfirma Jitit seit 1999 entwickelt, diese hat Ihren Hauptsitz in San Francisco, Kalifornien. Jitit wurde 2008 durch VMware aufgekauft, welche Thinstall als Ergänzung des Portfolios weiter vertreibt. Im Rahmen der Integration wurde Thinstall dann zu ThinApp umgetauft.

Die Vorgehensweise ist denkbar einfach. Basis ist ein „sauberer“ PC, auf dem nur Betriebssystem und die ThinApp Software installiert sind. Alle Programme, wie automatische Aktualisierungen oder Virenscanner, die eventuelle automatisch das Dateisystem ändern, könnten zu falschen Ergebnissen führen. Als erster Schritt wird die ThinApp Software gestartet. Sie führt einen so genannten Prescan durch, dabei wird Dateisystem und Registry untersucht und der Status weggeschrieben. Im nächsten Schritt wird die Software ganz normal installiert, gestartet und alle Grundeinstellungen vorgenommen. Der dritte Schritt ist das Postscan. Dabei werden die Änderungen gegenüber der „sauberen“ Maschine ermittelt. Im letzen Schritt wird aus diesen Änderungen in Exe File erstellt. Darin ist die komplette Applikation enthalten. Startet man die Datei startet die Applikation mit den Einstellungen, die vor dem Postscan vorgenommen wurden. Beim Programmstart werden Unterordner angelegt. In denen werden Änderungen, die man an der Applikation vornimmt abgelegt. Ändert man zum Beispiel ein Startverzeichnis, so ist die Änderung gültig, auch wenn der USB-Stick in einen anderen Rechner gesteckt wird.

Bei den Versuchen haben wir eine frisch installierte virtuelle Maschine benutzt und davon einen Snapshot erstellt. Nach der Erstellung der ThinApp wurde diese in einem externen Verzeichnis auf dem Netzwerk gespeichert. Nach Rückspielen des Snapshot befand sich die Maschinen wieder im „sauberen“ Zustand und es konnte die nächste Software virtualisiert werden.

Eine Alternative zu vmWare ThinApp ist die Xenocode Virtualisations Suite (http://www.xenocode.com/),  welche aber ein anderes Grundprinzip als ThinApp aufweist. Xenocode benötigt die genaue Angabe der Programmdateien, während ThinApp diese mit Installation der Software automatisch findet. Allerdings ist Xenocode vom Anschaffungspreis deutlich günstiger als ThinApps.

In der Open Source Szene entwickelt sich mit Portable Apps ([urlwindow]http://de.wikipedia.org/wiki/PortableApps[/urlwindow])  eine Alternative zu den kommerziellen Programmen. Es handelt sich um eine von John T. Haller begonnene Entwicklungslinie für eine abgespeckte portable Suite von Anwendungs- und Entwicklungssoftware. Als portable Software könne die einzelnen Programme vom USB-Stick und ähnlichen Speichermedien  als Ganzes unter einem einheitlichen Menü oder als Einzelanwendung betrieben werden. Dabei werden die Applikationen allerdings speziell kompiliert. Bei Open Source Programmen ist das kein Problem, bei kommerziellen Programmen ist der Sourcecode aber meist nicht verfügbar. Es stehen schone viele Open Source Anwendungen, wie Open Offide, Gimp, Firefox, Coolplayer, Sumatra, Thunderbird etc. zum freien Download bereit (http://portableapps.com/de/suite).


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