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TV-SENDUNGEN

23.11.2007
Folge 5

Spracheingabe - endlich mal funktioniert es

Wolfgang Rudolph war ganz euphorisch. Er erzählte von seinem Besuch auf der CeBit bei der Fa. Funkwerk. "Unglaublich" erzählte er mir, "was ich da erlebt habe; alles, was ich gesprochen habe, hat so ein kleines Teil verstanden."
Wir haben ja sehr früh mit der Spracherkennung herumgebastelt und hatten selten Erfolg. So richtig hat sich die Spracherkennung noch nicht durchgesetzt. Natürlich gibt es viele Befundärzte, die nicht mehr ins Diktaphon sprechen, was dann anschließend mühsam abgetippt werden musste. Sie nutzen eine Spracherkennung und da ihre Befunde nur so von Fachausdrücken wimmeln, funktioniert dies auch gut, da die allgemeine Sprache von den Fachausdrücken gut unterschieden werden kann. Schwierig ist es für die Spracheingabe, wenn sie Ausdrücke wie mein,dein,sein,klein,fein usw richtig auseinanderhalten soll. Aber ein Thorax oder eine Herzinsuffizienz sind eigenständig und können erkannt werden.

Natürlich ist das, von dem Wolfgang Rudolph so begeistert ist, keine Entwicklung, mit der man Diktate schreiben soll. Es wurde für die Anwendung "Einfach telefonieren im Auto mit Freisprechanlage". "Oma anrufen" oder "Peter anrufen" macht das Telefonieren zum Kinderspiel.



Es gibt zwei Modelle, die sich auch preislich unterscheiden. Das kleine Modell soll so um die 130 Euro kosten, das größere Gerät um die 170 Euro.
Das Tolle ist, dass ich kein Sprachtraining vornehmen muss. Die Namen und Telefonnummern aus dem Handy werden automatisch übertragen. Aus den Namen macht das Gerät dann automatisch eine Datei, die eine Erkennung möglich macht. Gute Idee.

Natürlich musste ich wieder einen Wermutstropfen finden: für mein Handy gibt es nicht. Sie sollten also auf jeden Fall den Check mit Ihrem Handy machen. Der untere Link führt auf die Seiten.


http://www.fwd-online.de/


Kaum zu glauben - 45 nm Strukturen beim Prozessorbau

Wäre eigentlich eine gute Frage für Jauch oder Pilawa. "Wieviele Transistoren hat der aktuelle Intel Duo Core?"
a) 2000
b) 67123
c) 16 Millionen
d) 820 Millionen

Es ist unfassbar, was man heutzutage auf einem Chip zusammenpacken kann. Und dann soll das Ding ja auch noch funktionieren. Wenn man zurückdenkt an das Jahr 1972, als Intel seinen allerersten Prozessorchip vorstellte, da waren bereits 2000 Transistoren in einem Gehäuse verbaut. Das war natürlich für die damalige Zeit ein Meilenstein. Die richtige Antwort lautet natürlich 820 Millionen!

45 Nanometer heißt die heutige Technologie und sie bezeichnet damit den Abstand der Bauteile untereinander. Das ist gewiss nicht viel. ein 45 milliardstel Meter. Und wir sind noch lange nicht am Ende der Fahnenstange. Man spricht bei Intel schon von den nächsten bevorstehenden Schritten. Nach der 45 nm Technologie will man die 32 nm Technologie realisieren. Danach dann - immer in den Zweijahresschritten des Mooreschen Gesetzes, dann die 22 nm und schließlich die 10 nm Technologie.
Dann sind wir schon fast auf dem Atomniveau angekommen. Gerade einmal 5 Atome trennen Bahnen voneinander. Ehrlich gesagt: Für mich ist dies unverständlich, wie man so etwas schaffen kann.
Doch unser Gast von der Fa. Intel , Martin Strobel, verzog eigentlich keine ungläubige Mine bei seinen Vorhersagen. "Das werden wir schaffen!".


Martin Strobel, Intel

Bald schon werden die Quadcores und Hexcores zum Standard werden. In der Forschung hatte man ja schon einmal einen Prozessor mit über 80 Kernen zum Laufen gebracht.

Wenn ich vorher etwas genauer darüber nachgedacht hätte, dann wäre meine Frage an Herrn Strobel überflüssig gewesen. Zum Glück stellte ich sie hinter den Kulissen, obwohl: so dumm wäre sie auch nicht gewesen.

Ich fragte danach, wie man die verschiedenen Prozessoren herstellt. Montags die Duokerne mit 1,4 GHz Taktfrequenz, Dienstags die mit 1,8 GHz und mittwochs ....

Das ist natürlich keine Realität. Man versucht in der Produktion so gut zu sein, wie es nur möglich ist. Deshalb arbeiten bei Intel auch ehemalige Militärs, die es gewohnt sind, einen strikten Ablauf zu erfüllen. Denn sonst geht alles schief.


Intel's 45 nm Prozessor

Herr Strobel hatte einen Wafer aus der Produktion dabei. Man konnte die Prozessoren im schimmernden Licht erahnen. Doch mein Versuch, die einzelnen Transistoren ohne Mikroskop zu zählen, misslang.
Der Produktionsweg für einen Prozessor ist extrem lange für ein Industrieprodukt. Es dauert etwa fünf Wochen, bis alle Arbeitsschritte erfüllt sind. Ein großer Batzen stellt die Prüfung der Chips dar. Bei den oben genannten Zahlen kann es einem ja auch schwindelig werden. 410 Millionen Transistoren pro Monocore. Da sind natürlich nicht alle 500 Prozessoren auf dem Wafer von gleicher Güte.
In dem aufwändigen Prüfverfahren werden die Transistoren gecheckt und man stellt dabei fest, dass einige Transistoren an der oder der Stelle defekt sind; dass aber durchaus der Prozessor noch in der 1,4 GHz Klasse laufen wird. Nur die besten Chips kommen in die technologisch fortschrittlichsten Computer und sind dementsprechend auch erklecklich teuer.
Wären alle Kerne auf dem Waver beste Qualität gewesen, dann hätte Herr Strobel mal schnell 500.000 Dollar in seiner Aktentasche herumgeschleppt.



BPA - diesmal den Propeller Mikrocontroller

Das bimediale Arbeiten hat manchmal Vorteile. So war es bei den Virtuellen Maschinen gut, als nach der Internetsendung noch eine Fernsehsendung mit dem gleichen Thema kam. Jetzt erst konnte man sich vorstellen, wie so etwas aussieht. Ähnlich wird es mit diesem Thema vonstatten gehen. Ein Mikrocontroller ist schwer im Audio zu erklären. Vor allem das, was er macht, ist schwer vermittelbar.
Deshalb wird diesmal ein Riesenpaket ausgepackt, wo sich allerfeinste Elektronik drin befand. Zwei verschiedene Propellersysteme werden vorgestellt und vor allem wird einmal ein ganz einfaches Programmierbeispiel gezeigt.
Der Propeller soll ja noch öfter zum Hauptdarsteller in der Zukunft werden.

Das Demo Board kann mit Tastatur, Maus und Monitor versehen werden.



Das Innenleben des Propeller Chips besteht aus 8 unabhängigen Prozessoren.



Es gibt auch ein "bastelphiles Board", das die wichtigen Bauteile auf "erreichbaren" Fassungen montiert hat. Für eigene Schaltungen dient der recht große Lötbezik.



Ich glaube, dass hier kaum Wünsche übrig bleiben, die man nicht mit diesem Prozessor realisieren kann.

http://www.parallax.com


RDK - der Name steht für Elektronik

Rolf Dieter Klein ist schon seit den 80er Jahren in punkto Elektronik unterwegs. Damals entwickelte er den bekannten NDR - Klein Computer. Heute betätigt er sich in seinem Ingenieurbüro und hat den Gedanken Multimedia nie verlassen. So interessierte er sich auch für den Propeller Chip und stellt hier in einem Video die Fähigkeiten des Chips in seiner hohen Ausbaustufe vor. Man erkennt, die grafischen Fähigkeiten, die musikalischen Fähigkeiten und vor allem erkennt man, was machbar ist, wenn 8 Prozessoren am gleichen Strang ziehen.
Zusätzlich stellt er ein weiteres Bastelboard namens Hydra vor.




http://www.rdkleinpowerb.de/computertrend/index.html


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