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TV-SENDUNGEN

21.10.2010
Folge 48

Räumliche Bilder und Videos selbst gemacht

Räumliche Fotografie ist nicht neu. So genannte Anaglyphenbilder (http://de.wikipedia.org/wiki/Anaglyphenbild) gibt es seit 1853. Man nahm damals schon 2 Fotos aus einem definierten Abstand auf. Ein Foto wurde rot eingefärbt, das andrer grün. Betrachtet durch eine Brille mit Farbfiltern, gaukelt das Hirn eine räumliche Darstellung vor. Diese rot/grün Bilder waren zunächst schwarz/weiß. in den 1970–er Jahren wurde dann entdeckt, wie man räumliche Farbbilder im Anaglyphenverfahren realisiert, durch den Einsatz von rot/cyan Brillen.


Mit einer rot/Cyan Brille ist Heinz Schmitz in 3-D zu sehen. Aufgenommen mit der FujiFilm 3D Kamera und berechnet mit der Freeware Stereophotomaker.

Es gibt weitere Verfahren zur Darstellung räumlicher Bilder (http://www.cczwei.de/index.php?id=issuearchive&issueid=310#a677). Bei den 3-D TV-Geräten setzt man auf so genannte Shutterbrillen. Hier wird jeweils ein Auge abgedunkelt. Synchron dazu wird das entsprechende Bild auf dem Bildschirm gezeigt. Vor allem in Kinos kommt das Polarisationsverfahren zum Einsatz.  Ein Bild wird horizontal, das andere vertikal Polarisiert. Eine Brille mit um 90 Grad versetzte Polfilter leitet jedem Auge das richtige Bild zu und schon entsteht ein räumlicher Eindruck. Ganz ohne Brille arbeitet das Linienraster Verfahren. Die Bilder werden in Streifen geschnitten und abwechselnd werden rechte und linke Streifen nebeneinander dargestellt. Eine Folie mit Prismen leitet jedem Auge die richtigen Streifen zu. Bekannt ist das Verfahren von den 3-D- oder Wackel-Postkarten. Detaillierte Erklärungen sind in Wikipedia zu finden: http://de.wikipedia.org/wiki/Stereoskopie

In der Sendung haben wir vor allem das Anaglyphenverfahren, dass mit rot/cyan Brille zu sehen ist, gezeigt. Die einfachste Möglichkeit zu einem 3-D Foto ist ein ganz normaler Fotoapparat. Auf einer festen Unterlage, werden zwei Fotos geschossen. Am besten ohne Blitz, da sonst eventuell zwei Schatten auf den Bildern zu sehen sind. Der Abstand zwischen den Kamerapositionen sollte dem Augenabstand, also 60-70 mm betragen. Damit der Fotoapparat auch parallel bleibt, kann man ihn entlang einer Kante, zum Beispiel einer CD-Hülle verschieben. Für das Fotostativ gibt es Schlitten, die das Verschieben vereinfachen (http://www.pearl.de/a-NC1646-1123.shtml).


Die Finepix Real 3D W3 schießt räumliche Fotos und dreht 3-D Filme in HD-Auflösung (Foto: FujiFilm)

Optimale Fotos und Videos kann man mit 3-D Kameras, wie der FujiFilm Finepix Real 3D W3 (http://finepix.com/3d/en/index.html) schießen. Ausgerüstet mit zwei Objektiven und einer eingebauten Software, die automatisch die paralaxen ausgleicht, kann man auch echte räumliche Schnappschüsse machen. Das Display ist mit einer Linienrasterfolie ausgerüstet. Die Aufnahmen und Videos kann man direkt räumlich sehen, ohne Brille. Mit der Kamera haben wir sowohl Fotos als auch Filme getestet, mit einem beeindruckenden Ergebnis.

Berechnen kann man Fotos mit Freeware. Das kleine Programm StereoPhotomaker (http://stereo.jpn.org/ger/stphmkr/index.html) kann aus dem Internet geladen werden. Es läuft unter Windows, ohne dass es installiert werden muss. Neben verschiedenen Farbanaglyphen kann es Bildsequenzen für Shutterbrillen, die allerdings auch von der Hardware unterstützt werden muss. Auch Streifenmuster für Bildschirme mit Linienrasterfolien lassen sich darstellen. Zudem können Parallaxenfehler automatisch heraus gerechnet werden.


Videoschnitt in 3D so einfach wie herkömmliches 2D mit der Magix Video deluxe 17 Premium Software (Foto: Magix)

Hat man schon eine 3-D Kamera, will man natürlich die Filme auch schneiden. Wir hatten dazu das Magix Video deluxe 17 Premium mit 3D Videobearbeitung (http://www.magix.com/de/video-deluxe/premium/) im Studio. Die FujiFilm Kamera nimmt die Filme als Motion JPEG im AVI-Format auf. Das heißt es sind keine MPEG-Datenströme, in denen ja fast nur Bildänderungen übermittelt werden, sondern immer zwei Vollbilder ergeben ein Stereobild des Films. Das erhöht zwar das Datenvolumen, liefert aber hochwertiges Stereo Rohmaterial. Im Videobearbeitungsprogramm schneidet man das Material, wie einen normalen 2D Film. Zusätzlich gibt es räumliche Schnitteffekte und Titel. Bei Export entscheidet man dann, ob man einen normalen 2D- oder einen 3D-Film haben will. Auch hier bietet sich das Anaglyphenverfahren an, bis es mal Bildschirm gibt, die 3D Bilder zeigen die man ohne Hilfsmittel sehen kann und die untereinander kompatibel sind.

Will man schon bestehende Filme räumlich sehen, so kann man auf ein Pseudo-Stereo Verfahren zurückgreifen. Solch ein  Verfahren ist in der Magix Video deluxe Software eingebaut. Ein einfacher Formatwandler 2D zu 3D (http://my-sad.com/de/produkte/anwendungen/aktuelle-neuerscheinungen/formatwandler-2d-zu-3d?PHPSESSID=43381a8bf12b15740217b2255ae74274) liefert etwa die gleichen Ergebnisse. Bei den Verfahren wird aus den Änderungen zwischen zwei Bildern ein räumlicher Effekt berechnet. Das funktioniert, wenn im Bild Bewegung ist oder die Kamera sich bewegt. Mit den Parametern Tiefe und Anzahl der Bilder, die zwischen den berechnungspunkten liegen soll muss man ein wenig spielen um den Effekt so hinzubekommen, wie man es wünscht. Natürlich ist das Verfahren kein Ersatz für echte 3D Aufnahmen.

Im Internet sind für 3-D Bilder in allen Variationen viele Beispiele zu finden wie zum Beispiel hier:
http://www.illusionen.biz/blog/?page_id=139
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/2616
Aber am meisten Spaß macht es, die Welt der räumlichen Fotografie und Videografie selber zu entdecken. Anfangen kann man mit einer normalen Digicam, einer CD-Hülle und einer freien Software. Bis zur 3D Kamera und dem Videoschnitt in 3D ist der Schritt kleiner als ich zunächst dacht, als wir an das Thema herangingen. Versuche lohnen sich auf alle Fälle.


Schön anzusehen und einfach zu erstellen - Blumen auf dem Balkon in 3D


Gartenatmosphäre auch im Winter

In der kalten Jahreszeit kann man sich nicht wirklich an seinem Garten erfreuen. Wenn die Pflanzen ihre Aktivitäten zurückfahren, wirkt die Natur traurig. Erfreuen Blumen und Bäume nicht in der Realität, kann man das am Rechner erleben. Per Software kann man schon mal die Verschönerungen für das nächste Jahr planen, verschiedene Alternativen ausprobieren und dann dem Familienrat zur Entscheidung vorlegen. Oder man erfreut sich einfach am Garten im Rechner.


Der Gartenplaner ist ein CAD-System, optimiert für die Gestaltung von Grünanlagen. (Foto: Franzis)

In der Sendung haben wir mit dem 3-D Gartenplaner, ein wenig zeigen können, was möglich ist. Hinter dem Programm stehen die Entwickler von TurboCAD, einem Konstruktionssystem. Von der Geländegestaltung, über die Hausplanung, die Gestaltung von Terrassen, die Positionierung der Gartenmöbel, das Anlegen von Beeten, Teichen und der Veranda, die optimale Lage des Schwimmbeckens und vieles mehr.

Dann folgt das Wichtigste für den Garten. Bäume pflanzen, Sträucher und Hecken positionieren und natürlich viele Blumen in die Beete planen. Fehlende Kenntnisse über die Pflanzen gleicht das integrierte Pflanzenlexikon aus. Es ist ein mächtiges Programm, dass dem ambitionierten Gartengestalter alle notwendigen Funktionen bietet und darüber hinaus in der kalten Jahreszeit ein Hauch von Frühling aus dem Computer strömen läßt.

http://www.franzis.de/haus-wohnen/energie-solar/haus-garten/3d-garten-planer


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