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TV-SENDUNGEN

03.02.2011
Folge 52

Elektronische Trommeln

Es ist nicht das erste Mal, dass wir elektronische Schlagzeuge (http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronisches_Schlagzeug) im Studio hatten. Trheuma Jazz tritt nur mit elektronischen Trommeln auf. In der CC² -TV Folge 50 hatten wir dann die  apartmentfreundliche Instrumente mit dem Roland HD-1 Drumset (http://www.cczwei.de/index.php?id=tvissuearchive&tvissueid=65).

Die elektronischen Trommeln funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip: Ein Impulsgeber löst im Tongenerator den Sound aus. Das klingt sehr theoretisch. In der Sendung zeigten wir, wie so etwas in der Praxis aussieht und wie man sich einfach für wenig Geld, selber ein kleines Minischlagzeug zusammenbasteln kann.


Hobbymusiker Heinz Schmitz bastelt im Studio ein kleines elektronisches Schlagzeug.

Zentrales Element sind Piezo Elemente (http://de.wikipedia.org/wiki/Piezoelektrizit%C3%A4t). Es handelt sich dabei um Kristalle, die unter Druck eine Spannung abgeben. Am bekanntesten sind wahrscheinlich Feuerzeuge mit Piezo-Zündung. Wir haben aber die flache Ausführung benutzt, wie sie zum Beispiel auch Weckern zu finden ist, die damit die störenden Wecksignale erzeugen. Diese Piezo-Elemente (http://www.conrad.de/ce/de/product/690635/) sind im Elektronikhandel für unter einem Euro zu bekommen (http://www.conrad.de/ce/de/product/712943/). Versetzt man sie in Schwingung, so geben sie eine kleine Spannung ab, die mit der Amplitude schwankt. So werden sie zum Beispiel, wie gezeigt, als Tonabnehmer in Akustikgitarren eingesetzt.

Schlägt man auf ein Piezo-Kristall, so ist der abgegebene Spannungsimpuls proportional zur Schlagstärke. Das nutzen die Konstrukteure elektronischer Schlagzeuge aus. Mit dem Impuls wir der Ton ausgelöst, wie ihn sonst eine Trommel abgeben würde. Die Lautstärke entspricht der Schlagstärke. Dadurch ist dynamisches musizieren möglich.

Bei Trheuma Jazz haben wir üblicherweise ein kleines Roland „Laptop-Schlagzeug“ mit, den Vorgänger des aktuellen SPD-30 (http://www.rolandmusik.de/produkte/SPD-30).  Im Studio haben wir das Gerät mal aufgeschraubt und unter jeder Schlagfläche  war ein Piezo-Element zu sehen. Wie wir ebenfalls zeigen konnten, verwenden auch die so genannten Pads größerer elektronischer Schlagzeuge als Herzstück ein Piezo-Element.

So entstand auch die Idee ein kleines Drumset, genannt „Coctail Set“ selber zusammen zu stellen. Als Soundmodul diente ein der Fame DD-6 Rhythm Coach
(http://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Drums/Metronome-Uebungspads/Fame-DD-6-Rhythm-Coach-/art-DRU0014596-000), der für 55 Euro im Musikhandel erhältlich ist. Üblicherweise ist zum trainieren der Schlagfertigkeit und des Rhythmusgefühls von Schlagzeugern. Es verfügt über eine Schlagfläche, unter der sich, wie nicht anders zu erwarten, ein Piezo verbirgt. Zudem hat er Eingänge für Kick-Drum oder große trommel (http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Trommel)  und Hit-Hat Controller. Hier kann man keine Piezo-Elemente anschließen sondern nur einfache Fuß-Taster (http://www.thomann.de/de/lead_foot_lfd10.htm), die schon für unter sechs Euro im Musikhandel zu bekommen sind. Beim Schließen des Kontakts wird er Sound ausgelöst. Der Nachteil von Tastereingängen ist das keine Variation der Lautstärke möglich ist. Das noch fehlende Becken oder HiHat (http://de.wikipedia.org/wiki/Hihat) haben wir mit einfachsten Mitteln selber gebaut. Eine Frisbee-Scheibe diente als „Becken“. An Ein Piezo-Element wurden zwei Kabel gelötet und das ganz mit Heißkleber mechanisch stabilisiert. Dieser Sensor wurde mit Doppelseitigem-Klebeband unter der Frisbee-Scheibe befestigt. Der 6,3 mm Klinkenstecker am anderen Ende des Kabels in den HiHat Eingang des Rhythm Coach gesteckt und an den Verstärker angeschlossen. Fertig war unser Coctail-Set. Kein wirklicher Ersatz für ein richtig großes Drumset, doch schön für Einsteiger oder zum Üben.

Selbstverständlich kann man Pads für E-Drums in den verschiedensten Variationen selber bauen. Tipps und Bauanleitungen findet man zum Beispiel auf der Seite Edrum for free (http://www.toontrack.com/edrum_for_free.asp). Hier findet man neben Schaltungen zum Anschluss an die verschiedensten Soundmodule auch Anleitungen wie man normale Akustiktrommeln in elektronische Pads verwandelt.


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