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TV-SENDUNGEN

17.02.2011
Folge 53

Die Boxee-Box

Heinz Schmitz

Boxee (http://en.wikipedia.org/wiki/Boxee) ist eigentlich ein freies multimediales Benutzerinterface, das Musik, Fotos und Videos von der Festplatte, aus dem Internet oder aus dem Netzwerk in einem einzigen Programm verwaltet. Auch YouTube-Videos und Musik von Last.fm sowie Streams von amerikanischen Sendern lassen sich in Boxee einbinden. Über das integrierte Social Network kann man Freunden den Zugriff auf die eigenen Einstellungen und multimedialen Inhalte erlauben und sehen, wer sich gerade was anschaut oder anhört. Eigentlich wurde Boxee als Software für das Apple-Betriebssystem entwickelt, ist aber, dank der Mitarbeit der Community auch mittlerweile auf allen möglichen Plattformen verfügbar.

In der Sendung hatten wir die Boxee-Box (http://www.dlink.com/boxee/). Hier hat D-Link die Multimedia-Software direkt in Hardware gegossen. Im Grunde genommen handelt es sich bei der Boxee Box um eine Art Nettop. Das Herz des Gerätes ist ein Atom-Prozessor. Die Kommunikation mit der Umwelt erfolgt per Netzwerkkabel oder WLAN. Der Anschluß an das TV-Gerät erfolgt über HDMI und Audioanlagen können analog oder digital per S/PDIF angeschlossen werden. Leider fehlte bei der Version, die wir zum Test hatten, noch die Regionalisierung. Das heißt, die Benutzeroberfläche war in Englisch und die standardmäßig angezeigten Webinhalte waren auf den amerikanischen Markt ausgerichtet.


Eine schicke Multimediakiste fürs Wohnzimmer (Bild: D-Link)

Die Kombination aus D-Link Hardware und der Multimedia-Software von Boxee, Inc. ist eine offene Plattform, im extravaganten, schwarzen Würfeldesign.  Darüber können Filme und TV-Sendungen aus dem Internet angeschaut, Videos und Musik von vielen Website konsumiert, mit Freunden über soziale Netzwerke Empfehlungen ausgetauscht, die private Medienbibliothek mit den eigenen Musik, Fotos und Videos organisiert und präsentiert sowie im Internet gesurft werden. Zusätzlich können Applikationen (Apps) wie Musik, Nachrichten und Wetter aufgerufen werden. Die Bedienung erfolgt über die Fernbedienung mit vollwertiger Tastatur auf der Rückseite.

Die Boxee Box streamt zahlreiche Webinhalte direkt auf den Fernseher, allerdings ist das Angebot an deutschen Inhalten noch sehr begrenzt. Oft wird gerade mal die Werbung abgespielt und dann erhält man den Hinweis, dass der Inhalt für diese Region, sprich Deutschland, nicht freigegeben wurde. Über die Apps können Musik, Wetter etc. am Fernseher aufgerufen werden. Der Multimediawürfel verfügt außerdem über kostenlose Apps von Internetquellen wie YouTube, Flickr, VEVO, MTV Music, RSS Feeds. Die Boxee Box ermöglicht außerdem den Zugriff auf soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter.

Neben dem Zugriff auf Online-Inhalte, ist auch die Verwaltung und das Abspielen eigener Video-, Foto- oder Musikdateien. Der der interne Speicher begrenzt ist, schließt man hierfür eine externe Festplatte oder einen Flash-Speicher über USB an, nutzt eine SD-Karte oder verbinden die Box mit einem Netzwerkspeicher. Die Boxee Box zeigt dann zu Filmen und TV-Serien automatisch das dazugehörige Cover sowie eine Filmbeschreibung aus der Internet Movie Database (IMDB) an.

Die Boxee-Box ist ein nettes Gerät im ausgefallenen Design. Sie macht sich sicher gut im Wohnzimmer. Wer des Englischen nicht so mächtig ist, sollte auf eine regionalisierte Version achten und schade ich, dass viele der Inhalte, gerde der amerikanischen TV-Serien, die in den USA frei im Netz stehen, durch Copyright-Problem bei uns nicht verfügbar sind. Die Integration in eine bestehendes Netzwerk, per Kabel oder WLAN ist denkbar einfach und lokale Inhalte werden qualitativ hochwertig wiedergegeben.


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