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TV-SENDUNGEN

17.11.2011
Folge 71

Smarthome - Steuerung für Zuhause - Teil 1

Alle Informationen unter:

http://www.rwe-smarthome.de


QR-Code

Heinz Schmitz

QR-Code steht für Quick Response Code (http://de.wikipedia.org/wiki/QR-Code). Es handelt sich um einen quadratischen Barcode, der maximal 177x177 Pixel enthält. In dem Quadrat werden die Informationen binär dargestellt. Markierungen in drei der vier Ecken dienen zur Orientierung und ein kleines verstecktes Quadrat dient zur Ausrichtung der Datenmatrix.

Die Daten sind mit einem Fehler korrigieren Code verschlüsselt. Das System kennt vier Fehlerkorrektur-Level :
Level L: 7 % der Daten können wiederhergestellt werden.
Level M: 15 % der Daten können wiederhergestellt werden.
Level Q: 25 % der Daten können wiederhergestellt werden.
Level H: 30 % der Daten können wiederhergestellt werden.
Je nach Korrekturlevel können in einem Datenquadrat mit 177x177 Elementen bis zu 2.953 Byte bzw. 7.089 Dezimalziffern, 4.296 alphanumerische Zeichen oder 1.817 Kanji-/Kana-Zeichen kodiert werden.

Die Datenquadrate können heute mit  jedem intelligenten Telefon ausgestattet mit einer Barcode-APP gelesen werden. Hierdurch biete sich der Medienindustrie auch in gedruckten Produkten eine Brücke zum Internet zu schlagen und den Leser mit weiterführenden Informationen zu versorgen. So druckt der ADAC zum Beispiel QR-Codes hinter manche Autotests, die dann eine Link zu den Testvideos enthalten. Wir haben in der Sendung nur das Willkommen und unsere Namen als QR-Codes ausgedruckt.


„Willkommen beim ComputerClub2“ als QR-Code

Der QR-Code wurde 1994 von der Firme Denso Wave entwickelt. Der Autozulieferer Denso markierte damit die Teile, die sie an Toyota lieferten.  Schnell fand er in Japan den Weg auf Plakate. Japaner betrachteten sehr früh intelligente mobile Telefone (neudeutsch: Smartphones) als Bereicherung im Alltag. Die Werbetreibenden erkannten den Wert der QR-Codes auf Plakaten. Einfach mit der Kamera des mobilen Telefons den Code abscannen und schon wurde man zur Webseite der Anbieter geleitet und erhielt dadurch zusätzliche Informationen. Heute  finden sich auch bei uns vereinzelt auf Plakaten und in Anzeigen QR-Codes die dann weiterführende Werbeinformationen aufs Handy liefen.

Im Internet stehen QR-Code Generatoren zur kostenlosen Nutzung oder zum Download bereit:
http://qrcode.kaywa.com/
http://delivr.com/qr-code-generator

Besonders interessant ist der interaktive QR-Code Generator, den wir kurz in der Sendung zeigten. Hier ändert sich während der Eingabe dynamisch die Code-Darstellung
http://mobile-tagging.blogspot.com/2007/11/generator.html

Hier noch eine Liste von QR-Generatoren und Readern mit einigen Zusatzinformationen:
http://www.da-aktuell.de/blog/wordpress/?p=958



Zwischenbemerkung zum QR Code

Lange bevor man in Japan den QR Code entwickelte, hatte unser Clubmitbegründer Ulrich Rohde die Idee, Computerprogramme, damals meist noch in Basic, per Scancode zu übertragen - und zwar auf Papier.
Ulrich Rohde war später Chefredakteur der Zeitschrift mc-Computer, die im Franzis Verlag erschien.Er lernte bei uns, wie man zu einem Produkt im Fernsehen Daten übermitteln kann. Zunächst nutzten wir ja den Tonkanal und später stellte Videodat das raffiniertere System dar.
Ulrich Rohde wollte für seine Zeitschrift eine ähnliche Methode entwickeln, um automatisiert die Programme in die damaligen Heimcomputer zu laden. Ganz so einfach wie bei unseren Kanälen, wo Bild und Ton ein Träger war, war sein Ansinnen nicht. Er hatte lediglich den Papierausdruck anzubieten. Ulrich Rohde schaffte es dann nach dem noch sehr unbekannten Barcode ganze Listings auf einer DIN A 4 Seite zu codieren.Anfang der achtziger Jahre war die Hardware noch weit weg vom heutigen Standard. Es gab zwar DIN A4 Scanner - doch die meisten Hobbyiswten hatten einen Handscanner, bei dem das Ergebnis direkt vom Zittern des Users abhängig war.
Doch mir gelang es damals mehrmals mit dem Handscanner brauchbare Texte einzulesen. Doch man sollte so viel Ahnung von der Materie haben, dass man manche "Macken" überbrücken konnte.

Somit ist diese Scanmethode durchaus keine japanische Erfindung. Ulrich Rohde erhielt auf seine Methode sogar ein Patent. Da man nur ein Patent erreichen kann, wenn vorher niemand diese Methode beschrieben hat, bleibt es unbeantwortet, wieso die japanische Firma ein Patent in Deutschland für eine bekannte Methode erreichen konnte.

Soweit nur zu unserer Ehrenrettung.


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