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TV-SENDUNGEN

15.12.2011
Folge 73

Gitarrensynthesizer

von Heinz Schmitz

In der Folge 73 haben wir wieder eine Band zu Gast. Die Backdoor Bluesband (http://www.backdoor-bluesband.de/) aus Leverkusen hat uns geholfen, den Gitarrensynthesizer GR-55 von Roland zu zeigen.



Die Backdoor Bluesband, mit Frank, Georg, Rainer und Wolfgang, bei uns im TV-Studio

Die Band tritt mit Bass, Schlagzeug und zwei Gitarren auf. Damit ist eigentlich der Klangumfang vorgegeben, gitarrenlastige Musik. Der GR-55 (http://www.rolandmusik.de/produkte/GR-55/index.php) erweitert die Möglichkeiten, die Gitarristen haben. Plötzlich sind auch Synthesizer Sounds, die man aus der Midi Welt (http://de.wikipedia.org/wiki/Musical_Instrument_Digital_Interface) kennt möglich.


Der GR-55 Gitarrensynthesizer erweitert die Klangmöglichkeiten von Gitarren immens. (Foto: Roland)

Aber, vielleicht besser der Reihe nach. Bei dem GR-55 handelt es sich um einen so genannten Gitarren-Modeller und -Synthesizer.

Bereits 1977 stellte ROLAND den weltweit ersten Gitarrensynthesizer vor und entwickelte ihn immer weiter, 1995 erfand ROLAND das digitale Modeling von Gitarren und Verstärkern (von Musikern Amps genannt)  und verfeinerte es in VG-8, VG-88 und VG-99. Jetzt werden erstmals beide Technologien kombiniert. Der GR-55 bietet eine Dreifach-Tonerzeugung aus zwei PCM-Synthesizern und einer Klangkette mit so genanntem COSM -Modeling. Damit können verschiedene Gitarrenmodelle, Gitarrenverstärker und Effektgeräte emuliert werden. So kann mit einer Fender Stratocaster durchaus der Klang einer Gibson Les Paul  gespielt werden. Die kann dann virtuell an einen Roland JC-120.Verstärker angeschlossen ist und die Verzerrung eines Boss Pedals nutzt. Insgesamt stehen 910 verschieden Klänge zur Verfügung, die auch noch editiert werden können.


Die Instrumente und Synthesizer stehen bereit für die Aufnahme.

Um die Klangmöglichkeiten ausnutzen zu können, muss die Gitarre oder der Bass zunächst umgerüstet werden. Sie wird mit einem GK-3 Tonabnehmer (http://www.rolandmusik.de/produkte/GK-3/index.php) ausgestattet. Dieser nimmt jede Saite einzeln ab und führt sie über ein 15-poliges Kabel dem GR-55 zu. Diese analysiert die Schwingungen der einzelnen Saiten und stößt damit die Klänge an. So konnte ich auch mit meinem uralten Banjo plötzlich Stratocaster, Les Paul aber auch Piano und Orgel spielen. Es gibt auch Anbieter, die Gitarren mit solchen eingebauten hexaphonischen Tonabnehmern fertig anbieten (http://www.gkworld.de/startseite/main.html)


Bassgitarre mit montiertem GK-3B Tonabnehmer (Foto: Roland)

Klänge, wie Orgel, Piano, Saxophon, Akkordeon etc. werden im GR-55 mit den PCM-Synthesizern erzeugt, die man auch in Keyboards wiederfindet. Die Auflösung der Saiten in einzelne Töne lässt die Ansteuerung wie durch Midi-Signale zu. Diese Midi Sequenzen werden auch über die USB- und Midi-Schnittstelle ausgegeben. Dadurch kann auch ein externer Synthesizer angesprochen werden, falls das gewünscht wird. Die USB-Schnittstelle kann auch als Audiointerface dienen über die die Klänge direkt aufgezeichnet werden können.

Darüber hinaus ist das Abspielen von Audiodaten eines USB-Sticks möglich. Dann sind noch zwei Multieffekt-Prozessoren und ein 20-Sekunden Looper an Bord. Editiert werden die Klänge über das Steuerrad und das LC-Display. Ein interaktiver Editor für die Konfiguration per Rechner steht leider nicht zur Verfügung.

Gitarristen lieben in der Regel eine Gitarre, die genau ihren Spieleigenschaften entspricht. Allerdings bleiben ihnen die mögliche Klangvielfalt, die man mit unterschiedlichen Instrumenten erzeugen kann, verschlossen. Denkt man besonders an Linkshänder, so schränkt sich die Auswahl schnell ein. Hier kann ein Gitarrensynthesizer helfen. Vor allem Cover-Bands, die die Songs möglichst originalgetreu über die Bühne bringen wollen, können mit solchen elektronischen Helfern ihre Vorstellungen verwirklichen.


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