ComputerClub 2
Sitemap Kontakt
  Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
Suche:   Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
  Aktuelle Sendung
  Sendungsarchiv


TV-SENDUNGEN

09.02.2012
Folge 77

Daten sicher transportieren

Heinz Schmitz

In der Sendung geht es um die sichere Verwahrung vertraulicher Daten – auch unterwegs. Portable Massenspeicher, wie kompakte Festplatten oder USB-Speicherstöcke trägt fast jeder mit sich herum. Teilweise lagern dort auch sensible Daten wie Bankverbindung, Email Zugangsdaten oder sei es nur der letzte Schriftverkehr mit einem unzuverlässigen Lieferanten. Was passiert, wenn der Speicher verloren geht. Die Daten sind selbstverständlich gesichert, das heißt an einem sichern Ort nochmals gespeichert. Aber wenn der portable Speicher weg ist, bedeutet das nicht nur den Verlust der Hardware. Im schlimmsten Fall hat der Finder Zugriff auf die vertraulichen Informationen.

In der Sendung haben wir uns damit beschäftigt, wie Daten auf mobilen Speichern aufbewahrt werden und Falle eines Verlustes nicht von anderen gelesen werden können als verschlüsselt gespeichert werden. Dazu gibt eine Reihe von Lösungen die, wie im Fall von TrueCrypt, sogar kostenlos und Open Source sind.

Mein Speicher für unterwegs ist eine Freecom Tough Drive Sport (http://www.freecom.com/Products/External-Hard-Drives/Mobile-Hard-Drives/ToughDrive-Sport), eine verschlüsselte Festplatte, die über eine Hardwareverschlüsselung verfügt. Schließt man sie an, so hat man zunächst nur Zugriff auf ein Pseudo CD-Laufwerk mit dem Treiberprogramm. Erst nach Start des Treibers und der Eingabe des Masterpasswords kann auf die eigentliche Partition mit den Daten zugegriffen werden. Auf dem Datenträger sind die Informationen natürlich verschlüsselt gespeichert. Im Falle des Verlustes kann der Finder ruhig die Platte ausbauen. Er findet nur digitalen Müll vor. Zusätzlich ist die Freecom mechanisch so aufgebaut, dass sie Stoßgeschützt ist und auch meine raue Behandlung auf dem Fahrrad verträgt.


Die robuste Festplatte für mobilen Einsatz speichert die Daten verschlüsselt. (Foto: Freecom)

Ähnlich arbeitet der verschlüsselte USB-Sticks, wie der Kanguru Defender oder der Saferstick, die auch in unserem Shop angeboten werden (http://www.ritter-it.com/shop_2010/USB-Sticks/). Auch andere Hersteller bieten verschlüsselte Speicherstöcke an, die auch mit Treibern arbeiten, die beim Lesen und Schreiben die Daten entschlüsseln bzw. verschlüsseln. Die mobilen Speicher sind zwar in der Anschaffung etwas teurer, schützen aber die Daten im Falle eines Verlustes oder Diebstahls.


Der SafeStick SuperSonic USB Flash Drive mit 256 Bit AES Verschlüsselung gilt als besonders sicher. (Foto: Blockmaster)

Wenn man aber schon genug Speicherstöcke oder mobile Festplatten hat und möchte die nicht aufs Altenteil schicken, so kann man auch auf diesen verschlüsselt Daten ablegen. TrueCrypt (http://www.truecrypt.org/) ist ein kostenloses Open-Source-Programm zum sicheren Verschlüsseln einzelner Daten oder des ganzen Systems

TrueCrypt erstellt virtuelle Laufwerke, die mit verschiedenen Algorithmen verschlüsselt werden. Nach Eingabe des Passworts werden sie zugänglich. Insofern arbeitet das Open Source Programm ähnlich den Hardwareverschlüsselungen. Das zentrale Programm, das nicht installiert werden muss sondern einfach gestartet wird verfügt über eine Routine zum Anlegen von verschlüsselten Dateien oder Laufwerken. Man kann also eine herkömmlichen USB-Stick nehmen, kopiert die Software darauf und dann legt das Programm einen Datei an, in der die Daten abgelegt werden, quasi ein virtuellen Laufwerk. Als Schlüssel dienen ein Password und ein wählbarer Algorithmus. Der Treiber macht aus dieser Datei dann ein Laufwerk, mit dem ganz normal gearbeitet werden kann. Sind auf einem Speicher mehrere TrueCrypt Dateien, so können sie verschiedenen Laufwerken zugewiesen werden.


Die zentrale Steuerung von TrueCrypt weist den Dateien mit den verschlüsselten Daten Laufwerken zu. (Quelle: Truecrytp.org)

Besonders raffiniert sind versteckte Volumen. Hier werden in verschlüsselten TrueCrypt Dateien Laufwerke versteckt. Vom Programm geleitet legt man ein Verschlüsseltes Laufwerk an und kopiert irgendwelche unwichtigen Dummy-daten hinein. Dann legt man das versteckte Laufwerk an, das ein anderes Password haben muss. Je nachdem mit welchem Password man das Laufwerk mountet, erhält man Zugriff auf die Dummy-Daten oder dass versteckte Laufwerk. Allerdings sollte man, nach anlegen des versteckten Laufwerks nichts mehr in den Dummybereich schreiben, da so die Daten des versteckten Laufwerks überschieben werden. Die Informationen über das versteckte Laufwerk sind nämlich so versteckt, dass der Dummybereich nicht weiß wo die Daten liegen. Auch mit einem Partition Manager bleibt der Bereich unauffindbar.

Allerdings haben alle Lösungen einen Nachteil. Vergisst man sein Masterpassword, sind die Daten weg, denn für keines der Verfahren haben verständnisvolle Hacker Entschlüsselungsprogramme ins Netz gestellt. Also ist es wichtig immer aktuelle Sicherungskopien der Daten zu haben, die man auf den portablen Medien mit sich herumträgt

– aber wem sagen wir das.


zurück zum Archiv
Ansehen:

MP4 H.264 Codec (~200 MB)
AVI Xvid Codec (~200 MB)
iPod M4V H.264/AAC Codec (~200 MB)
MP4 H.264 Torrent Link
RSS Feed (Video-Podcast, letzte 5 Sendungen)
RSS Feed (Video-Podcast, alle Sendungen)

CCZwei auf YouTube

YouTube-Kanal (Hauptadresse)
YouTube Filetstücke Archiv 1 (4:3)
YouTube Filetstücke Archiv 2 (16:9)
YouTube Filetstücke Archiv 3 (16:9)

Druckversion Impressum Haftungsausschluss