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TV-SENDUNGEN

08.03.2012
Folge 79

Programmierbare Gitarre

Heinz Schmitz

Die Vorbereitung für diesen Beitrag hat fast zwei Jahre gedauert. So lange dauerte es, bis ich meine neue Gitarre endlich bekam. Es ist eine Line 6 JTV-59 (http://www.tylervariax.com/guitars.php). Der amerikanische Hersteller Line 6 ist eigentlich bekannt für seine Effektgeräte mit denen man Verstärker und Boxen der verschiedensten Hersteller simulieren kann. Schon 2002 haben junge Entwickler angefangen diese Modellingtechnik auf Gitarren anzuwenden.

Anders als bei Roland hat man die Elektronik nicht in ein Effektboard eingebaut, wie bei dem GR-55, den wir in Folge 73 (http://www.cczwei.de/index.php?id=tvissuearchive&tvissueid=92)  mit unseren Freunden von der Backdoor Bluesband zeigen konnten, verschwand die Elektronik in der Gitarre. Die ersten Modelle, die wir auch schon in der Folge 32 (http://www.cczwei.de/index.php?id=tvissuearchive&tvissueid=45) hatten waren nicht sehr erfolgreich. So entschied man bei Line 6 bei der Neuauflage mit James Tyler (http://www.tylerguitars.com/), einem renommierten Gitarrenbauer aus den USA zusammenzuarbeiten. James Tyler übernahm den Entwurf und Line 6 lässt die Gitarren in Korea fertigen. In den USA fertigt Tyler diese Modelle auch per Hand, allerdings zu einem höheren Preis.


Die JVT-59 Variax ähnelt im Aussehen einer Les Paul Gitarre. (Quelle: Line 6)

Meine neue Variax Gitarre ähnelt in der Form sehr stark an eine Gibson Les Paul (http://de.wikipedia.org/wiki/Gibson_Les_Paul), hat dementsprechend zwei Humbucker Tonabnehmer (http://de.wikipedia.org/wiki/Humbucker). Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. In der Brücke sind 6 Piezo Tonabnehmer untergebracht, die die Saiten einzeln abnehmen und zur eingebauten Elektronik. Dort werkeln Dualcore Prozessoren und berechnen aus den Saitenschwingungen hörbare Töne, die klingen wie eine Elektrogitarre, eine Akustikgitarre, eine Resonator Gitarre oder auch wie ein Banjo. Insgesamt sind 25 bekannte Gitarrenmodelle über Dreh- und Kippschalter auswählbar. Mit der neuen Elektronik der James Tyler Gitarren klingen die Modelle auch authentisch.

Mit der Gitarre kam ein USB-Interface. Damit wir die Gitarre an den PC angeschlossen und kann programmiert werden. Dazu lädt man Treiber und Workbench-Software kostenlos von der Line 6 Webseite (http://de.line6.com/software/). Mit der Workbench Software kann man die Einstellungen der Gitarre sichern und vor allem sind 10 Speicherplätze in der Gitarre für eigene Sounds vorgesehen.


Per Workbench-Software werden neu Gitarrenmodelle interaktiv entworfen (Quelle: Line 6)

Grafisch wählt man dazu einen Korpus aus. Bei Elektro- oder Jazzgitarren steht eine breite Auswahl der verschiedensten Tonabnehmer zur Verfügung, die beliebig positioniert und gedreht werden können. Die Änderungen die man am Bildschirm vornimmt kann man direkt über den an der Gitarre angeschlossenen Verstärker hören. So kann man einen Les Paul Korpus zum Beispiel auch mit Single Coil Tonabnehmern (http://de.wikipedia.org/wiki/Single_coil) ausrüsten und sich über den Klang der dadurch erzeugt wird wundern.

Ebenso sind alternative Stimmungen möglich. Neben einem Satz von 11 alternativen Stimmungen, der fest in der Gitarre eingebaut ist und direkt angewählt werden kann, können mit Workbench eigene Stimmungen programmiert werden. In der Sendung habe ich einfach mal den E-Dur Akkord eingestellt. So wird aus der Gitarre plötzlich ein Bass, wenn man eine Oktav tiefer stimmt oder eine seltsam klingendes Banjo, wenn man eine Oktav höher stimmt.

Neben der Les-Paul ähnlichen JVT-59 hat Line 6 noch zwei weitere Korpus Formen im Programm, die den Fender bzw. den Tyler eigenen Gitarren ähneln. Alle sind mit der identischen Software ausgestattet und unterscheiden sich im Preis nur marginal.



TV Lösung für iphone, ipad und Konsorten

Es gibt verschiedene Methoden, wie man Fernsehen empfangen kann. Am preiswertesten kann man dies mit einem DVB-T USB Stick in der Windowswelt erreichen. Was aber, wenn das Endgerät keine USB Buchse hat? Ist man im Bereich eines WLAN Access Points, so kann man mit der einfachen Eingabe von http:zattoo.com einen TV Dienstleister aufrufen, der per WLAN die einzelnen Programme sendet. Fast alle Öffentlich Rechtlichen Sender sind zu empfangen, weiterhin lassen sich auch exotische Spezialsendungen und Radioprogramme empfangen.

Doch der Nachteil liegt auf der Hand: es läuft -zumindest im Moment- nur mit einer WLAN Verbindung. Empfängt man das Internet über UMTS oder GSM, so versagt ZATTOO.



Was macht man aber unterwegs, wenn es keinen erreichbaren WLAN Hotspot erreicht? Die obige Abbildung des tizi.TV kann Abhilfe schaffen. In dem Gerät steckt ein DVB-T Empfängermodul und ein Wireless Adapter; zusätzlich ein Akku für ca. 4 Stunden Fernsehgenuss.

Für die Apple Geräte heißt es jetzt am Anfang. Das normale WLAN wird ausgeschaltet und man verbindet das iPhone  mit dem tizi WLAN. Im AppStore besorgt man sich die kostenlose tiziApp und schon kann man loslegen.

Das Produkt ist nicht ganz billig. Bei ebay findet man es für ca. 80 Euro incl. Versand. Aber was ist schon günstig in der Apple Welt?

Mir ist nicht bekannt, ob es tizy auch auf Android angepaßt wird. Oder auch für den normalen Laptop könnte man sich eine Lösung ausdenken.


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